Am Mittwoch, den 15. April, ereignete sich in Beverungen ein sogenannter „Dooring-Unfall”. Gegen 16.40 Uhr befuhren zwei Männer im Alter von 49 und 45 Jahren mit einem Mercedes die Straße „Lange Straße” in Fahrtrichtung Herstelle. Auf Höhe der dortigen Sparkasse mussten sie verkehrsbedingt anhalten.
Der 45-jährige Beifahrer öffnete daraufhin die Fahrzeugtür, um auszusteigen. Zeitgleich näherte sich von hinten eine 74-jährige Fahrradfahrerin, die mit einem E-Bike unterwegs war. Sie wurde von der plötzlich geöffneten Tür erfasst, verlor die Kontrolle über ihr Fahrrad und stürzte gegen einen am Fahrbahnrand abgestellten Fiat. Die Radfahrerin erlitt dabei leichte Verletzungen und wurde zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Am Fiat entstand geringer Sachschaden.
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang auf die besondere Gefahr sogenannter „Dooring-Unfälle” hin, die entstehen, wenn Fahrzeugtüren unachtsam in den fließenden Verkehr geöffnet werden und sich herannahende Radfahrende nicht mehr rechtzeitig ausweichen können. Zur Vermeidung solcher Unfälle wird empfohlen, vor dem Öffnen der Fahrzeugtür stets den rückwärtigen Verkehr sorgfältig zu kontrollieren und dabei sowohl Spiegel als auch einen Schulterblick zu nutzen. Die Tür sollte erst nach vollständiger Prüfung des Verkehrsraums geöffnet und zunächst nur einen Spalt weit aufgemacht werden, um die Situation nochmals abzusichern.
Besonders bewährt hat sich der sogenannte „holländische Griff” (Dutch Reach), bei dem die Fahrzeugtür mit der weiter entfernten Hand geöffnet wird, wodurch sich der Oberkörper automatisch zur Seite dreht und der Blick eher in Richtung des nachfolgenden Verkehrs fällt. Zudem sollte beim Halten und Parken möglichst ausreichend Abstand zu Radfahrstreifen eingehalten werden.
Auch Beifahrende werden ausdrücklich angehalten, vor dem Aussteigen aktiv auf den Radverkehr zu achten, um gefährliche Situationen zu vermeiden.