Sportvereine sollten die Chancen nutzen | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 11.03.2026 14:06

Sportvereine sollten die Chancen nutzen

Moritz Kremer vom Kreissportbund und Sarah Austermühl von Projekt Begegnung haben die Möglichkeiten zur Einbindung der Sportvereine in die Ganztagsbetreuung an den Grundschulen vorgestellt. (Foto: Kreissportbund Holzminden)
Moritz Kremer vom Kreissportbund und Sarah Austermühl von Projekt Begegnung haben die Möglichkeiten zur Einbindung der Sportvereine in die Ganztagsbetreuung an den Grundschulen vorgestellt. (Foto: Kreissportbund Holzminden)
Moritz Kremer vom Kreissportbund und Sarah Austermühl von Projekt Begegnung haben die Möglichkeiten zur Einbindung der Sportvereine in die Ganztagsbetreuung an den Grundschulen vorgestellt. (Foto: Kreissportbund Holzminden)
Moritz Kremer vom Kreissportbund und Sarah Austermühl von Projekt Begegnung haben die Möglichkeiten zur Einbindung der Sportvereine in die Ganztagsbetreuung an den Grundschulen vorgestellt. (Foto: Kreissportbund Holzminden)
Moritz Kremer vom Kreissportbund und Sarah Austermühl von Projekt Begegnung haben die Möglichkeiten zur Einbindung der Sportvereine in die Ganztagsbetreuung an den Grundschulen vorgestellt. (Foto: Kreissportbund Holzminden)

„Der Gesetzgeber hat entschieden, dass ab dem 1. August alle Grundschüler der ersten Klasse einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung haben. Unsere Vereine sollten die Chance nutzen, den Sport in diesem Rahmen als wichtiges Element zu etablieren“, erläuterte Bernd Wiesendorf, Vorsitzender des Kreissportbundes Holzminden bei einer Informationsveranstaltung in der Stiebel-Eltron-Sporthalle in Holzminden. Eine Kooperation mit Projekt Begegnung biete dafür eine solide Basis, um die Vereine im organisatorischen Bereich enorm zu entlasten.

Der Rechtsanspruch auf die Ganztagsbetreuung gilt zunächst nur für die ersten Klassen an den Grundschulen, soll aber bis 2029 auf alle vier Jahrgänge ausgeweitet werden. „Wir wissen heute noch nicht, wie viele Eltern tatsächlich Gebrauch davon machen, aber wir sollten vorbereitet sein“, erläuterte Robert Hartmann, Geschäftsführer der Projekt Begegnung gGmbH. Er machte deutlich, dass für die Schulkinder Hausaufgabenbetreuung, Förder- und Freizeitangebote, Arbeitsgemeinschaften, Spiel, Sport und kulturelle Angebote zum Tagesprogramm gehören, die in Zusammenarbeit mit externen Partnern organisiert werden. „Zurzeit fehlen von der Landesregierung noch konkrete Vorgaben für die Umsetzung, deswegen sollten wir uns selbst intensiv Gedanken machen und Vorschläge erarbeiten, wie wir diese neuen Herausforderungen bewältigen können.“

Moritz Kremer vom Kreissportbund wies darauf hin, dass der Bund den Ausbau der Ganztagsbetreuung mit erheblichen Finanzhilfen unterstützt, die zur Schaffung der zusätzlichen Plätze beitragen sollen. „Unsere Sportvereine können dabei als Botschafter für den Sport aktiv werden und Arbeitsgemeinschaften leiten, indem sie die Übungsleiter stellen“. Mit Fördermitteln des Landessportbundes kümmert er sich beim KSB um die sogenannte „BeSS-Servicestelle“, die Einrichtung zur kreisweiten Förderung von Bewegungs-, Spiel- und Sportangeboten in Schulen, Kindertagesstätten und Sportvereinen.

Sarah Austermühl, Handlungsfeldleitung Erziehen, Bilden & Betreuen bei Projekt Begegnung, unterstrich noch einmal, dass wegen der Kooperation mit dem KSB auch kleinere Sportvereine mitwirken können. „Unter unserem Motto ‚Wir verbinden, was zusammengehört‘ agieren wir als rahmengebender Partner für die Sportvereine und können so die Sportangebote für die Ganztage im gesamten Landkreis Holzminden koordinieren. Dabei kümmern wir uns auch um das Vertretungsmanagement und die allgemeine Verwaltung.“

Als bei der Diskussion von Seiten kleinerer Vereine Bedenken geäußert wurden, dass womöglich Übungsleiter von ihnen für die Ganztagsbetreuung abgeworben würden, ergriff noch einmal Robert Hartmann das Wort, selbst Vorsitzender des MTV Boffzen: „Als Sportverein kann – und vor allem will – ich nicht Verträge über den Einsatz meiner Übungsleiter mit den Schulen abschließen – dann stehe ich als Verein voll in der Pflicht.“ Das sei auch der Grund für den Vorschlag gewesen, diesen Service von Projekt Begegnung anzubieten. „Mit unserem umfangreichen Netzwerk haben wir ganz andere Möglichkeiten, eine Verlässlichkeit für alle Beteiligten zu gewährleisten“, so Hartmann.

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