Unterschriftenaktion in Bredenborn voller Erfolg | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 29.08.2025 14:21

Unterschriftenaktion in Bredenborn voller Erfolg

Stiftungsschema (Foto: privat)
Stiftungsschema (Foto: privat)
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Stiftungsschema (Foto: privat)

„Wir sind überwältigt von der positiven Resonanz aus dem Dorf“, fasst es Markus Wellbrink von der Bürgerinitiative Bürgerstiftung in Bredenborn zusammen. „In der Frage ‚Wie die Anwohner der neuen Windräder an den Erlösen beteiligt werden möchten?‘ ist die Antwort eindeutig. Vereine, Bürgerinnen und Bürger aus Bredenborn wählen bereits vor der Wahl den Weg der Bürgerstiftung.“

Auf einem gemeinsamen Termin wurden nun die Unterschriftenlisten und die Unterstützungsbriefe der Vereine von Vertretern der Bürgerinitiative an Bürgermeister Suermann übergeben. Bürgermeister Suermann wurde gebeten die Unterlagen seinem Nachfolger zu übergeben, um diese dem neuen Stadtrat vorzulegen. Unterstützt wird die Idee der Bürgerstiftung vom Sportverein SV 21 Germania Bredenborn, vom Altschützenverein, vom Jungschützenverein, von der Dorfwerkstatt, vom Seniorenclub ‚Alte Liebe‘, von der Frauen-Singgemeinschaft, vom Musikverein Bredenborn, von der Heimatstube Bredenborn, vom Schalke-Fanclub ‚Königsblaue Germanen‘, vom Förderverein Kindergarten Bredenborn und von fast 500 Bürgerinnen und Bürgern aus Bredenborn mit ihrer Unterschrift. „Das bemerkenswerte an den Unterschriften ist dabei, dass die Unterschriftenlisten uns freiwillig gebracht wurden. Wir sind nicht von Haus zu Haus gegangen, um diese zu sammeln – dann wären es doppelt so viele gewesen“, so Wellbrink als Vertreter der Bürgerinitiative. „Meine 90-jährige Tante ist aus freien Stücken zu ihren Nachbarn von Haus zu Haus gegangen, hat Unterschriften gesammelt und uns gebracht, weil sie die Idee so überzeugt. Das sagt doch alles. Danke, Hedwig.“

Der Plan der Bürgerinitiative ist die Gründung einer gemeinnützigen ‚Bürgerstiftung Marienmünster‘ für alle Ortschaften der Stadt. Hierzu wurde im Team ein Gesamtkonzept erarbeitet und mit der Landesgesellschaft NRW.energy4climate abgestimmt. Das Konzept sieht vor die Einwohnerbeteiligung aus den Erlösen der Windkraft in einer Stiftung zu bündeln und die Erträge über einen gerechten Umlageschlüssel auf Unterkonten für alle Dörfer in Marienmünster zu verteilen. „Wir möchten dabei eine echte Bürgerstiftung. Eine Stiftung selbstverwaltet von den Bürgern außerhalb des kommunalen Haushalts. Eine Stiftung, aus der jedes Dorf eigenes Geld auf ein Unterkonto bekommt, über das nur die Einwohner des jeweiligen Dorfes im Rahmen der Stiftungssatzung entscheiden sollen,“ bringt es Markus Wellbrink auf den Punkt. „Wir möchten keine Stiftung in den Händen der Stadt oder wie von einigen geplant unter dem Dach der Sparkasse. Wir möchten eine echte Bürgerstiftung, wo die betroffenen Anwohner von den neuen Windrädern selbst entscheiden können, was mit dem Geld passiert. So werden alle Dörfer und alle Dorfgemeinschaften in Marienmünster gestärkt. Die Menschen in den Dörfern vor Ort wissen am besten, wo das Geld aus der Stiftung im Ort verwendet werden soll.“ Für alle Interessierten hat die Bürgerinitiative das Konzept auf ihrer Facebookseite oder im Dorffunkt transparent verlinkt.

„Alle die von Geldern aus dem Bau und Betrieb neuer Windräder profitieren, stehen in der Verantwortung ein gewisses Maß an Akzeptanz für den massiven Zubau neuer Windräder im Rahmen der Energiewende bei den betroffenen Menschen vor Ort zu erreichen“, so Markus Wellbrink weiter. „Es kann nicht sein, dass einige wenige Personen sich goldene Nasen verdienen, während die große Masse die Windräder vor ihrem Küchenfester stehen sieht und nichts davon hat. So erreicht man nicht die notwendige Akzeptanz bei den Menschen. Dazu gehört aus unserer Sicht auch ausdrücklich die Stadt Marienmünster selbst. Die Stadt erwartet zukünftig Einnahmen von über einer Million Euro jährlich aus Windenergie – wir erwarten, dass 10% dieser Einnahmen nach und nach als Zustiftung in eine echte Bürgerstiftung fließen. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und sind offen für Gespräche. Die Menschen in Bredenborn haben ihre Wahlentscheidung bereits getroffen und wählen den Weg einer echten Bürgerstiftung – jetzt muss die Kommunalpolitik ihre Hausaufgaben machen, um dies umzusetzen, denn gegen den Wunsch der betroffenen Einwohnerinnen und Einwohner erreicht man keine Akzeptanz,“ so Markus Wellbrink abschließend.

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