Am 25. Februar 2026 fand in der Aula des König-Wilhelm-Gymnasiums die Auftaktveranstaltung zur Erstellung der kommunalen Wärmeplanung für die Höxteraner Bürgerinnen und Bürger statt. Mit über 100 Teilnehmenden war die Veranstaltung zum Thema „Welche Wärme für mein Haus?“ gut besucht.
Bürgermeister Daniel Hartmann eröffnete gemeinsam mit der Moderatorin Petra Schepsmeier von NRW.Energy4Climate die Veranstaltung. Im Mittelpunkt standen zentrale Fragen, zur kommunalen Wärmeplanung: Wie wird die Wärmeversorgung in Höxter künftig aussehen? Sind Fern- oder Nahwärmenetze geplant – und in welchen Bereichen? Wie lange dürfen bestehende Heizungen noch betrieben werden? Und welche Lösungen, etwa Wärmepumpen, eignen sich auch für ältere Bestandsgebäude?
„Der Stadt Höxter ist besonders wichtig, die Bürgerinnen und Bürger von Anfang an in den Prozess zur Erstellung der kommunalen Wärmeplanung einzubeziehen“, betonte Bürgermeister Hartmann. „Umso mehr freut es mich, dass das Interesse an der heutigen Veranstaltung so groß ist“.
So gab die Stadt Höxter zu Beginn gemeinsam mit dem beauftragten Dienstleister, der target GmbH aus Hannover, einen Einblick in den aktuellen Stand zur Erstellung der kommunalen Wärmeplanung in Höxter. Tobias Timm, Geschäftsführer der target GmbH, hob in seinem Vortrag hervor, dass die kommunale Wärmeplanung ein strategisches Planungsinstrument ist und keine unmittelbaren Pflichten für die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger schafft. Aktuell werden die Daten für die Bestands- und Potenzialanalyse erhoben. Ziel ist es den Wärmeplan für die Kernstadt und die Ortschaften bis Ende des Jahres vorzulegen.
Die Höxteraner Bürgerinnen und Bürger sind zudem eingeladen, über eine Ideenkarte (www.ideenkarte.de/hoexter) am Prozess der Erstellung der kommunalen Wärmeplanung teilzuhaben. Über die digitale Anwendung, können konkrete Vorschläge, Erfahrungen und Wünsche mitgeteilt werden. Jede Idee kann einen Beitrag dazu leisten, dass Höxter in Zukunft sicher, umweltfreundlich und kostengünstig mit Wärme versorgt wird. Gemeinsam können Lösungen entwickelt werden, die nicht nur das Klima schützen, sondern auch die Stadt lebenswerter, unabhängiger und zukunftsfähiger machen.
Einen anschaulichen und praxisnahen Einblick in das Thema Wärmepumpe gab Alexander Klein, von der Firma Stiebel Eltron aus Holzminden. Ebenso ging er auf das Thema Kosten und Förderung ein. Derzeit wird der Einbau von Wärmepumpen über die KfW-Bank mit bis zu 70 % bezuschusst.
Sabine Dohmann von der Sparkasse Paderborn-Detmold-Höxter und Stefan Vogt von der VerbundVolksbankOWL stellten gemeinsam Informationen zur Finanzierung energetischer Sanierungsmaßnahmen vor. Sie gingen insbesondere auf die relevanten Programme der KfW-Bank ein, sowie auf digitale Finanzierungstools der regionalen Banken, die eine erste Orientierung bieten. Für eine individuelle Finanzierungsberatung stehen die Expertinnen und Experten der lokalen Kreditinstitute jederzeit persönlich zur Verfügung.
Abschließend wurden von Bianca Westbomke vom Team der mobilen & digitalen Verbraucherzentrale NRW im Kreis Höxter, und Heinz-Jörg Heinemann, Energieberater für die Verbraucherzentrale NRW, die Energieberatungsangebote präsentiert. Die anbieterunabhängige Beratung ist telefonisch (kostenfrei) oder auch vor Ort beim Ratsuchenden zu Hause (bis zu 40,00 € Eigenanteil) möglich. Termine für die telefonische Beratung können über die Stadt Höxter bei Katharina Koßmann vereinbart werden. Für einen Vor-Ort-Termin wenden Sie sich gerne direkt an die Verbraucherzentrale NRW unter 0211 33 996 555.
Beim anschließenden Get-Together nutzten viele Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit zum direkten Austausch mit den Expertinnen und Experten. In lockerer Atmosphäre konnten individuelle Fragen zum Thema Heizungstausch, Fördermöglichkeiten und Finanzierung sowie Beratungsmöglichkeiten gestellt werden.
„Ein großer Dank gilt den Referentinnen und Referenten sowie der Moderatorin Petra Schepsmeier“, sagt Julia Gogrewe, Baudezernentin der Stadt Höxter. „So konnte umfassend zum aktuellen Planungsstand der kommunale Wärmplanung und zu den Mitwirkungsmöglichkeiten sowie zu den relevanten Beratungsangeboten informiert werden.“
Die Stadt Höxter wird den Prozess der kommunalen Wärmeplanung weiterhin transparent begleiten und regelmäßig über neue Entwicklungen in den politischen Gremien, auf der Homepage und über die lokale Presse informieren.
Die Präsentation der Veranstaltung mit allen wesentlichen Informationen steht auf der Homepage der Stadt Höxter zum Download bereit. Bei Fragen können sich die Bürgerinnen und Bürger an Katharina Koßmann, Klimaschutzbeauftragte der Stadt Höxter, unter 05271 963 5106 oder k.kossmann@hoexter.de wenden.