Ziele bleiben noch nebulös zum Projekt Gemeinwohlcampus in Höxter | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 16.07.2026 14:54, aktualisiert am 20.08.2026 12:30

Ziele bleiben noch nebulös zum Projekt Gemeinwohlcampus in Höxter

Ute Aland (Vorsitzende des Freundeskreis Bot. Garten Höxter und Dozentin für Pflanzenverwendung an der TH Höxter) lud Dr. Christoph Harrach (Projektverantwortliche Gemeinwohlcampus) zu einer Fragestunde ein.  (Foto: Barbara Siebrecht)
Ute Aland (Vorsitzende des Freundeskreis Bot. Garten Höxter und Dozentin für Pflanzenverwendung an der TH Höxter) lud Dr. Christoph Harrach (Projektverantwortliche Gemeinwohlcampus) zu einer Fragestunde ein. (Foto: Barbara Siebrecht)
Ute Aland (Vorsitzende des Freundeskreis Bot. Garten Höxter und Dozentin für Pflanzenverwendung an der TH Höxter) lud Dr. Christoph Harrach (Projektverantwortliche Gemeinwohlcampus) zu einer Fragestunde ein. (Foto: Barbara Siebrecht)
Ute Aland (Vorsitzende des Freundeskreis Bot. Garten Höxter und Dozentin für Pflanzenverwendung an der TH Höxter) lud Dr. Christoph Harrach (Projektverantwortliche Gemeinwohlcampus) zu einer Fragestunde ein. (Foto: Barbara Siebrecht)
Ute Aland (Vorsitzende des Freundeskreis Bot. Garten Höxter und Dozentin für Pflanzenverwendung an der TH Höxter) lud Dr. Christoph Harrach (Projektverantwortliche Gemeinwohlcampus) zu einer Fragestunde ein. (Foto: Barbara Siebrecht)

Auf Einladung des Freundeskreises des Botanischen Gartens Höxter sprach Dr. Christoph Harrach, der die Vertretung der Professur „Gemeinwohlorientierte Innovationen“ an der TH OWL übernommen hat im Audimax an der Hochschule in Höxter.
Die Mitglieder des Freundeskreises und weiteren, interessierten Zuhörenden hatten drängende Fragen zur Zukunft des Hochschulstandortes und des damit verbundenen Botanischen Gartens. Perspektivisch sollen, nach einem Beschluss des Hochschulsenats und des Präsidiums der TH OWL die hier angesiedelten Studiengänge des Sustainable Campus nach Lemgo verlegt werden. Der Referent, Dr. Harrach ist der Projektverantwortliche für das Projekt der Einrichtung eines Gemeinwohlcampus am Standort Höxter und vom Präsidium seit Anfang 2025 mit einer halben Stelle beauftragt, den Prozess zu moderieren. Harrach beschäftigt sich seit mehr als 15 Jahren als Sozialunternehmer und Wissenschaftler mit den Themen nachhaltige Entwicklung und zukunftsfähige Innovationen.
Dr. Harrach stellte dar, dass sich der Kreis Höxter das Ziel der Gemeinwohl-Region seit dem 1.10. 2024 formuliert habe und der Landtag NRW die nationale Strategie der Sozialen Innovation und Gemeinwohlorientierung anstrebt. Drei der Elf formulierten Ziele könnten für die TH Höxter relevant sein: Vernetzung, Forschung und Kompetenzentwicklung (Lehre/Ausbildung). Zum 1. Juni 2026 wurde eine Professur „Gemeinwohlorientierte Innovationen eingerichtet, um ein Gemeinwohl-Institut aufzubauen.

Ideen gesucht

Harrach stellt dar, dass der Rückgang der Studierendenzahlen nicht nur in Höxter, sondern landesweit, insbesondere in ländlichen Regionen Fakt sei. Um im Sinne des Ministeriums erfolgreich zu sein, gelte es aber die 10.000 Quadratmeter am Standort Höxter zu „bespielen“, die gegenwärtig zur Hälfte ungenutzt seien. Neue Lehr- und Lernangebote für alle Glieder der Bildungskette könnten angestrebt werden. Mit verschiedenen Akteuren hat Harrach Gespräche geführt und 25 unterstützende Absichtserklärungen zum Bsp. von der HAWK Holzminden, der Bertelsmann-Stiftung und dem Humboldt Institut eingesammelt. Denkbar seien zum Beispiel Summer-Schools oder Blockseminare am Standort anzusiedeln. Die Gespräche mit Stadt, Kreis Kommunen und Berufskollege im Kreis Höxter seinen aber schwierig, die Fronten verhärtet. Nach dem Hochschulgesetzt müsse hier auf jeden Fall Lehre stattfinden. Dr. Christoph Harrach wünschte sich gemeinsam vorzudenken und nicht das Urteil der Klage des Hochschulpräsidiums gegen das Land NRW abzuwarten, er meinte zum Stand der Überlegungen „Wir bewegen uns auf dem Niveau eines kleinen Pflänzchens“.

Reaktionen

Professor Cassian Schmidt formulierte: „Man müsste von Ihnen etwas Konkretes hören, wie es mit dem Garten weitergeht. Der Botanische Garten ist ein Alleinstellungsmerkmal für die Hochschule und für die Stadt Höxter.“ Die Anwesenden befürchten, dass der Botanische Garten verwildern könnte, wenn die Pflege nicht sichergestellt wird. Die jetzt angesiedelten Studiengänge stünden nicht im Widerspruch zum Gemeinwohl-Campus und es wäre doch nicht sinnvoll, diese zu nach Lemgo zu verlegen forderte eine Zuhörerin. Ute Aland meinte „Für uns als Mitarbeitende war der Handlungsbedarf auch klar, wir waren willig zu gestalten und erfuhren eine Art Entmündigung, ein Misstrauen ist gewachsen, Gespräche als ergebnisoffen zu erleben wäre schön.“ Professor Cassian Schmidt sagte: Wir haben noch nicht aufgegeben, wir machen weiter Forschung.“ Dr. Harrach sagte abschließend, „Ich gebe mein Bestes, aber das geht nur gemeinsam hier, da ist auf beiden Seiten viel Porzellan zerschlagen worden.“

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