Wenn im Warburger Hallenbad während der Sommerferien die Türen geschlossen bleiben, herrscht hinter den Kulissen keineswegs Stillstand. Vom 1. bis einschließlich 31. August 2026 nutzen die Stadtwerke Warburg die jährliche Schließzeit für umfangreiche Revisions-, Wartungs-, Reinigungs- und Instandhaltungsarbeiten. Viele davon sind während des laufenden Badebetriebs nicht möglich und machen die mehrwöchige Schließung notwendig.
Ein Schwerpunkt liegt auf Bereichen, die im täglichen Betrieb nur eingeschränkt zugänglich sind. So werden die rund 110.000 Liter Wasser ausgetauscht und die Schwallwasserbehälter gründlich von Rückständen und angeschwemmten Materialien gereinigt. Dort sammelt sich das Wasser, das über den Beckenrand schwappt, bevor es aufbereitet und zurück ins Becken geleitet wird.
Auch die Filteranlage bekommt während der Revision eine gründliche Wartung. Während die Filter im normalen Badebetrieb regelmäßig gespült werden, ist jetzt Zeit für einen genaueren Blick: Defekte Dichtungen und Klappen werden ausgetauscht und die Filter gründlich gereinigt und desinfiziert. So bleibt die Wasseraufbereitung zuverlässig und hygienisch.
In den für die Badegäste sichtbaren Bereichen wird in der Revisionszeit kräftig angepackt: Der gesamte Beckenraum – von den Böden bis zu den Fenstern – erhält eine Grundreinigung. Die Armaturen in den Duschen werden demontiert, entkalkt, gereinigt und anschließend neu eingestellt. Umkleiden und Barfußgang werden ebenfalls grundgereinigt, die Wärmekabine fugentief gesäubert.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Sicherheit. Das Team kontrolliert das Hallenbad auf mögliche Gefahrenstellen und beseitigt Mängel mit Verletzungspotenzial, etwa beschädigte Fliesen. Auch die beliebte Schlangenrutsche „Ottilie“ im Kinderbereich wird überprüft und wieder fit für die Wintersaison gemacht.
Durchgeführt werden die Arbeiten vom Bäderteam der Stadtwerke Warburg. Thorsten Müller, Bäderbetriebsleiter der Warburger Bäder und Ausbilder, arbeitet dabei gemeinsam mit einem jungen Team: Thaddäus Sander (20) hat gerade seine Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe bei den Stadtwerken erfolgreich abgeschlossen. Leonie Stöber (19) befindet sich im dritten und Paul Reißig (24) im zweiten Ausbildungsjahr zum Fachangestellten für Bäderbetriebe.
Die Revisionszeit zeigt dabei auch, wie vielseitig das Berufsbild ist. Neben der Aufsicht am Beckenrand gehören technische Arbeiten, Anlagenpflege, Reinigung sowie Wartung und Instandhaltung zu den Aufgaben eines Fachangestellten für Bäderbetriebe.
Geöffnet wird wieder am 2. September.
Gültigkeitsverlust der 10er und 30er Karten mit Öffnung des Neuen Waldbads: Die Stadtwerke Warburg bitten um Verständnis dafür, dass die ausgegebenen 10- und 30er Karten aus technischen Gründen mit Inbetriebnahme des Neuen Waldbades in 2027 keine Gültigkeit mehr besitzen.