Am Montag, 9. November 2026, lädt die Erd-Charta-Ideenwerkstatt Warburg von 18 bis 19 Uhr zu einem öffentlichen Gedenken am jüdischen Friedhof ein. Die abendliche Gedenkveranstaltung richtet sich besonders an Menschen, die am Vormittag arbeiten und nicht an der schulischen Veranstaltung (11Uhr am jüdischen Friedhof) teilnehmen können. Alle Interessierten sind eingeladen, weiße Kerzen oder Blumen mitzubringen. Mit Worten und Gedichten wird der Menschen gedacht, die während der Novemberpogrome 1938 verfolgt, misshandelt und durch die Zerstörungen ihrer Lebensgrundlagen beraubt wurden.
„Gerade heute, wo wir mit Schrecken einen anwachsenden Antisemitismus in unterschiedlichen politischen Milieus feststellen, müssen wir unser Erinnern aktualisieren“, formuliert Valeria Geritzen (Erd-Charta-Initiative). Antisemitismus zeige sich, wenn Jüdinnen und Juden kollektiv für die Politik Israels verantwortlich gemacht werden oder in diesem Zuge antisemitische Gewalt gerechtfertigt werde. „Kritik an der Politik Israels ist legitim, sie darf jedoch nicht in Hass auf Jüdinnen und Juden umschlagen“. „Wir akzeptieren den neuen Antisemitismus nicht – gleich, aus welchem politischen Milieu er kommt. Und wir akzeptieren nicht, dass das Gedenken an die Shoah instrumentalisiert oder relativiert wird. Erinnerung muss den Opfern gerecht werden und uns dazu verpflichten, jüdisches Leben heute zu schützen“, sagt Valeria Geritzen. Herzliche Einladung, gemeinsam zu Erinnern und ein Zeichnen gegen Antisemitismus zu setzen.