Am 13. September, dem Tag des offenen Denkmals, eröffnet der Kunstverein ARTD in Dringenberg zwei neue Ausstellungen.
Zuerst wird in der Burg großformatige Malerei gezeigt, bevor im Historischen Rathaus die jährliche Gemeinschaftsausstellung der Kunst schaffenden Mitglieder des Vereins eröffnet wird.
Sieben ehemalige Absolventen der Kunstakademie Münster (Brigitte Baldauf, Rainer Bauer, Jürgen Kottsieper, Martina Meyer-Heil, Klaus Möllers, Thomas Prautsch und Sabine Swoboda ) haben sich zu gemeinsamen Ausstellungen zusammengefunden. Inzwischen von Aachen bis ins Münsterland lebend, verbindet ihre ganz unterschiedlichen Positionen ein gemeinsamer Geist: kraftvolle Malerei, die die Welt hereinlässt und malerisch ganz eigene Bildwelten entwickelt.
Nach dem Duisburger Kunstverein 2024 und dem Hawerkamp Münster 2025 ist die Burg Dringenberg 2026 mit der Ausstellung „Resonanzen“ der dritte Spielort dieser Gruppe. Das Aufeinandertreffen ihrer Positionen erzeugt hier ebenso Resonanz wie die Begegnung mit einem besonderen historischen Raum, dem Dringenberger Rittersaal.
Klaus Möllers‘ vieldeutig aus Realitätssplittern, Farbfeldern und Linienschwüngen zusammengesetzte Bilder scheinen starkfarbige Traumsequenzen rätselhaft zu überblenden.
Brigitte Baldauf dagegen richtet ihren Blick in die Welt der feinen Details, wie Fotos sie vermitteln, aber gerade die vermeintliche Nähe verfremdet bis zur Unkenntlichkeit. Zurück bleiben wir mit Malerei.
Thomas Prautsch malt scheinbar abstrakt. Direkt vor einem seiner Bilder stehend mischt sich vielleicht leuchtendes Gelb mit Weiß und Schwarz. Erst zurücktretend entsteht das Bild lodernder Feuersbrunst oder endlose Stadtlandschaft.
Auch für Rainer Bauer ist Landschaft wichtiges Thema. Die unmittelbare Anschauung wird im Malakt in einen Erlebnisraum, geheimnisvoll und von Gefühlen getragen, überführt.
Martina Meyer-Heil entwickelt aus freien malerischen Formen im Wechselspiel mit mythologischen Themen meist großformatige Bilder.
Sabine Swoboda liebt das Experiment. Zwischen Malerei und Installation ist sie ständig auf der Suche nach Überraschungen – in der Natur und auf Reisen in Länder im Umbruch.
Jürgen Kottsieper hat die Malerei zur Linie zurückgeführt. In großformatigen Bleistiftzeichnungen auf Rollenpapier nimmt der Bleistiftstrich in Entschiedenheit und Präzision beobachtete Richtungen auf.
Der Kunst-und Kulturverein ARTD Driburg freut sich, am Sonntag, 13. September, um 11.30 Uhr zur Eröffnung in den Rittersaal einladen zu können. Geöffnet ist die Ausstellung dann bis zum 31. Oktober freitags von 14 bis 17 Uhr sowie sonn-und feiertags von 11-17.30 Uhr.
Die Ausstellung im Historischen Rathaus („Transparenz und Verdichtung“) eröffnet am 13.09. um 12.30 Uhr und ist ebenfalls bis zum 31. Oktober zu sehen. Öffnung hier samstags von 14-17 Uhr und sonntags und feiertags von 14-17.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Info auch über (artdriburg.com).