Bis Anfang des Jahrtausends bestand in Warburg ein erfolgreicher Schachverein, der auf eine lange Tradition zurückblicken konnte. Selbst in der Schachmythologie fand die Hansestadt Erwähnung: Einst wurde „der“ Märchenprinz auf ihrem Hausberg gefangen gehalten. Seine Peiniger gewährten ihm eine Schachpartie auf Leben und Tod. In aussichtsloser Lage rettete ihn Caissa, die Göttin des Schachs, indem sie seinen Gegner mit Schachblindheit schlug.
Trotz der traditionsreichen, sagenumwobenen Vergangenheit geriet Schach nach der Auflösung des Vereins ins Abseits, wurde aber weiter in privaten Zirkeln und im schulischen Bereich gepflegt.
Die VHS Diemel-Egge-Weser bietet seit dem Herbstsemester 2024 in Warburg Schachkurse in hansischem Ambiente an, die dem Kampf gegen Schachblindheit gewidmet sind und gut angenommen werden. Mittelfristig bestehen Chancen auf einen organisatorischen Neubeginn.
Der nächste Kurs für Anfänger beginnt am 25. Februar in entspannter Atmosphäre.