Neue Fahrzeuge und moderne Technik für die Feuerwehr Warburg | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 08.09.2026 09:47

Neue Fahrzeuge und moderne Technik für die Feuerwehr Warburg

Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Warburg präsentierten gemeinsam mit Jürgen Rabbe (Leiter der FFW Warburg), Bürgermeister Tobias Scherf, dem ersten Beigeordneten Andreas Niggemeyer sowie der Leitung des Fachbereichs Ordnung und Soziales, Christina Zieliniski, und Viktoria Scholand (stellv. Leitung) die neuen Fahrzeuge und Gerätschaften.<br>Künftig werden das neue Schnelleinsatzschlauchboot auf der Diemel und das Vorauslöschfahrzeug (zweites Fahrzeug von rechts) vor allem zur Vermeidung von Vegetationsbränden zum Einsatz kommen. (Foto: Stadt Warburg)
Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Warburg präsentierten gemeinsam mit Jürgen Rabbe (Leiter der FFW Warburg), Bürgermeister Tobias Scherf, dem ersten Beigeordneten Andreas Niggemeyer sowie der Leitung des Fachbereichs Ordnung und Soziales, Christina Zieliniski, und Viktoria Scholand (stellv. Leitung) die neuen Fahrzeuge und Gerätschaften.
Künftig werden das neue Schnelleinsatzschlauchboot auf der Diemel und das Vorauslöschfahrzeug (zweites Fahrzeug von rechts) vor allem zur Vermeidung von Vegetationsbränden zum Einsatz kommen. (Foto: Stadt Warburg)
Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Warburg präsentierten gemeinsam mit Jürgen Rabbe (Leiter der FFW Warburg), Bürgermeister Tobias Scherf, dem ersten Beigeordneten Andreas Niggemeyer sowie der Leitung des Fachbereichs Ordnung und Soziales, Christina Zieliniski, und Viktoria Scholand (stellv. Leitung) die neuen Fahrzeuge und Gerätschaften.
Künftig werden das neue Schnelleinsatzschlauchboot auf der Diemel und das Vorauslöschfahrzeug (zweites Fahrzeug von rechts) vor allem zur Vermeidung von Vegetationsbränden zum Einsatz kommen. (Foto: Stadt Warburg)
Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Warburg präsentierten gemeinsam mit Jürgen Rabbe (Leiter der FFW Warburg), Bürgermeister Tobias Scherf, dem ersten Beigeordneten Andreas Niggemeyer sowie der Leitung des Fachbereichs Ordnung und Soziales, Christina Zieliniski, und Viktoria Scholand (stellv. Leitung) die neuen Fahrzeuge und Gerätschaften.
Künftig werden das neue Schnelleinsatzschlauchboot auf der Diemel und das Vorauslöschfahrzeug (zweites Fahrzeug von rechts) vor allem zur Vermeidung von Vegetationsbränden zum Einsatz kommen. (Foto: Stadt Warburg)
Die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Warburg präsentierten gemeinsam mit Jürgen Rabbe (Leiter der FFW Warburg), Bürgermeister Tobias Scherf, dem ersten Beigeordneten Andreas Niggemeyer sowie der Leitung des Fachbereichs Ordnung und Soziales, Christina Zieliniski, und Viktoria Scholand (stellv. Leitung) die neuen Fahrzeuge und Gerätschaften.
Künftig werden das neue Schnelleinsatzschlauchboot auf der Diemel und das Vorauslöschfahrzeug (zweites Fahrzeug von rechts) vor allem zur Vermeidung von Vegetationsbränden zum Einsatz kommen. (Foto: Stadt Warburg)

Rund 277.000 Euro in neue Einsatztechnik investiert – Neue Ausstattung für Waldbrandbekämpfung, Wasserrettung, technische Hilfeleistung und Kommunikation Die Freiwillige Feuerwehr Warburg hat ihre Ausstattung umfangreich modernisiert. Rund 277.000 Euro wurden in neue Fahrzeuge, Rettungsgeräte, Funktechnik und weitere Einsatzmittel investiert. Vorgestellt wurden die Neuanschaffungen im Rahmen des traditionellen Übungssamstags der Feuerwehr.

„Mit diesen Investitionen stärken wir die Sicherheit der Menschen in Warburg und stellen unsere Feuerwehr für ganz unterschiedliche Einsatzlagen zeitgemäß auf – von der Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung über die Wasserrettung bis hin zur modernen Kommunikation. Gleichzeitig müssen wir auf neue Herausforderungen durch den Klimawandel reagieren. Längere Trockenperioden und heiße Sommer erhöhen insbesondere die Gefahr von Wald- und Vegetationsbränden. Entscheidend bleibt bei aller modernen Technik aber der Mensch: Mein besonderer Dank gilt unseren Kameradinnen und Kameraden, die sich ehrenamtlich engagieren, regelmäßig aus- und fortbilden und im Ernstfall für die Menschen in unserer Stadt da sind”, betont Bürgermeister Tobias Scherf.

Neues Vorauslöschfahrzeug

Eine der größten Anschaffungen ist ein Vorauslöschfahrzeug für rund 95.000 Euro. Das hochgeländegängige Vorführfahrzeug auf Pick-Up Basis aus dem Jahr 2023 ermöglicht die Aufnahme verschiedener Beladungen. Es ist außerdem ausgestattet mit einer Hochdruck Löschanlage, die ein Löschmodul mit 450 Litern Wasser, eine Pumpe mit einer Leistung von 80 Litern pro Minute und einen 50 Meter langen Schlauch beinhaltet. Seine Stärken soll das Fahrzeug insbesondere bei Wald- und Vegetationsbränden ausspielen. Durch seine hohe Geländegängigkeit kann es Bereiche erreichen, die für größere Feuerwehrfahrzeuge nur schwer zugänglich sind. So sollen Entstehungsbrände möglichst schnell erreicht und bekämpft werden, bevor sie sich zu größeren Flächenbränden entwickeln. Das Fahrzeug kann zudem Wasser bis zu einer Tiefe von 800 Millimetern durchfahren.

Brandschutzbedarfsplan

Die Anschaffung des Vorauslöschfahrzeugs geht auf den Brandschutzbedarfsplan zurück. Dieser definiert neben klassischen Einsatzszenarien wie Wohnungsbränden und Verkehrsunfällen auch ein Schutzziel für Vegetationsbrände und trägt damit den umfangreichen Wald- und Vegetationsflächen im Warburger Stadtgebiet Rechnung. Demnach sollen innerhalb von zehn Minuten nach der Alarmierung zwei Einsatzkräfte mit einem geländegängigen Fahrzeug die Erkundung im betroffenen Bereich aufnehmen können.

Das neue Vorauslöschfahrzeug ist für diese Aufgabe modular ausgerüstet. Es kann auch in unwegsamem Gelände vorausfahren, die Lage erkunden und erste Löschmaßnahmen durchführen. Um die Zahl der Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Warburg nicht weiter zu erhöhen, wird das Fahrzeug zudem auch als Kommandofahrzeug bei Einsätzen genutzt, kann Patienten transportieren oder wird bei Logistik-Aufgaben eingesetzt.

Angeschafft wurde das Vorauslöschfahrzeug am 12. August 2026 und kam noch am selben Tag erstmals zum Einsatz. Bei zwei Motorradverkehrsunfällen unterstützte das neue Fahrzeug die Einsatzkräfte. Bis zum 4. September 2026 hat das VLF bereits rund 20 Einsätze absolviert.

Einsätze auf der Diemel

Für rund 8.000 Euro wurde außerdem ein Schnelleinsatzschlauchboot angeschafft. Das 3,30 Meter lange und rund 50 Kilogramm schwere Boot wird zusammengefaltet transportiert und künftig auf dem Rüstwagen mitgeführt. Zwei Einsatzkräfte können es innerhalb von rund 90 Sekunden mit Pressluft aufpumpen und einsatzbereit machen.

Das mit Paddeln angetriebene Boot bietet Platz für zwei Feuerwehrangehörige und bis zu drei zu rettenden Personen. Schwerpunktmäßig soll es bei Einsätzen auf der Diemel genutzt werden. Für das strömende Gewässer sind die vorhandenen Aluminium-Hochwasserboote nur eingeschränkt geeignet.

Weitere 9.000 Euro wurden in eine Eisrettungsgabel und zwei neue Trailer für die vorhandenen Aluminiumboote investiert. Die bisherigen Bootsanhänger hatten aufgrund ihres Zustandes keine TÜV-Abnahme mehr erhalten. Die Eisrettungsgabel ist ein spezielles Rettungsgerät für die Rettung eingebrochener Personen auf zugefrorenen Gewässern.

Neue Ausstattung für den Rüstwagen

Auch die Ausstattung des Rüstwagens, Baujahr 2003, wurde für rund 50.200 Euro überprüft und modernisiert. Neu hinzugekommen ist unter anderem ein Abstützsystem aus Rohren und Schienen. Damit können beispielsweise verunfallte Pkw und Lkw oder Gebäudeteile stabilisiert und gesichert werden. Das System wird künftig dauerhaft auf dem Rüstwagen mitgeführt.

Digitalfunk ersetzt 30 Jahre alte Technik

Eine weitere große Investition betrifft die Kommunikation. Für rund 90.000 Euro wurden digitale Handfunkgeräte angeschafft. Sie ersetzen die bislang genutzten analogen Geräte, die rund 30 Jahre alt waren. Die Technik war inzwischen veraltet, zudem kam es aufgrund des Alters zunehmend zu Defekten. Mit der Neubeschaffung wird die Handfunktechnik der Feuerwehr Warburg auf den Digitalfunk umgestellt.

Weitere rund 25.000 Euro flossen in Kleinmaterial und zusätzliche Ausstattung. Dazu gehören unter anderem Funkmeldeempfänger, Werkzeuge und weitere Einsatzmittel.

Vorstellung beim Übungssamstag

Vorgestellt werden die neuen Fahrzeuge und Boote im Rahmen des traditionellen Übungssamstags der Feuerwehr Warburg. Dieser findet alle zwei Jahre statt und dient der intensiven Aus- und Fortbildung. Rund 100 Kameradinnen und Kameraden absolvieren dabei von 8 bis 17 Uhr an verschiedenen Orten im Stadtgebiet praktische Übungen sowie theoretische Ausbildungsanteile.

Die Neuanschaffungen verbessern die Möglichkeiten der Feuerwehr in ganz unterschiedlichen Einsatzbereichen – von der technischen Hilfeleistung über die Wasserrettung bis zur Bekämpfung von Wald- und Vegetationsbränden. Gleichzeitig ersetzen sie teilweise Technik, die nach jahrzehntelangem Einsatz das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht hat.

Bereits 268 Einsätze im laufenden Jahr

Die Neuanschaffungen treffen auf einen weiterhin hohen Einsatzbedarf der Feuerwehr Warburg. Bis zum 2. September 2026 wurden die Einsatzkräfte bereits zu 286 Einsätzen alarmiert. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2025 verzeichnete die Feuerwehr rund 300 Einsätze. Zu den häufigsten Einsatzanlässen zählen Verkehrsunfälle und Ölspuren sowie die Unterstützung des Rettungsdienstes.

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