Pflanzen erfolgreich vermehren | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 12.03.2026 11:33

Pflanzen erfolgreich vermehren

Bei der Aussaat unterscheidet man zwischen Kalt- und Lichtkeimern. (Foto:  Barbara Siebrecht)
Bei der Aussaat unterscheidet man zwischen Kalt- und Lichtkeimern. (Foto: Barbara Siebrecht)
Bei der Aussaat unterscheidet man zwischen Kalt- und Lichtkeimern. (Foto: Barbara Siebrecht)
Bei der Aussaat unterscheidet man zwischen Kalt- und Lichtkeimern. (Foto: Barbara Siebrecht)
Bei der Aussaat unterscheidet man zwischen Kalt- und Lichtkeimern. (Foto: Barbara Siebrecht)

Die schöne Staude aus Nachbars Garten oder die Omas tolle Rose: Wie man Pflanzen ganz einfach selbst vermehrt, lernen Interessierte in einem Workshop im Archäologiepark Höxter.

Am 11. April erklärt Gärtnerin und Gartenplanerin Barbara Siebrecht, wie das funktioniert und wie man durch Selbermachen viel Geld sparen kann In dem praxisnahen Kurs erfahren die Teilnehmenden, wie sich Gehölze und Stauden aus dem eigenen Garten vermehren lassen. Es gibt verschiedene Techniken – ob durch Aussaat, Stecklinge, Kindel, Risslinge, Teilung, Wurzelschnittlinge oder Abmoosen. Sie lernen Schritt für Schritt, wie Ableger und Aussaaten fachgerecht hergestellt werden, welche Erde sich am besten eignet und worauf es bei der Pflege junger Pflanzen ankommt. Im praktischen Teil probieren die Kursteilnehmer die verschiedenen Methoden direkt aus.

„Samen oder Strecklinge sollte zu Beginn immer in nährstoffarme Ansaaterde kommen, damit neue Wurzeln nicht austrocknen durch Nährsalze im Boden und rasch Suchwurzeln entstehen“, so ein wichtiger Tipp der Gartenexpertin. Erst später müssen die Jungpflanzen dann gedüngt werden. Sie erklärt natürlich warum man bei der Aussaat Licht- und Kaltkeimern unterscheiden muss. Letztere benötigen zum Keinem niedrige Temperaturen. „Bei Kaltkeimern wie Pfingstrosen oder Lavendel kann man die Samen in feuchter Anzuchterde in einem Marmeladenglas den Winter über in den Kühlschrank beziehungsweise ins Gefrierfach geben.“

Stecklinge können aus verschiedenen Pflanzenteilen geschnitten werden und man kann einfach und schnell sehr viele Jungpflanzen zum Beispiel als Bodendecker erzeugen. „Man sollte fast alle Blätter und Blüten am Steckling entfernen, um die Verdunstungsfläche zu reduzieren“, sagt Barbara Siebrecht. Der Steckling kommt dann in Erde und unter „gespannte Luft“ – damit ist ein Klarsichtdeckel oder Folie gemeint, auch PET-Flaschen lassen sich dafür prima verwenden.

Es gibt noch mehr Verfahren zur Pflanzenvermehrung. Beim Abmoosen verletzt man die Mutterpflanze vorsichtig an einem Zweig an und umwickelt diese Stelle anschließend mit Moos und Folie. „Das funktioniert zum Beispiel gut bei geliebten Rosen, die man vermehren oder retten möchte“, so die Gartenfachfrau. Absenker sind Nebentriebe, die man bis auf den Bogen biegt und dort Wurzeln schlagen lässt. Auch aus Wurzelstücken, Knollen, Ausläufern und Zwiebeln lassen sich neue Pflanzen gewinnen.

Welches Verfahren für welche Pflanze oder Gehölzart sinnvoll ist, erklärt Barbara Siebrecht im Kurs ausführlich. Sie bringt auch jede Menge Übungsmaterial, Erde und kleine Pflanztöpfe mit. „Das Tolle ist, dass die Teilnehmer dann die selbst gewonnenen Jungpflanzen mit Nachhause nehmen und in ihrem eigenen Garten einpflanzen können.“ Deswegen sollte eine Rosenschere, ein kleines Messer, Gartenhandschuhe und vor allem Transportkisten für die fertigen Pflanzen mitgebracht werden. Der Kurs beginnt um 14 Uhr und dauert circa zwei Stunden (Preis: 31€). Der Kurs kann online über die Homepage des Huxarium Gartenparks gebucht werden.

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