Wie wollen wir in Zukunft miteinander leben? Was hält Warburg zusammen – und wie gelingt es auch bei unterschiedlichen Meinungen, miteinander im Gespräch zu bleiben? Mit diesen Fragen lädt die Partnerschaft für Demokratie der Hansestadt Warburg am Dienstag, 15. September, zu „Warburg im Gespräch” ins Pädagogische Zentrum ein. Unter diesem neuen Namen geht die bisherige Demokratie-Konferenz in ihre vierte Auflage.
„Wir erleben gerade, dass der Ton an vielen Stellen rauer wird – im Alltag, in politischen Diskussionen und auch gerade in den sozialen Medien. Umso wichtiger ist es, dass wir miteinander reden, einander zuhören und unterschiedliche Meinungen aushalten. Genau das macht ein gutes Miteinander und eine lebendige Demokratie aus. Bei 'Warburg im Gespräch' sollen Menschen zusammenkommen, ihre Sichtweisen auszutauschen und gemeinsam darüber sprechen, wie wir in unserer Stadt zukünftig leben wollen”, fasst Bürgermeister Tobias Scherf den Gedanken der Veranstaltung zusammen.
Ab 14 Uhr richtet sich das Programm an Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter sowie weitere pädagogische Fachkräfte. Prof. Dr. Karim Fereidooni von der Ruhr-Universität Bochum spricht zum Thema „Diversitätssensibilität in Gesellschaft und Bildungsinstitutionen”. Dabei geht es unter anderem um gesellschaftliche Vorstellungen von Normalität, Diskriminierung sowie die Auswirkungen von Zuschreibungen auf Bildungschancen und Teilhabe. Ab 16 Uhr folgt eine kollegiale Fallberatung. Pädagogische Fachkräfte können anonymisierte Situationen aus ihrem Berufsalltag einbringen und gemeinsam mit Karim Fereidooni mögliche Handlungsperspektiven entwickeln.
Ab 18 Uhr öffnet sich „Warburg im Gespräch” für die gesamte Stadtgesellschaft. Politisches Vorwissen braucht niemand. Zum Auftakt lädt das Brachland-Ensemble mit HUMANOTOP zu einem Gedankenexperiment ein: Das Publikum blickt aus einer Zukunft zurück, in der große gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen bewältigt wurden. Die Frage lautet: Was wäre, wenn wir einmal vom Gelingen ausgehen?
Anschließend richtet sich der Blick auf Warburg. Beim Talk „Warburg im Gespräch” kommen verschiedene Persönlichkeiten aus der Stadt miteinander ins Gespräch: Was macht Warburg lebenswert? Wo funktioniert Gemeinschaft bereits gut? Was soll sich verändern? Und wie soll Warburg in einigen Jahren aussehen? Auch das Publikum ist eingeladen, eigene Gedanken einzubringen.
„Wir möchten an diesem Abend nicht nur darüber sprechen, wo es gerade schwierig wird. Uns interessiert genauso, was in Warburg bereits gut funktioniert und was wir daraus für die Zukunft lernen können. Viele Menschen setzen sich hier jeden Tag für andere, für ihren Verein, ihre Nachbarschaft oder unsere Stadt ein. Diese Perspektiven möchten wir zusammenbringen”, sagt Semira Klenk von der Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie. Eingeladen sind ausdrücklich alle: Engagierte und Vereinsmitglieder ebenso wie Jugendliche, Familien oder Menschen, die bisher wenig Berührung mit der Partnerschaft für Demokratie hatten. Denn die Frage, wie Warburg morgen aussehen soll, betrifft am Ende alle, die heute hier leben.
Um eine Anmeldung bis zum 8. September per E-Mail an demokratieleben@warburg.de unter Angabe des Namens, ggf. der Organisation oder Institution sowie der gewünschten Programmpunkte wird gebeten. Die Teilnahme ist kostenfrei. Auch Kurzentschlossene sind herzlich willkommen.
Fragen beantworten gerne Semira Klenk, Tel. 05641/92-1411, E-Mail: s.klenk@warburg.de, und Johanna Peine, Tel. 05641/92-1416, E-Mail: j.peine@warburg.de.