Holzwerkstatt im Forscherhaus begeistert Kinder im Familienzentrum St. Martin | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 20.05.2026 10:15

Holzwerkstatt im Forscherhaus begeistert Kinder im Familienzentrum St. Martin

. (Foto: privat)
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Hämmern, bohren, sägen und gestalten – im neuen Forscherhaus des Familienzentrums St. Martin können Kinder ihrer Kreativität und ihrem Forscherdrang freien Lauf lassen. Die Drei- bis Sechsjährigen nutzen gemeinsam mit den Erzieherinnen und Erziehern sowie Melanie Hecker, Gründerin des Unternehmens ComNatura- Umweltbildung mit dem Sitz in Höxter-Godelheim, die neue Lern- und Werkstattumgebung zum Experimentieren, Entdecken und Werken.

Der Traum eines eigenen Forscherhauses wurde bereits im vergangenen Jahr Wirklichkeit. Dank des großen Engagements des Fördervereins „Freude des Familienzentrums“ konnte die rund 12 Quadratmeter große Gartenhütte errichtet werden. Besonders der ehemalige 1. Vorsitzende Benjamin Ahls setzte sich gemeinsam mit weiteren Vorstandsmitgliedern intensiv dafür ein, ausreichend Spendengelder für das Projekt zu sammeln.

Heute ist das Forscherhaus ein fester Bestandteil des Kita-Alltags. Ausgestattete Experimentierkisten und Regale mit vielseitigen Materialien laden die Kinder von eins bis sechs Jahren dazu ein, Fragen nachzugehen, Neues auszuprobieren und eigene Ideen umzusetzen. Herzstück des Hauses ist eine Holzwerkbank mit zahlreichen Werkzeugen und Zubehör. Hier können die Kinder unter Aufsicht hämmern, bohren, sägen und individuell gestalten.

Gemeinsam mit Melanie Hecker richtete Kita-Leiterin Sarah Bickmann das Forscherhaus gezielt ein. „Uns ist es besonders wichtig, dass die Kinder im Alltag ihren Fragen auf den Grund gehen können, Vermutungen aufstellen, praktisch erproben, Ideen entwickeln und eigene Lösungen finden. Sich forschend und entdeckend ein eigenes Bild von der Welt entwickeln – das möchten wir erreichen“, erklärt die Leiterin.

Die Zusammenarbeit mit Melanie Hecker besteht bereits seit vielen Jahren. Immer wieder organisiert sie spannende Angebote und Exkursionen für Familien aus dem Sozialraum. Die Veranstaltungen werden vom Familienzentrum finanziert und sind für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kostenlos.

Zusätzliche Unterstützung erhielt die Kita durch eine Projektförderung aus dem MINT-Fonds des Vereins Natur und Technik e.V. Für das Projekt „Holzwerkstatt“ wurden 500 Euro für Materialien bewilligt. Ziel des Projekts war es, den Kindern erste Erfahrungen mit dem Werkstoff Holz zu ermöglichen.

Neben einer Teamfortbildung für die pädagogischen MitarbeiterInnen zum Thema Holz und Strom konnten die Kinder gemeinsam mit Melanie Hecker an mehreren Tagen die neuen Werkzeuge ausprobieren. Mit Holz und verschiedensten Materialien entwickelten sie eigene kreative Ideen, erprobten sich praktisch an Werkbank und Werkzeugen und bewiesen dabei Konzentration, Ausdauer und viel Freude am eigenen Tun.

Dabei stand nicht immer ein fertiges Endprodukt im Mittelpunkt, sondern vor allem das Sammeln von Erfahrungen und das eigenständige Entdecken. „Wichtig ist es, den Kindern etwas zuzutrauen und nicht in die Phantasie der Kinder einzugreifen. Impulse geben, ermutigen und zur eigenen Lösungsfindung animieren – genau das ist so wichtig beim entdeckenden Lernen“, betont Melanie Hecker.

Am Nachmittag wurde die Holzwerkstatt für die Familien geöffnet. Die Kinder konnten so an verschiedenen Tagen alleine mit ihren Familien im Forscherhaus werken, gestalten und die gemeinsame Zeit genießen.

Die gruppenübergreifende Nutzung des Forscherhauses schafft nun beste Voraussetzungen für eine frühe MINT-Bildung und bereitet Kindern wie Erwachsenen gleichermaßen große Freude.

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