Gymnasium Beverungen übernimmt Vorreiterrolle in der Laienreanimation | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 07.10.2026 09:20

Gymnasium Beverungen übernimmt Vorreiterrolle in der Laienreanimation

Im Rahmen der bundesweiten „Woche der Wiederbelebung“ haben wir am Gymnasium Beverungen bereits seit Jahren Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 7 bis Q1 intensiv in lebensrettenden Sofortmaßnahmen geschult.  (Foto: privat)
Im Rahmen der bundesweiten „Woche der Wiederbelebung“ haben wir am Gymnasium Beverungen bereits seit Jahren Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 7 bis Q1 intensiv in lebensrettenden Sofortmaßnahmen geschult. (Foto: privat)
Im Rahmen der bundesweiten „Woche der Wiederbelebung“ haben wir am Gymnasium Beverungen bereits seit Jahren Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 7 bis Q1 intensiv in lebensrettenden Sofortmaßnahmen geschult. (Foto: privat)
Im Rahmen der bundesweiten „Woche der Wiederbelebung“ haben wir am Gymnasium Beverungen bereits seit Jahren Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 7 bis Q1 intensiv in lebensrettenden Sofortmaßnahmen geschult. (Foto: privat)
Im Rahmen der bundesweiten „Woche der Wiederbelebung“ haben wir am Gymnasium Beverungen bereits seit Jahren Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 7 bis Q1 intensiv in lebensrettenden Sofortmaßnahmen geschult. (Foto: privat)

Das Städtische Gymnasium hat im vierten Jahr in Folge eine Woche der Wiederbelebung abgehalten. „In sechs Jahrgängen von der siebten Klasse bis zur Q1 haben alle Schülerinnen und Schüler an einem zweistündigen Reanimationstraining teilgenommen”, erklärt Fachlehrer und Projektverantwortlicher Tim Rencker. „An unserer Schule ist sichergestellt, dass alle Schülerinnen und Schüler so ein Training durchlaufen und das nicht nur einmal, sondern bis zu sechs Mal in ihrer Schullaufbahn. Damit werden wir dem Erlass des Landes NRW seit Jahren mehr als gerecht”, betont der weitere Projektverantwortliche, Andre Otto. Beide Lehrer sind selbst aktive Feuerwehrleute und Herr Otto ist darüber hinaus ehrenamtlich im Rettungsdienst engagiert. Der stellvertretende Schulleiter Thorsten Kittel ist froh über das Engagement: „Die Kollegen Andre Otto, Tim Rencker und Stefan Wüsthoff haben ein wichtiges Thema aufgegriffen und setzen es sehr gut um.” Damit nimmt das Gymnasium Beverungen eine Vorreiterrolle bei der Laienreanimation im Kreis Höxter ein.

Mit 70.000 Todesfällen ist der plötzliche Herztod eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. „Bei sofortiger und konsequenter Reanimation durch Laien wären viele Todesfälle vermeidbar, doch leider wissen gerade bei uns in Deutschland viel zu wenig Menschen, was zu tun ist”, sagt Fachlehrer und Notfallsanitäter Andre Otto. Während die sogenannte Laienreanimationsquote in anderen europäischen Ländern bei etwa 80 Prozent liegt, beträgt sie in Deutschland nur 55 Prozent. Das heißt, während in den anderen Ländern in acht von zehn Fällen Menschen vor Ort helfend eingreifen können, ist dies in Deutschland nur in etwa der Hälfte der Fälle so. „Zu viele warten nur auf das Eintreffen der Notfallsanitäter. Dabei kommt es auf jede Sekunde an, denn das Gehirn beginnt nach drei bis fünf Minuten zu sterben, während der Rettungsdienst im Durchschnitt erst nach neun Minuten eintrifft”, erklärt Otto. Dabei ist die Herzdruckmassage im Grunde kinderleicht. „Drücken kann jeder, die Technik kann jeder leicht erlernen. Nur muss man durch regelmäßige Schulungen die Abläufe verinnerlichen und im Ernstfall den Mut haben, anzufangen”, erklärt Tim Rencker. Bei den Schülerinnen und Schülern in Beverungen kommt die Aktion gut an: „Das ist einfach immens wichtig, Und es ist auch gut, dass es sich wiederholt und nicht nur einmal gemacht wird”, sagt Schülerin Mona. Das Gymnasium Beverungen legt damit einen (lebens-)wichtigen Grundstein in der Laienreanimation.

north