Bei – alkoholfreiem – Sekt und Häppchen feierte jetzt die Seniorensportgruppe „75+“ ihr zehnjähriges Bestehen. Seinerzeit angeregt durch ein Pilotprojekt des Landessportbundes NRW organisierte die Borgentreicher Behinderten-Sport-Gemeinschaft eine bis heute erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem jetzigen „Hesena Domizil Orgelstadt Borgentreich“. Ziel war es, hochaltrigen Menschen über 75 Jahren ein adäquates Gymnastikangebot zu machen. Hesena stellt die Räumlichkeiten zur Verfügung und die BSG die qualifizierten Übungsleiterinnen, und das alles ist für die Seniorinnen und Senioren kostenlos.
Im lichtdurchfluteten Atrium des Seniorenhauses trafen sich auch diesen Mittwoch über zwanzig ältere Menschen, zum großen Teil mit Rollator oder Rollstuhl. „Heute wollen wir mal keine Gymnastik machen,“ begrüßte BSG-Vorstand Gisela Lattrich die Anwesenden, „heute wird gefeiert!“ Sie erinnerte an die Anfänge der Gymnastikgruppe, die damals einzigartig im Kreis Höxter war. Nicht nur Bewohner der Einrichtung, sondern auch Teilnehmende aus dem Ort ließen sich mit Bällen, Tüchern oder Reifen bewegen. Von Anfang an übernahmen Sieglinde Tabaka und Hiltrud Sander-Berlage die Übungsleitung. „Interessant war,“ so berichteten die Trainerinnen, „dass häufig die Gymnastik vor den angeregten Gesprächen zwischen „Internen“ und „Externen“ in den Hintergrund traten. Aber diese soziale Komponente war auch Sinn des Projektes – das Miteinander fördern.“ Mit einem Blumenstrauß bedankte sich Gisela Lattrich bei den beiden Übungsleiterinnen für ihre Arbeit. Dem schloss sich auch Ellen Sickes-Lange von der Hesena-Hausverwaltung an und überreichte auch ein Blumenpräsent an die beiden treuesten Teilnehmerinnen, Ursula Zumbrink (87) und Brigitte Schaper (92), die von Anfang an dabei waren. Natürlich hatten die Seniorinnen und Senioren ein „Dankeschön“ vorbereitet: Unter der Leitung von Hesena-Mitarbeiterin Nicole Unger führten sie zu Musik einen Sitztanz auf, der mit großem Beifall bedacht wurde.
„Wir wollten nicht auch noch Geld von den Teilnehmenden kassieren,“ erinnert sich Gisela Lattrich. Da der Raum kostenlos gestellt wird, übernimmt die BSG die Übungsleiterkosten. „Bis jetzt ist es uns gelungen, für dieses bemerkenswerte Projekt immer wieder Zuschüsse zu erhalten, wie zum Beispiel von der EAM oder der Heinz-Schubert-Stiftung.“