Mit der offiziellen Eröffnung des Sport- und Klimaparks Laurentiushöhe erweitert die Hansestadt Warburg ihr Freizeit- und Naherholungsangebot um einen Ort, der Bewegung, Naturerlebnis und Umweltbildung miteinander verbindet. Die neue Anlage richtet sich an Menschen aller Generationen und bietet vielfältige Möglichkeiten für Sport, Erholung und das bewusste Erleben der heimischen Natur.
„Die Laurentiushöhe – das Quartier mit Seele ist für viele Menschen im Warburger Land eine Herzensangelegenheit, weil es Inklusion und Innovation verbindet”, erklärt Bürgermeister Tobias Scherf. Der Sport- und Klimapark sei dabei weit mehr als eine reine Freizeitfläche. „Hier schaffen wir Begegnungsräume, stärken den Zusammenhalt und laden dazu ein, unsere Stadt aktiv zu erleben – gemeinsam und ohne Vorbehalte”, so der Bürgermeister weiter. „Besonders freut mich, dass hier Menschen mit inklusivem Hintergrund, Kinder, Familien, Vereine, Schulklassen und ältere Menschen gleichermaßen Raum und Miteinander finden können. Über Bewegung, Bildung und gemeinsames Erleben findet man dann selbstverständlich zusammen.
Der Sport- und Klimapark ist somit ein echter Gewinn für Warburg – heute und für die kommenden Generationen”, fasst er den Mehrwert für die Lebensqualität und das Miteinander in der Hansestadt zusammen.
Herzstück des Projekts ist eine rund 2,5 Kilometer lange Rundstrecke. Sie setzt sich aus einem etwa 1,9 Kilometer langen, ertüchtigten Trimm-Dich-Pfad sowie einem rund 600 Meter langen, neu ausgebauten Waldweg zusammen.
Die Wege wurden auf drei Meter Breite ausgebaut und mit einer ökologischen sowie zugleich pflegefreundlichen HanseGrandDeckschicht versehen. Der Rundweg verfügt über eine Verbindungsstrecke zum Gelände des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) und führt zu einem zentral gelegenen Outdoorklassenzimmer. Dieses dient als Treffpunkt und bietet Raum für Umweltbildungsangebote, Veranstaltungen und gemeinsame Aktivitäten.
Entlang der Strecke befinden sich insgesamt 18 Sportgeräte an vier thematisch gestalteten Standorten. Die Schwerpunkte reichen von Calisthenics über Spiel- und Bewegungsangebote für Kinder bis hin zu Stationen zur Förderung von Koordination, Geschicklichkeit und Sturzprophylaxe sowie Kraft und Ausdauer. Dadurch entsteht ein abwechslungsreiches Bewegungsangebot für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Seniorinnen und Senioren gleichermaßen.
In das Gesamtprojekt eingebunden ist zudem die Erneuerung des Barfußpfades auf dem Gelände des Heilpädagogischen Zentrums. Dieser wird von den Schülerinnen und Schülern des HPZ in Eigenleistung neugestaltet. Ergänzend entsteht dort eine kleine Baumschule, in der junge Bäume herangezogen werden. Diese sollen später an geeigneten Standorten – beispielsweise im Wohnquartier Laurentiushöhe, im Bereich des Freiraumangers oder in Gemeinschaftsgärten – ausgepflanzt werden.
Die Baumschule vermittelt darüber hinaus praxisnah Wissen über das Wachstum und die Pflege von Bäumen sowie deren Bedeutung für den Klimaschutz. Als natürliche CO₂-Speicher leisten Bäume einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, verbessern das lokale Mikroklima, fördern die Artenvielfalt und tragen zur ökologischen Aufwertung von Siedlungsräumen bei.
Neben der sportlichen Nutzung spielt auch das Thema Klimaschutz eine zentrale Rolle. Entlang der Rundstrecke informieren sieben Klimatafeln über Themen wie den CO₂-Fußabdruck, erneuerbare Energien, Biodiversität, den Treibhauseffekt und den Klimawandel. Dabei stellen sie einen direkten Bezug zur Hansestadt Warburg her und greifen die jeweiligen Standorte auf – etwa den Barfußpfad oder das Wasserwerk am Werkgraben. So werden globale Herausforderungen auf lokaler Ebene anschaulich vermittelt und Anregungen für ein klimaschonendes Verhalten im Alltag gegeben.
Das Outdoorklassenzimmer ergänzt das Angebot als außerschulischer Lernort und bietet Raum für Umweltbildungsangebote und Veranstaltungen. Die informativen Klimatafeln heben sich durch ihre auffällige Farbgestaltung bewusst von der umgebenden Waldkulisse ab und laden Besucherinnen und Besucher zum Entdecken ein. Die Rahmen der Tafeln wurden von Mitarbeitenden der Holzwerkstatt des HPZ gefertigt.
Die naturnahe Lage des Sport- und Klimaparks in unmittelbarer Nähe zur Diemel sowie die Anbindung an den Diemel- und Twisteradweg machen die Anlage zu einem attraktiven Ziel für Erholung, Bewegung und Naturerlebnis. Zusätzliche Bedeutung gewinnt der Standort künftig durch die geplanten Nahverkehrsradverbindungen, die eine komfortable Erreichbarkeit ermöglichen.
Die Gesamtkosten der zwei Bauabschnitte belaufen sich auf rund 450.000 Euro. Das Projekt wurde im Rahmen der Städtebauförderung „Wachstum und nachhaltige Erneuerung” aus Landes- und Bundesmitteln mit rund 60 Prozent der förderfähigen Kosten unterstützt.
Die Planung übernahm das Büro für Bauwesen Frank Laudage aus Warburg. Die Bauausführung erfolgte durch regionale Fachunternehmen; die Sportgeräte lieferte die Firma Playparc aus Bad Driburg. Die Klimatafeln wurden von Träger & Träger Visuelle Kommunikation aus Kassel gestaltet.
Mit dem Sport- und Klimapark Laurentiushöhe ist ein generationenübergreifender Ort entstanden, der Bewegung, Naturerlebnis und Umweltbildung miteinander verbindet und das Freizeitangebot der Hansestadt Warburg nachhaltig bereichert.