23-Jähriger bei Jagd verstorben | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 12.01.2026 09:09, aktualisiert am 14.01.2026 16:02

23-Jähriger bei Jagd verstorben

Am Abend des 9. Januar befand sich eine vierköpfige Personengruppe im Alter zwischen 22 und 24 Jahren zur Jagd in einem unwegsamen Waldgebiet zwischen den Warburger Ortsteilen Nörde und Rimbeck. Der mutmaßliche 22-jährige Schütze befand sich mit zwei Begleitern auf einem Hochsitz und schoss nach den bisherigen Erkenntnissen auf den 23-Jährigen, der sich auf einem anderen, nahe gelegenen Hochsitz befand. Der mutmaßliche Schütze stammt aus Hannover, der tödlich getroffene Jäger aus dem Stadtgebiet von Paderborn.

Die anwesenden Personen und die gegen 20.30 Uhr alarmierten Rettungskräfte konnten dem lebensgefährlich Verletzten trotz umgehender Reanimationsversuche nicht mehr helfen, sodass er noch vor Ort verstarb.

Die Kriminalpolizei Höxter hat im Auftrag der Staatsanwaltschaft Paderborn noch in der Nacht die Ermittlungen aufgenommen. Die näheren Umstände der Schussabgabe sind nun Teil der laufenden Ermittlungen. Ermittelt wird wegen fahrlässiger Tötung gemäß § 222 des Strafgesetzbuches. Nach bisherigen Erkenntnissen gehen die Ermittler von einem tragischen Jagdunfall aus.

Am Dienstag, 13. Januar, ist auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft Paderborn die Obduktion des Opfers durchgeführt worden. Das Obduktionsergebnis der Rechtsmedizin Münster bestätigt die ursprüngliche Annahme, dass der 23-Jährige von einem Projektil im rechten Schulterbereich getroffen wurde. Die Verletzung war todesursächlich.

Die weiteren Ermittlungen zu den näheren Umständen der Schussabgabe dauern nach wie vor an. In diesem Zusammenhang wird überprüft, wie es zu dem tödlichen Schuss kommen konnte, ob ein Nachtsichtgerät eingesetzt wurde und wo genau sich die Beteiligten zum Zeitpunkt der Schussabgabe aufgehalten haben. Zu diesem Zweck soll die sichergestellte Jagdausrüstung technisch untersucht und der Schusswinkel rekonstruiert werden.

Außerdem waren die Ermittler im Laufe des Dienstags ein weiteres Mal vor Ort, um zusätzliche Erkenntnisse im Umfeld des Tatortes zu erhalten. Geprüft wurden unter anderem die Sichtverhältnisse und der Abstand der Hochsitze, der nach derzeitigen Erkenntnissen über 100 Meter betragen hat. Ob sich die Beteiligten zum Zeitpunkt der Schussabgabe aber überhaupt in ihren jeweiligen Hochsitzen aufgehalten haben, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

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