Seit sieben Wochen ist die diesjährige Artist in Residence Franka Bohny in Karl Repfennigs Wohnung und Atelier in Schloss Bevern zu Gast. Sie hat fotografiert – im Moor, im Wald und auf den Felder rund um Bevern –, sie hat die Glashütte OI in Holzminden und Sollingglas in Derental besucht, Wände mit Rettungsdecken verkleidet, Torf mit Buntglas inszeniert und hunderte Löcher in kleine Glasscheiben gebohrt. Sie hatte große Freude an vielen schönen Begegnungen mit Menschen in Bevern und in der ganzen Region und an den spannenden und zugewandten Gesprächen bei der „Halbzeit“-Ausstellung Ende August, wo ihre Werke im Prozess zu sehen waren.
Aus all dem sind Stück für Stück zwei künstlerische Rauminstallationen zur regionalen Tradition der Glasherstellung und der Nutzung der Moore entstanden. In der ersten verbindet sich Torf mit Glasfundstücken aus dem Moor Mecklenbruch bei Silberborn sowie mit Glasabfällen aus der regionalen Industrie. In der zweiten Arbeit zeigen sich diese Themen in Form von Fotografien auf Glas in einem Raum voll Rettungsdecken, die Hitze „sichtbar” machen. Franka Bohny beschäftigt sich hier intensiv mit den Folgen von Hitzewellen, wie wir sie im Zuge des Klimawandels immer häufiger erleben.
Die beiden Installationen werden in der Ausstellung „Vom Stechen und Zerfließen“ vom 27. September bis zum 25. Oktober im Atelier Repfennig zu sehen sein, Öffnungszeiten jeweils mittwochs, freitags und sonntags von 15 bis 17 Uhr. Zur Ausstellungseröffnung mit der Gastkünstlerin lädt die Gruppe des Atelier Repfennig am 27. September um 11 Uhr herzlich ein, der Eintritt ist kostenlos.