Wenn eine Frau mit ihren Kindern in einer Nacht-und-Nebel-Aktion ihr Zuhause verlässt, trägt sie oft nicht mehr als eine Tasche und eine große Last: Angst, Erschöpfung und doch Hoffnung. Hoffnung auf Schutz, auf einen Neuanfang. Für viele dieser Frauen ist das Frauenhaus die letzte Zuflucht. Doch diese wichtige Aufgabe braucht Unterstützung. Der Landkreis Holzminden ruft deshalb engagierte Menschen dazu auf, sich an der Gründung eines Fördervereins zu beteiligen.
Weil das Frauenhaus nicht alle Aufgaben allein bewältigen kann, hofft die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Holzminden, Carina Stegemann, darauf, dass ein solcher Förderverein betroffenen Frauen mehr materielle, finanzielle und ideelle Hilfe bieten könne. „Ein Förderverein ist ein starkes Rückgrat“, ist sich Stegemann sicher. „Er macht sichtbar, dass die Gesellschaft hinschaut. Dass wir Gewalt gegen Frauen nicht hinnehmen. Dass wir solidarisch sind. Er hilft, finanzielle Lücken zu schließen, Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben, Netzwerke zu stärken und die Stimme derer zu sein, die oft überhört werden.“
Wer Interesse hat, sich an einer Gründung eines solchen Fördervereins aktiv zu beteiligen und eine Position im Verein einzunehmen, kann sich bis zum 28.Oktober 2026 im Gleichstellungsbüro des Landkreises melden. Der Aufruf könne auch gerne an weitere Interessierte weitergeleitet werden. Eine Informationsveranstaltung soll Anfang November 2026 stattfinden, Einladungen folgen.
Carina Stegemann ist erreichbar unter gleichstellungsbuero@landkreis-holzminden.de sowie Tel. 05531/707 311.