Mit einem stimmungsvollen Gospel-Gottesdienst ist am Sonntag das diesjährige Gospel-Projekt Solling (GPS) in der St. Laurentiuskirche zu Ende gegangen – und hinterließ bei Mitwirkenden wie Besuchern einen nachhaltigen Eindruck. Fast 120 Sängerinnen und Sänger erfüllten die Kirche mit kraftvollen Gospels, gefühlvollen Spirituals und afrikanischen Liedern.
Neben rund 70 GPS-Mitgliedern unterstützte der befreundete Berliner Chor „Singen ohne Grenzen“ (SOG) das Projekt. Gemeinsam sorgten die Chöre unter der Leitung von Wolfgang Teichmann und Silvia Marienfeld für ein abwechslungsreiches musikalisches Programm, das von ruhigen Momenten bis zu mitreißenden Klangpassagen reichte.
Bereits am Freitagabend begann das gemeinsame Wochenende mit einem herzlichen Empfang der Berliner Gäste. Die Gastgeber aus dem Solling organisierten ein vielfältiges Nudelbüfett, das kulinarisch kaum Wünsche offenließ und den Auftakt für ein Wochenende der Begegnung bildete. Während einer ganztägigen Probe am Samstag fanden die Chöre auch musikalisch zusammen, bevor der Abend im Ratskellersaal zum persönlichen Austausch und zum Knüpfen neuer Freundschaften genutzt wurde.
Eröffnet wurde der Gottesdienst am Sonntag mit dem afrikanischen Gospel „Ahuna“. Traditionell wurde auch die Gemeinde aktiv einbezogen und sang bei Liedern wie „Gott, du kennst meine Seele“ oder „Wir sind hier“ mit. Stücke wie „Gospel of Peace“, „To my father’s house“, „Still rolling stones“, der Beatles-Song „Blackbird“ sowie das afrikanische Liebeslied „Ide weré, weré“ standen unter dem Motto „Songs of Spirit“.
Pastor Lukas Pieper griff dieses Thema in seiner Predigt auf und verband Fragen nach dem Wirken des Heiligen Geistes im Alltag mit modernen Lebensrealitäten – vom Familienleben bis zur smarten Waschmaschine als Sinnbild einer komplexen Welt. Seine lebensnahe Ansprache wurde mit großem Applaus aufgenommen und begeisterte besonders die Berliner SOG-Sängerinnen und -sänger, deren Heimatkirche die katholische Kirche Maria Gnaden ist.
Nach Gottesdienst und Matinee zogen die Organisatoren ein positives Fazit. Seit November hatten die Sängerinnen und Sänger trotz krankheits- und wetterbedingter Ausfälle geprobt. „Dieses 22. GPS-Projekt wird lange nachklingen“, resümierte Wolfgang Teichmann. Sein Dank galt allen Unterstützern, darunter der Stadt Dassel, der Paul-Gerhardt-Schule sowie dem Förderkreis Kirchenmusik St. Laurentius.
Ganz abgeschlossen ist das Projekt jedoch noch nicht: Vom 17. bis 19. April folgt der Gegenbesuch in Berlin, bei dem GPS-Mitglieder den SOG-Chor bei Konzert und Gottesdienst musikalisch begleiten werden.