Im Rahmen der Filmreihe im Forum Jacob Pins wird am Freitag, 8. Mai, um 19.30 Uhr der Dokumentarfilm Der dritte Bruder der Regisseurin Kathrin Jahrreiss gezeigt.
Das Rätsel um den fehlenden Familiensinn des Vaters schickt die Autorin auf eine Forschungsreise in die Familiengeschichte, die sich gleichzeitig als Reise in die Abgründe der deutschen Zeitgeschichte erweist. Dabei stößt sie nicht nur auf seine im Holocaust ermordete Mutter, sondern auch auf die Geschichte dreier Brüder. Vom „Dritten Reich“ über das geteilte Deutschland sind sie zerrissen zwischen den Fronten politischer Ideologien. Jeder versucht auf seine Weise im totalitären Regime zu überleben. „Der dritte Bruder“, der seinen Söhnen erzählte, die Mutter sei im Sanatorium gestorben, ist der Großvater der Filmemacherin, die mit ihrem Vater versucht, Verdrängung und Sprachlosigkeit zu überwinden.
Der Eintritt beträgt 5 Euro.