Nach der Warburger Oktoberwoche zieht die Polizei eine insgesamt positive Bilanz. Die Zahl der Einsätze ist im Vergleich zu den Vorjahren gesunken. Zudem sprachen die Polizeibeamten Platzverweise und Oktoberwochenverbote aus, die für den Rest der Veranstaltung galten.
Am einsatzreichsten war das erste Wochenende. Auf diesen Zeitraum entfiel fast die Hälfte aller polizeilichen Einsätze. Neben neun angezeigten einfachen Körperverletzungsdelikten kam es auch zu einer gefährlichen Körperverletzung. Dabei besteht der Verdacht, dass einer 16-jährigen Besucherin K.-o.-Tropfen in ein Getränk gemischt wurden. Die Ermittler sicherten Spuren und leiteten weitere Ermittlungen ein. Ein Besucher verhielt sich aggressiv gegenüber anderen Gästen und sorgte dadurch für mehrere Polizeieinsätze. Nachdem er einem Platzverweis nicht nachgekommen war, nahmen ihn die Einsatzkräfte in Gewahrsam. Dabei leistete er erheblichen Widerstand, griff einen Beamten tätlich an und verletzte ihn leicht. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft entnahm ein Arzt eine Blutprobe.
Die Zahl der angezeigten einfachen Körperverletzungsdelikte ist im Vergleich zum Vorjahr zwar gestiegen, bewegt sich jedoch auf einem für die Oktoberwoche üblichen Niveau der Vorjahre. Zudem nahm die Polizei zwei Strafanzeigen wegen sexueller Belästigung auf. In einem Fall konnten die Einsatzkräfte einen Tatverdächtigen vor Ort ermitteln.
Insgesamt verzeichnete die Polizei 52 Einsätze, darunter allein 20 im Zusammenhang mit Fundsachen. Der Polizeiführer und Leiter der Polizeiwache Warburg, PHK Mario Rose, lobt ausdrücklich die sehr gute Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Sicherheitsdiensten. Aus polizeilicher Sicht verlief die Warburger Oktoberwoche insgesamt ruhig. „Das mag mit Sicherheit auch damit zu tun haben, dass bereits am ersten Wochenende konsequent Platzverweise und weitere Oktoberwochenverbote für den Rest der Woche ausgesprochen wurden”, so Rose.