Zur dörflichen Alltagskultur präsentiert das Historische Museum Hellental als regionales LandMuseum für Geschichte, Archäologie und Alltagskultur in seinem Museumsschaufenster in Hellental, Lönsstraße 6, aus salzglasierter Keramik gefertigte Tischtöpfchen des traditionellen Senfhandwerks.
Senf ist mit seinen variantenreichen Geschmacksrichtungen eine aus getrockneten, fein gemahlenen gelben, braunen sowie schwarzen Samenkörnern der Senfpflanze hergestellte scharfe Gewürzpaste.
Mit dem blauen Symbol des Düsseldorfer Ankers und dem Monogramm „ABB” wurde der „aechte Düsseldorfer Mostert” seit dem Jahr 1726 in Düsseldorf aus braunen und gelben Senfkörnern und Branntweinessig hergestellt. Der älteste deutsche Mostert, die scharf-würzige, malzig-bräunliche Senfspezialität verdankt ihren Namen den Initialen des Firmengründers Adam Bernhard Bergrath. Die älteste eingetragene Senfmarke Deutschlands „ABB” der Firma „A.B.Bergrath Sel. Wwe. – Düsseldorfer Urtyp Mostricht” wird 1965 durch Kauf von der Löwensenf GmbH übernommen.
Senf manuell herzustellen, hat auch regional in Einbeck seit dem Jahr 1923 Tradition, wo einst in der Innenstadt die Senffabrik der Familie von Henry Dähnhardt betrieben wurde. Die kleine Senfmanufaktur besteht von 1923 bis 1950. Am 10. April 2010 wird die handwerkliche Senfherstellung in Einbeck wieder aufgegriffen und nach einem Generationswechsel im Januar 2025 nach Dassel verlagert, wo das Sortiment der regionalen Spezialität ökologisch anspruchsvoll produziert und in Gläser und Steinguttöpfchen abgefüllt wird.