Das Gymnasium Marianum beschäftigt sich im Rahmen seines Informatikunterrichts auch mit dem aktuellen Thema „3D-Druck“ und seinen Möglichkeiten. So traf es sich gut, als das Angebot der Begabungsförderung OWL systematisch in die Schülerschaft vermittelt wurde, dass Interessierte angesprochen werden konnten, die sich auch in dieser Thematik extern weiterbilden lassen mochten.
Die Achtklässlerin Antonia Rogge vom Gymnasium Marianum nahm das Angebot begeistert an und besuchte kürzlich einen zweitägigen Workshop zu 3D-Druck und Lasertechnik in Verl. Dabei konnte sie auf Erfahrungen zurückgreifen, die sie bereits an den 3D-Druckern ihrer Schule gesammelt hatte, und ihr Wissen gezielt vertiefen.
Die Begabungsförderung OWL richtet sich an besonders begabte Schülerinnen und Schüler in Ostwestfalen-Lippe und bietet Workshops, Projekte sowie Vernetzungsmöglichkeiten an. Ziel ist es, insbesondere technische und MINT-Kompetenzen zu stärken und individuelle Interessen gezielt zu fördern.
„Im Workshop haben wir mit CAD-Software gearbeitet, Modelle mit Slicing-Programmen bearbeitet und den sicheren Umgang mit dem Lasercutter gelernt. Außerdem haben wir uns intensiv mit verschiedenen Materialien und der Umsetzung eigener Entwürfe beschäftigt“, berichtet Antonia begeistert.
Seit rund einem Jahr verfügt das Gymnasium Marianum über mehrere 3D-Drucker. Antonia gehörte zu den ersten Schülerinnen und Schülern, die beim Aufbau der Geräte unterstützten und erste praktische Erfahrungen sammelten. Die Arbeit mit dem 3D-Druck bietet vielfältige Möglichkeiten: Das Konstruieren eigener Modelle schult das räumliche Vorstellungsvermögen und fördert kreatives Denken. Zudem werden durch die Auseinandersetzung mit dem sogenannten G-Code, einer Programmiersprache zur Steuerung von CNC-Maschinen und 3D-Druckern, grundlegende Programmierkenntnisse vermittelt.
Auch seitens der Schule wurde das Engagement positiv bewertet. „Die Arbeit mit den 3D-Druckern ermöglicht es unseren Schülerinnen und Schülern, technische Grundlagen praktisch kennenzulernen. Für Schülerinnen und Schüler ist es wichtig, ihr Wissen auch außerhalb der Schule anwenden und erweitern zu können“, betont Lehrer Robin Cordes, der am Marianum für die 3D-Drucker verantwortlich ist.
Die gewonnenen Kenntnisse sollen nun in der Schule weiterwirken: Antonia plant, ihre Erfahrungen am Marianum einzubringen und Mitschülerinnen und Mitschüler für den 3D-Druck zu begeistern. Perspektivisch sollen die technischen Möglichkeiten verstärkt im Unterricht und in projektorientierten Lernformaten genutzt werden.