Die Entwicklung der Warburger Innenstadt schreitet weiter sichtbar voran: Mit dem Bau des neuen Marktplatzcafés auf dem Neustadtmarktplatz entsteht ein zentraler Treffpunkt, der künftig die Aufenthaltsqualität deutlich steigern und das Stadtleben nachhaltig bereichern wird. Das Projekt nimmt zunehmend Gestalt an. Das Richtfest ist auf dem Hansefest am 25. April geplant. Voraussichtlich zur Oktoberwoche 2026 wird das Marktplatzcafé dann seine Türen öffnen.
In den vergangenen Wochen wurden wichtige Bauabschnitte erfolgreich abgeschlossen. Die Bodenplatte ist gegossen, die Maurer- und Stahlarbeiten sind beendet. Die Rohbaukonstruktion wurde in den letzten Tagen fertig gestellt. Die Gebäudehülle wird voraussichtlich gegen Ende Juni geschlossen sein, anschließend soll der Innenausbau erfolgen. Ziel ist es, das Marktplatzcafé zur Oktoberwoche 2026 zu eröffnen. Insbesondere durch den langen Winter kam es auch auf der Baustelle des Marktplatz-Cafés zu Verzögerungen, die sich nun im neuen Bauzeitenplan wiederfinden.
Ein weiterer bedeutender Meilenstein steht bereits kurz bevor: Das traditionelle Richtfest des neuen Marktplatzcafés wird am 25. April im Rahmen des Hansefestes gefeiert und bietet Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit, den Fortschritt des Projekts hautnah mitzuerleben. „Die Baustelle wird ein Teil des Hansefestes. Damit verbinden wir Vergangenheit und Zukunft auf besondere Weise: Das Richtfest des modernen Marktplatzcafés trifft auf die historische Kulisse der Neustadt. So wird erlebbar, wie sich unsere Stadt weiterentwickelt, ohne ihre Wurzeln zu verlieren“, erklärt Bürgermeister Tobias Scherf.
Mit dem Marktplatzcafé entsteht ein neuer Lieblingsplatz und Wohlfühlort für Warburgs Bürgerinnen und Bürger sowie für Gäste der Stadt. Ziel ist es, die Attraktivität des Neustadtmarktplatzes nachhaltig zu stärken, die Besucherfrequenz in der Innenstadt zu erhöhen und positive Impulse für die umliegenden Geschäfte zu setzen. Das Projekt gilt damit als wichtiger Baustein der Innenstadtbelebung und als Vorbild für weitere Investitionen.
Im Zuge der Weiterentwicklung des Projekts wurde das ursprüngliche Konzept gezielt erweitert, um eine langfristig tragfähige und flexible, betreiberunabhängige Nutzung sicherzustellen. So wurde im Zuge der Entwicklung entschieden, die Fläche des Marktplatzcafés deutlich zu vergrößern und funktional weiterzuentwickeln. Neben der Integration notwendiger technischer und betrieblicher Anforderungen – wie moderner Lüftungstechnik, optimierter Raumaufteilung sowie zusätzlicher Lager- und Nebenräume – wurde auch der Gastronomiebereich gestärkt.
Durch die Neuorganisation der Toilettenanlage konnte zusätzlicher Raum für eine zeitgemäße gastronomische Nutzung geschaffen werden. Gleichzeitig ergibt sich hieraus eine jährliche Einsparung von rund 25.000 Euro, da die Toilette im Rahmen des Café-Betriebes für die Öffentlichkeit künftig zur Verfügung gestellt wird. Insgesamt wächst die Fläche des Projekts von ursprünglich 46 Quadratmetern auf nun rund 155 Quadratmeter – ein deutlicher Zugewinn an Qualität und Nutzbarkeit.
Bauliche Besonderheiten im historischen Bestand machten zusätzliche Maßnahmen erforderlich. So wurde beispielsweise bewusst entschieden, die bestehende Natursteinfassade zu erhalten und aufzuwerten, um das Marktplatzcafé harmonisch in das Stadtbild zu integrieren. „Mit dem Marktplatzcafé schaffen wir einen nachhaltigen Beitrag zur Belebung der Warburger Innenstadt: Einen Ort, dessen durchdachte Planung und Ausstattung eine flexible Nutzung möglich macht und der zudem wirtschaftlich langfristig tragfähig ist“, fasst Leander Sasse, Geschäftsführer der Stadtwerke Warburg zusammen.
Im Jahr 2024 hatte der Rat der Hansestadt Warburg ein erstes Konzept zum Umbau des Infocenters zu einem Marktplatzcafé mit einer Kostenschätzung in Höhe von 496 T€ (320 T€ für den Umbau des Bestandsgebäudes sowie Kosten für Küchentechnik in Höhe von 176 T€) auf den Weg gebracht. Mit dem Beschluss wurde ergänzend beauftragt, das erste Konzept funktional weiterzuentwickeln, damit das Raumkonzept und die gastronomische Ausstattung einen betreiberunabhängigen Gastronomiebetrieb ermöglicht.
Die erweiterte Funktionalität wurde insbesondere durch die Integration des Sanitärbereichs, der Schaffung des Müllraumes sowie zusätzlicher Flächen im Bereich Küche und durch angemessene Qualitäten der Inneneinrichtung erreicht. Diese funktionale Weiterentwicklung des Konzepts sowie zusätzliche Anforderungen aufgrund des Bodendenkmals „Altes Neustädter Rathauses” unter dem Marktplatz führten zu einer Erweiterung der Leistungen in Höhe von 292 T€, einschließlich inflationsbedingter Kostensteigerungen für zwei Jahre.
In enger Abstimmung zwischen Rat, dem Planungsbüro und Fachplanern entstand ein stimmiges Gesamtkonzept, das sowohl architektonisch überzeugt als auch eine langfristig wirtschaftlich tragfähige und nachhaltige Lösung für die Belebung der Warburger Innenstadt schafft. Das Marktplatzcafé steht damit beispielhaft für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung, die Aufenthaltsqualität, Wirtschaftlichkeit und städtebauliche Identität miteinander verbindet.