Die Entwicklung der Laurentiushöhe zu einem inklusiven Stadtquartier bekommt weiteren Rückenwind: Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling hat im Rahmen der Eröffnung der Gewerbeausstellung der Warburger Oktoberwoche einen Förderbescheid über 452.000 Euro an die Hansestadt übergeben. Das Geld stammt aus der Städtebauförderung, die von Bund und Land getragen wird. Es ist bereits die zweite Tranche: Schon im November 2024 waren 178.000 Euro bewilligt worden.
Am westlichen Rand der Kernstadt entsteht auf dem Gelände des Heilpädagogischen Therapie- und Förderzentrums (HPZ) St. Laurentius und den angrenzenden Freiflächen ein Quartier, das Wohnen, Arbeiten und Leben verbindet. „Schrittweise entsteht ein nachhaltiges und inklusives Quartier, unter anderem mit einem Sport- und Klimapark“, sagte Bölling. Dank der „REGIONALE 2022“ seien dafür die Weichen gestellt worden.
Bürgermeister Tobias Scherf nannte die Laurentiushöhe die Mitte der Stadt und ein Quartier für alle Warburger. Gemeint sei ein Ort, „in dem Inklusion nicht nur mitgedacht, sondern im täglichen Zusammenleben ganz selbstverständlich gelebt werden soll“. Der bisher besonders geprägte Standort werde stärker für die gesamte Stadtgesellschaft geöffnet.
Die neuen Mittel können für mehrere Teilmaßnahmen eingesetzt werden: die Gestaltung der Sport- und Landschaftsanger, den zweiten Bauabschnitt des Sport- und Klimaparks, Begegnungsgärten und ein Mobilitätskonzept. Förderfähig sind außerdem der Rückbau der Aula, ein Konzept für ein Quartierszentrum samt Platzgestaltung, ein Verfügungsfonds für die Mitwirkung der Bewohner sowie ein Quartiersmanagement. Grundlage ist das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK).
Für die Gesamtmaßnahme gilt eine vorläufige Förderobergrenze von 3,69 Millionen Euro an zuwendungsfähigen Ausgaben. Bei einem Fördersatz von 60 Prozent ergibt das eine Gesamtzuwendung von bis zu 2,2 Millionen Euro. Die Laurentiushöhe soll zudem Modellcharakter für inklusive Quartiersentwicklung im ländlich-kleinstädtischen Raum haben.