Das Fest wird trotz oder wegen der Änderungen am Festplatz und im Festzelt gut angenommen, das war kurz vor dem offiziellen Start am Samstagnachmittag bereits deutlich zu erkennen: Zum Auftakt der 77. Warburger Oktoberwoche strömten die Besucher in Scharen auf den Festplatz. Das traumhafte Wetter am ersten Wochenende trug sicherlich seinen Teil dazu bei. Bei der offiziellen Eröffnung am Samstag war das Festzelt bis auf den letzten Platz gefüllt und erwartungsvolles Stimmengewirr lag in der Luft.
Bürgermeister Tobias Scherf begrüßte die Gäste mit den Worten: „Der Festplatz ist gefüllt, das Festzelt ist voll – und Warburg ist bereit.“ Zehn Tage lang werde man gemeinsam feiern, auch oder gerade in schwierigen Zeiten. Es brauche „Orte, an denen Menschen zusammenkommen, statt auseinanderzurücken“. Sein Dank galt Schaustellern, Vereinen und Ehrenamtlichen sowie dem Organisationsteam um Melanie Glade und Kristina Imhoff, das den „Kraftakt“ gesteuert habe.
Auch Schirmherrin Anna Katharina Bölling, Regierungspräsidentin des Regierungsbezirks Detmold, richtete einige Worte an die Gäste. In Ostwestfalen sei man auf Feiern bestens vorbereitet und müsse sie nicht lange ankündigen: „Wir machen das einfach“, laute das Motto der Region. Seit den Anfängen der Oktoberwoche im Jahr 1950 habe sich zwar einiges verändert, doch die Menschen kämen immer wieder gern zusammen, was heute wichtiger denn je sei. Es gehe darum, Menschen zu treffen, Musik zu hören und vor allem viel zu lachen. Bölling bezeichnete ihren Regierungsbezirk als den schönsten in Nordrhein-Westfalen, in Ostwestfalen brauche man sich nicht vor den Hochburgen des Landes zu verstecken. Auch Bölling dankte allen Aktiven in Organisation und Vorbereitung, sowie den Hilfsorganisationen und der Polizei.
Erstmals verantwortlich für die Festbewirtung ist Familie Köster. Festwirt Markus Köster konnte schon am Samstag zufrieden eine erste Bilanz ziehen: Die Änderungen am Festgelände und vor allem im Festzelt kämen gut an. Die Menschen hätten „Bock zu feiern“.
Dann folgte der Moment, auf den alle gewartet hatten: Der traditionelle Fassbieranstich. Er verlief fast ohne Zwischenfälle. Allerdings brauchte die Regierungspräsidentin einen zweiten Versuch, bis der Zapfhahn korrekt im Fass saß und der Warburger Urtyp in die bereitstehenden Gläser floss. Beim ersten Anlauf bekamen einige umstehende Pressevertreter eine kleine Bierdusche ab. Das Publikum quittierte dieses Missgeschick mit Applaus und Gelächter.