In der Konzerthalle Abtei bereitet sich momentan ein ungemein engagiertes Team bekannter und beliebter Künstler darauf vor, das in Bellersen spielende Drama um den 18-jährigen Judenmörder Hermann Georg Winckelhan (Winkelhannes) aufzuführen. Es stammt aus der Feder der bedeutenden Dichterin Annette von Droste-Hülshoff und beruht auf einer wahren Geschichte, die sich zur Mitte des 18. Jahrhunderts im Umfeld von Bellersen abspielte. Weltweit bekannt wurde es unter dem Titel „Die Judenbuche.“ Das Besondere an diesem Sittengemälde ist die in einer nur mit sich selbst beschäftigenden Gesellschaft lauernde Wiederholungsgefahr. Umso wunderbarer ist es, dass der in der Abtei Marienmünster lebende, international bekannte Komponist und emeritierte Hochschullehrer Walter Steffens dieses Werk vertont und in einer einzigartigen Kriminaloper sicht- und hörbar lebendig werden lassen hat.
Aufgeführt wird das mit großer Spannung erwartete Drama am Samstag, 29. August um 19 Uhr, im Konzertsaal der Abtei. Veranstalter ist die Kulturstiftung Marienmünster. Mitwirkende sind das Kammerorchester Detmold, der Bariton Volker Schrewe und die Mezzosopranistin Jeanette Giese. An den umfangreichen Vorbereitungen, wie Bühnenbau und künstlerische Gestaltung, sind etliche Mitglieder des Heimat- und Verkehrsvereins Bellersen beteiligt. Allen voran die Malerin und Grafikkünstlerin Sabrina Kunz. Als Unterstützer wird der Librettist Dr. Peter Schütze erwartet. Die Gesamtleitung liegt in den Händen von Hans Hermann Jansen. Gefördert wird dieses von Insidern als „bemerkenswertes Kulturereignis“ gelobte Projekt über das Programm „Aller.Land.“