Die Gemeinschaftsverpflegung erreicht täglich viele Kinder und Jugendliche und prägt frühzeitig Ernährungsgewohnheiten. Gleichzeitig bietet sie großes Potenzial, regionale Wertschöpfung zu stärken, kurze Transportwege zu fördern und ökologische Anbauweisen sichtbarer zu machen – wenn stärker auf regionale und bio-regionale Produkte gesetzt wird. Genau hier setzt die REGIOwoche an: In den teilnehmenden Einrichtungen wird eine Aktionswoche durchgeführt, in der täglich ein Gericht mit regionalen bzw. bio-regionalen Zutaten angeboten wird.
Begleitend werden altersgerechte Informationsmaterialien eingesetzt und Zusammenhänge zwischen Landwirtschaft, Ernährung, Klima- und Umweltschutz vermittelt. So verbindet das Projekt praktische Gemeinschaftsverpflegung mit Bildungsarbeit und bringt Schulen, Kitas, Caterer sowie landwirtschaftliche Betriebe aus der Region zusammen. Eine erste beispielhafte REGIOwoche wurde bereits im vergangenen Jahr an zwei Schulen in Brakel erprobt. Die dabei gewonnenen Erfahrungen fließen nun in die Umsetzung des neuen LEADER-Projekts des Landesverbands Regionalbewegung NRW e. V. ein.
Für das Jahr 2026 werden weiterführende Schulen mit einem 7. Jahrgang gesucht, die in der Woche vom 28.09.2026 bis 02.10.2026 an der REGIOwoche teilnehmen möchten. Das Projekt bietet die Möglichkeit, Ernährungsbildung praxisnah in den Schulalltag zu integrieren und regionale Lebensmittel für Schülerinnen und Schüler direkt erlebbar zu machen. Für das Jahr 2027 werden außerdem Kindertagesstätten gesucht, die das Format im Rahmen einer Aktionswoche umsetzen möchten.
In den teilnehmenden Einrichtungen wird während der Aktionswoche in der Mensa ein Gericht mit bioregionalen Zutaten ohne zusätzliche Kosten angeboten und durch begleitende Informationsmaterialien ergänzt. Postkarten mit Informationen zum jeweiligen Gericht sowie QR-Codes zu weiterführenden Inhalten begleiten die Woche und können von den Schülerinnen und Schülern mit nach Hause genommen werden.
In den Schulen wird zusätzlich eine Doppelstunde zum Thema bio-regionale Ernährung für den 7. Jahrgang angeboten, in der Herkunft, Qualität und Wirkung von Lebensmitteln praxisnah vermittelt werden. Ergänzend steht eine begleitende Ausstellung zur Verfügung, die das Thema anschaulich vertieft. In den teilnehmenden Kitas wird eine altersgerechte Bildungseinheit angeboten. Die organisatorische Abstimmung und die Umsetzung der Bildungsangebote übernimmt die Regionalbewegung in Zusammenarbeit mit der Öko-Modellregion Kreis Höxter, sodass für die Einrichtungen kein zusätzlicher Aufwand entsteht. Interessierte Schulen und Kitas können sich ab sofort unter krause@regionalbewegung.de melden.
Die REGIOwoche wird aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) im Rahmen des Strategieplans für Deutschland 2023-2027 (GAP-Strategieplan 20232027) gefördert und durch das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt. Das Projekt wurde von der Lokalen Aktionsgruppe Kulturland Kreis Höxter e.V. ausgewählt.