„Stillstand ist Rückschritt – deswegen freuen wir uns, dass es im Sportpark Liebigstraße Stück für Stück vorangeht.“ Wolfgang Jacob vom Kreissportbund Holzminden sieht alle Beteiligten auf dem richtigen Weg, das machte er beim jährlichen Treffen im Rahmen der Vereinbarung zur Sportförderung zwischen der Stadt Holzminden und dem Kreissportbund Holzminden deutlich. Dabei kommen alle Nutzer der Sportanlage zusammen, wie zum Beispiel Campe-Gymnasium, Astrid-Lindgren-Schule, Bundeswehr und Vereine, um die aktuellen Themen gemeinsam mit den Vertretern der Stadt Holzminden aus den Fachbereichen Jugend, Familie, Bildung und Sport sowie Grundstücks und Gebäudemanagement zu besprechen.
KSB-Koordinator Wolfgang Jacob konnte im Besprechungsraum der Stiebel-Eltron Halle Vertreter der Stadt sowie vom MTV 49 Holzminden, RunArtist und dem SV 06 Holzminden begrüßen. Er hob die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem KSB in Bezug auf den Sportpark hervor. „Wir treffen uns alle zwei Wochen mit Marie Habermann (Fachbereich Jugend, Familie, Bildung und Sport), Jan Möller (Fachbereich Grundstücks- und Gebäudemanagement) und Jens Nolde (Platzwart). Die Aufgaben werden offen und zielorientiert angesprochen und in einer Auftragsliste nachgehalten, die der Kreissportbund führt“, erklärte Jacob.
Auch im abgelaufenen Jahr seien wieder zahlreiche Projekte im Sportpark gemeinsam umgesetzt worden. „Beispielhaft sind hier der Bau der neuen Lagerhalle, der neue Farbanstrich für die Umkleidekabinen sowie die Herausgabe der neuen Benutzungsordnung zu nennen“, so Jacob. Im Anschluss stellte Marie Habermann die geplanten Maßnahmen für das laufende Jahr vor. Dazu gehören unter anderem die Beschaffung neuer Tische und Bänke für den Verkaufsraum sowie die Maßnahmen, die sich aus dem Sicherheitsaudit im Herbst 2025 ergeben. Ferner wird nach dem Besuch des niedersächsischen Leichtathletikverbandes geprüft, inwieweit die Umsetzung einer U 16 Meisterschaft im Holzminden erfolgen könnte.
Ganz im Zeichen der energetischen Sanierung stehen die Projekte des Grundstücks und Gebäudemanagements, die Jan Möller vorstellte. Neben der Sanierung der Duschen wird in diesem Jahr die komplette Elektrik auf die Installation einer PV-Anlage auf einem neuen Dach der Umkleidekabinen ausgerichtet. „Wir werden die Beeinträchtigungen für den Sport so gering wie möglich halten und rechtzeitig informieren,“ betonte der Bauexperte. Um diese Maßnahmen umsetzen zu können, unterstrich er die Bedeutung, vermeidbare Kosten zu reduzieren. „Allein im Jahr 2025 entstanden im Sportpark Kosten in Höhe von mehreren Tausend Euro durch unsachgemäße Nutzung oder Vandalismus – hier sind wir alle gefragt, so etwas zu verhindern.“ Sofern die Stadt Holzminden in das Förderprogramm der Bundesregierung zur Sanierung von Sportstätten aufgenommen werden sollte, käme auch eine Sanierung der Laufbahn in Frage. „Diese Aktie ist allerdings schon mehrfach überzeichnet“, dämpfte Möller den Optimismus.
Die Planungen der Platzwarte sind so terminiert, dass nach Ostern die leichtathletischen Anlagen den Sportlern wieder zur Verfügung stehen. „Wir sind aktuell dabei, die Hochsprungmatten aus dem Winterschlaf zu holen und die Sprunggruben wieder aufzufüllen,“ erklärte Platzwart Jens Nolde. Dann haben die Vereine ihre Wünsche vorgetragen. Hierbei ging es vor allem um das Thema „Planung einer Beachanlage“ für die Bereiche Handball, Volleyball und Fußball im Sportpark. „Durch den geplanten Neubau der Liebigsporthalle fällt die Anlage vor der Stiebel-Eltron Halle weg – doch der Bedarf ist sehr groß“, erklärte MTV 49 Handballabteilungsleiter Daniel Schünemann. Auch die Themen „Abstellplatz für Fußballtore im Stadion“ und ein Vorschlag des SV 06 Holzminden zum möglichen Rauchverbot vor den Kabinen wurden diskutiert.
Abschließend bedankte sich Wolfgang Jacob bei allen Teilnehmern für die offene und sehr konstruktive Diskussion. „Hier wurden Lösungen gesucht und keine Probleme beklagt,“ stellte er fest. Der Jour Flex endete mit dem Hinweis des Kreissportbundes auf die bevorstehende Wahl der Sportler und Sportlerinnen des Jahres: „Die jeweiligen Kandidaten sollten baldmöglichst gemeldet werden. Ihr müsst nicht bis zum Ende der Bewerbungsfrist warten“, lautete das Schlusswort.