Mehr als vier Millionen Euro in moderne Infrastruktur für Sport, Betreuung und Dorfgemeinschaft investiert | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 07.10.2026 14:29

Mehr als vier Millionen Euro in moderne Infrastruktur für Sport, Betreuung und Dorfgemeinschaft investiert

Sport- und Gemeindezentrum Derental wiedereröffnet. (Foto: privat)
Sport- und Gemeindezentrum Derental wiedereröffnet. (Foto: privat)
Sport- und Gemeindezentrum Derental wiedereröffnet. (Foto: privat)
Sport- und Gemeindezentrum Derental wiedereröffnet. (Foto: privat)
Sport- und Gemeindezentrum Derental wiedereröffnet. (Foto: privat)

Nach mehr als zwei Jahren Bauzeit ist es geschafft: Das umfassend sanierte Sport- und Gemeindezentrum in Derental wurde am 2. Oktober offiziell wieder seiner Bestimmung übergeben. Mit einer symbolischen Schlüsselübergabe wurde das Gebäude im Beisein zahlreicher Gäste aus Politik, Verwaltung, Vereinen, Planung und Dorfgemeinschaft eröffnet.

Mehr als vier Millionen Euro sind in die Modernisierung des Gebäudes geflossen. Damit verfügt Derental nun über eine zeitgemäße Infrastruktur, die auch in Zukunft vielfältige Angebote für Kinder, Jugendliche, Sportlerinnen und Sportler sowie die gesamte Dorfgemeinschaft ermöglicht.

„Mit der Sanierung schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass das Sport- und Gemeindezentrum langfristig ein wichtiger Treffpunkt für die Menschen in Derental bleibt“, betonte Samtgemeindebürgermeister Philip Becker bei der Einweihung.

Umfangreiche Sanierung

Die Modernisierung umfasste nahezu alle wesentlichen Bereiche des Gebäudes. Erneuert wurden unter anderem die Heizungsanlage, die Elektroinstallation sowie die Frisch- und Abwasserleitungen. Auch die Fassade und die Außenanlagen wurden überarbeitet. Ergänzend wurden energetische Maßnahmen umgesetzt, Verbesserungen beim Brandschutz vorgenommen und eine Photovoltaikanlage installiert.

Auch für einen möglichen länger andauernden Stromausfall wurde vorgesorgt. Das Sport- und Gemeindezentrum verfügt über einen Anschluss für eine externe Stromversorgung, sodass im Bedarfsfall wesentliche Bereiche des Gebäudes mit einem Notstromaggregat versorgt werden können.

Das Gebäude beherbergt unter anderem die Kindertagesstätte, eine kleine Turnhalle, Umkleide- und Sanitärbereiche für den Fußballsport, weitere Sportangebote, einen Jugendraum sowie die Schießanlage des Schützenvereins. Damit bleibt das Zentrum ein wichtiger Anlaufpunkt für unterschiedliche Generationen und Aktivitäten im Ort.

Unvorhergesehene Herausforderungen

Der Weg zur Fertigstellung war allerdings anspruchsvoller als zunächst erwartet. Während der Sanierungsarbeiten wurden unter anderem Asbestfunde festgestellt. Zudem wichen die tatsächlichen Stärken der vorhandenen Decken deutlich von den Angaben in den alten Bauunterlagen ab. Einige Decken mussten deshalb zusätzlich abgestützt werden.

Diese unerwarteten Befunde führten zu zusätzlichen Arbeiten und wirkten sich auf den ursprünglich vorgesehenen Zeitplan aus. Ursprünglich sollte die Maßnahme Ende 2025 abgeschlossen sein.

Samtgemeindebürgermeister Philip Becker würdigte deshalb ausdrücklich die Zusammenarbeit aller Beteiligten. Gerade bei einem Bauprojekt dieser Größenordnung sei es entscheidend gewesen, dass Verwaltung, Planer und ausführende Handwerksbetriebe eng und lösungsorientiert zusammengearbeitet hätten.

Starke Unterstützung durch Bund und Land

Die Finanzierung des Projekts wurde durch erhebliche Fördermittel ermöglicht. Erste Fördermittel waren bereits 2017 beantragt worden. Im Jahr 2022 folgte die Bewilligung einer Bundesförderung in Höhe von 2,205 Millionen Euro.

Darüber hinaus flossen 100.000 Euro aus dem LEADER-Programm sowie 500.000 Euro aus einer Kofinanzierung des Landes Niedersachsen in das Projekt. Für die energetische Sanierung stellte das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) weitere 500.000 Euro zur Verfügung. Der Landkreis Holzminden beteiligte sich mit 35.000 Euro an der Sanierung des Kindergartenbereichs.

Bei der Einweihung dankte Becker den Fördermittelgebern für ihre Unterstützung und hob die Bedeutung der Investition für die örtliche Infrastruktur hervor.

Lehrschwimmbecken bleibt geschlossen

Im Zuge der Planungen musste der Samtgemeinderat auch über den künftigen Umgang mit dem Lehrschwimmbecken entscheiden. Angesichts stark gestiegener Baupreise und der zu erwartenden laufenden Betriebskosten wurde einstimmig beschlossen, das Becken nicht wieder in Betrieb zu nehmen.

Allein die jährlichen Betriebskosten waren seinerzeit auf rund 180.000 Euro ohne Personalkosten geschätzt worden. Für den Schwimmunterricht der Grundschulen werden stattdessen Angebote in benachbarten Kommunen genutzt. Die Bundesförderung in Höhe von 2,205 Millionen Euro konnte trotz dieser Änderung erhalten bleiben.

Ein Zentrum für die Dorfgemeinschaft

Bei der offiziellen Einweihung sorgten die Kinder der Kita „Löwenmäulchen“ mit einem Lied für einen besonderen Moment. Anschließend hatten die Einwohnerinnen und Einwohner beim Tag der offenen Tür Gelegenheit, die sanierten Räumlichkeiten selbst zu besichtigen.

Für die Samtgemeinde ist die Fertigstellung ein wichtiger Meilenstein. Das modernisierte Sport- und Gemeindezentrum steht nun wieder für Kinderbetreuung, Sport, Vereinsarbeit und Begegnungen zur Verfügung.

„Nach der langen Bauphase ist die Freude über die Fertigstellung entsprechend groß. Mit dem sanierten Sport- und Gemeindezentrum haben wir in Derental eine wichtige Grundlage für das gemeinschaftliche Leben der kommenden Jahre geschaffen“, so Samtgemeindebürgermeister Philip Becker.

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