Eines der größten Projekte der Stadtgeschichte | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 15.01.2026 14:38

Eines der größten Projekte der Stadtgeschichte

Das Neue Waldbad feiert Richtfest: Bürgermeister Tobias Scherf (vorne links) und Stadtwerke-Geschäftsführer Leander Sasse, die Mitglieder des Rates und die Bauverantwortlichen freuen sich über diesen wichtigen Meilenstein. (Foto: Stadt Warburg)
Das Neue Waldbad feiert Richtfest: Bürgermeister Tobias Scherf (vorne links) und Stadtwerke-Geschäftsführer Leander Sasse, die Mitglieder des Rates und die Bauverantwortlichen freuen sich über diesen wichtigen Meilenstein. (Foto: Stadt Warburg)
Das Neue Waldbad feiert Richtfest: Bürgermeister Tobias Scherf (vorne links) und Stadtwerke-Geschäftsführer Leander Sasse, die Mitglieder des Rates und die Bauverantwortlichen freuen sich über diesen wichtigen Meilenstein. (Foto: Stadt Warburg)
Das Neue Waldbad feiert Richtfest: Bürgermeister Tobias Scherf (vorne links) und Stadtwerke-Geschäftsführer Leander Sasse, die Mitglieder des Rates und die Bauverantwortlichen freuen sich über diesen wichtigen Meilenstein. (Foto: Stadt Warburg)
Das Neue Waldbad feiert Richtfest: Bürgermeister Tobias Scherf (vorne links) und Stadtwerke-Geschäftsführer Leander Sasse, die Mitglieder des Rates und die Bauverantwortlichen freuen sich über diesen wichtigen Meilenstein. (Foto: Stadt Warburg)

Mit dem Richtfest des Neuen Waldbads am 14. Januar 2026 erreicht eines der bedeutendsten Bauvorhaben der Hansestadt Warburg einen weiteren zentralen Meilenstein. Das Projekt steht für Zukunftsfähigkeit und den Anspruch der Stadt, eine nachhaltige Infrastruktur für kommende Generationen zu schaffen.

„Mit dem Neuen Waldbad realisiert Warburg die größte Investition seiner Stadtgeschichte – ein Projekt von außergewöhnlicher Dimension. Umso mehr freut es uns, dass die Bauarbeiten am Neuen Waldbad planmäßig verlaufen“, freut sich Bürgermeister Tobias Scherf über die aktuelle Bilanz. „Gemeinsam mit allen Beteiligten wollen wir das Projekt weiter zügig umsetzen, damit die Eröffnung planmäßig im kommenden Sommer 2027 stattfinden kann“, so der Bürgermeister.

Seit 15 Monaten wird gebaut

Seit rund 15 Monaten wird auf der Baustelle mit hoher Intensität gearbeitet. Im Oktober 2024 begann die Firma Knepper mit dem Rückbau des alten Bades, der Ende Januar 2025 abgeschlossen wurde. Bereits Mitte Januar 2025 startete das Unternehmen Hartmann Bau mit den Rohbauarbeiten und dem Aushub. Aktuell entsteht die Unterkonstruktion für das neue Edelstahlbecken des Freibads.

Parallel dazu nahm Ende Januar 2025 Zeller Bäderbau die Arbeiten an den Kurs- und Sportbecken im Hallenbad auf. Derzeit montiert Holzbau Krogmann die Dachbinder, während das Fassadengerüst durch das Unternehmen TOKS gestellt wird. In den kommenden Monaten folgen die Dachkonstruktion sowie die Aluminium-Glas-Fassade. Ab Februar 2026 beginnt schließlich die technische Gebäudeausstattung mit den Gewerken Sanitär, Lüftung, Heizung und Bädertechnik.

Die Dimension des Projekts wird auch in Zahlen deutlich: Rund 2.000 Kubikmeter Beton und etwa 345 Tonnen Baustahl werden insgesamt verbaut.

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz als Leitmotiv

Stadtwerke-Geschäftsführer Leander Sasse betont, dass das Neue Waldbad konsequent unter nachhaltigen und klimafreundlichen Gesichtspunkten realisiert wird. Der gezielte Einsatz erneuerbarer Energien, langlebiger Materialien und moderner Technik trage dazu bei, Ressourcen zu schonen und nationale wie europäische Klimaschutzziele zu unterstützen.

Projektleiter Albrecht Schaeffer ergänzt, dass das Hallenbad in der Effizienzgebäudestufe 40 errichtet wird. Der Energiebedarf liegt damit rund 60 Prozent unter dem eines Referenzgebäudes.

Ermöglicht wird dies unter anderem durch den Einsatz von Luftwärmepumpen, moderner Lüftungs- und Beckenwassertechnik sowie effektiver Wärmedämmung.

Auch bei der Materialwahl wird großer Wert auf Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit gelegt. Die Schwimmbecken werden aus Edelstahl gefertigt, der besonders langlebig ist, deutlich weniger CO₂ verursacht als herkömmliche geflieste Betonbecken und am Ende seiner Nutzungsdauer zu 100 Prozent recycelbar ist. Zudem werden rund 30 Prozent des verbauten Betons als Recyclingbeton eingesetzt.

Ressourcenschutz konsequent mitgedacht

Ein verantwortungsvoller Umgang mit natürlichen Ressourcen prägt das gesamte Projekt. Rund 4.000 Kubikmeter Bodenaushub wurden zwischengelagert und werden später wieder auf dem Gelände verwendet. Eine etwa 64 Kubikmeter große Zisterne sammelt Regenwasser von den Dachflächen, um über die Bewässerung der Liegewiesen die natürliche Versickerung zu fördern. Dazu trägt auch die bewusste Reduzierung versiegelter Flächen im Freibadbereich bei. Dachbegrünungen verbessern zusätzlich das Mikroklima und die Regenwasserrückhaltung.

Für eine angenehme Akustik sorgen Wand- und Deckenverkleidungen aus heimischem Nadelholz, die insbesondere in der Schwimmhalle den Nachhall deutlich reduzieren und den Wohlfühlfaktor erhöhen.

Größte Investition – getragen von starker Förderung

Mit einem Gesamtvolumen von rund 27,6 Millionen Euro ist das Neue Waldbad die größte Investitionsmaßnahme in der Stadtgeschichte. Ein Großteil der Kosten wird durch Fördermittel gedeckt, die eine Rekordförderung für die Hansestadt Warburg darstellen.

Über 10 Mio. € Euro stammen aus einer Zuwendung des Landes Nordrhein-Westfalen aus dem EFRE/JTF-Programm NRW, weitere 6 Mio. € aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ (SJK 2022).

Bürgermeister Tobias Scherf unterstreicht die Bedeutung des Projekts: „Das Neue Waldbad ist ein Bad für Jung und Alt, für Groß und Klein, für die Dörfer und die Kernstadt. Viele von auswärts schauen auf das, was wir hier in Warburg leisten.“, so der Bürgermeister. Beim Neuem Waldbad handele es sich um einen zentralen Baustein für Lebensqualität, Gesundheitsvorsorge und Bildung in unserer Stadt. „Unser Versprechen, dass in Warburg Kinder und Jugendliche ganzjährig schwimmen lernen können steht dabei weiter im Fokus“, so der Bürgermeister.

Gemeinsame Arbeit führt zum Erfolg

„Mit dem Richtfest unseres neuen Waldbades wird sichtbar, wie aus jahrelanger gemeinsamer zielgerichteter Planung Schritt für Schritt das neue Bad Realität wird. Es entsteht ein besonderes Areal für unsere Stadt. Für die Stadtwerke ist das Neue Waldbad ein außergewöhnliches Projekt, das wir mit hoher Verantwortung, technischem Anspruch und einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit umsetzen“, fasst Stadtwerke-Geschäftsführer Leander Sasse zusammen.

Ein Richtfest markiere aber nicht nur das Ende der Rohbauphase, es würdige vor allem auch die Arbeit der Handwerker. „Unser besonderer Dank gilt allen, die hier mit Herzblut und Fachkenntnis gearbeitet haben – den Handwerkerinnen und Handwerkern, den Planern, Architekten und natürlich unserem Projektteam, das all dies koordiniert. Ohne Ihr Engagement, Ihre Präzision und Ihre Geduld wären wir heute nicht hier“, betont Leander Sasse.

Das Richtfest setzt einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zu einem modernen Bad, das ein fester Treffpunkt für alle Warburgerinnen und Warburger werden soll. Trotz hoher technischer, finanzieller und organisatorischer Anforderungen liegt dieses Mammutprojekt voll im Plan. Stadt und Stadtwerke blicken mit Stolz und Zuversicht auf die kommenden Bauphasen – mit dem festen Ziel, das Neue Waldbad im Sommer 2027 als modernen, nachhaltigen Ort der Begegnung für alle Generationen zu eröffnen.

north