Falsche Handwerker und Haustürbetrüger | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 15.08.2026 13:11

Falsche Handwerker und Haustürbetrüger

Falscher Handwerker steht vor der Haustür. (Foto: Magnific)
Falscher Handwerker steht vor der Haustür. (Foto: Magnific)
Falscher Handwerker steht vor der Haustür. (Foto: Magnific)
Falscher Handwerker steht vor der Haustür. (Foto: Magnific)
Falscher Handwerker steht vor der Haustür. (Foto: Magnific)

Ob angebliche Handwerker, Mitarbeitende eines Energieversorgers, vermeintliche Servicetechniker, Dienstleister oder falsche Mitarbeitende von Hilfsorganisationen – Betrüger nutzen immer wieder das Vertrauen von Bürgern aus, um sich Zutritt zu Wohnungen und Häusern zu verschaffen. Deshalb ist es ratsam, bei unangekündigten Besuchen an der Haustür besonders aufmerksam zu sein.

Die Täter treten häufig freundlich und kompetent auf. Sie behaupten beispielsweise, Wasserleitungen überprüfen, den Stromzähler ablesen oder dringende Reparaturen durchführen zu müssen. In manchen Fällen lenkt eine Person die Bewohner ab, während eine zweite unbemerkt nach Bargeld, Schmuck oder anderen Wertgegenständen sucht. Andere versuchen, Verträge unter Druck abzuschließen oder sensible persönliche Daten zu erhalten.

Auch „reisende Handwerker“, die spontan an der Haustür überteuerte Dienstleistungen rund um Haus und Garten anbieten, kommen aktuell vermehrt vor. Bei diesen spontan angebotenen Handwerkerleistungen rund um Haus und Hof handelt es sich oft um Dach-, Fassaden-, Pflaster- und Reinigungsarbeiten oder um Grünholzbeschneidung. Die unmittelbar begonnenen Dienstleistungen dienen allerdings oft nur als Täuschung und werden nicht beendet oder nur unprofessionell ausgeführt. Die Bezahlung wird dann trotzdem vehement gefordert oder das Geld muss bereits im Vorfeld entrichtet werden.

„Seriöse Handwerksbetriebe und Versorgungsunternehmen kündigen Termine in der Regel an oder können sich eindeutig ausweisen. Lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen und prüfen Sie sorgfältig, wer vor Ihrer Tür steht“, empfiehlt das Netzwerk „Zuhause sicher“.

Vorsicht vor dem „Kettentrick“

Nicht unbedingt an der Haustür, sondern eher auf der Straße findet der sogenannte „Kettentrick“ statt.

Der Kettentrick (auch Goldketten-Betrugsmasche genannt) ist eine perfide Form des Trickdiebstahls, bei der Kriminelle den hochwertigen echten Schmuck ihrer Opfer unbemerkt durch wertlosen Modeschmuck ersetzen, während dieser am Körper getragen wird. Die Täter sprechen ihr Opfer auf offener Straße, auf Parkplätzen oder direkt aus einem langsam fahrenden Auto heraus an. Meist bitten sie extrem höflich um eine harmlose Auskunft, wie etwa eine Wegbeschreibung zum nächsten Krankenhaus. Hat das Opfer geholfen, täuschen die Kriminellen eine überschwängliche, oft emotionale Dankbarkeit vor. Um sich zu „bedanken”, drängen sie dem Helfer billigen, glänzenden Modeschmuck auf. Unter dem Vorwand, dem Opfer das Schmuckstück als Geschenk direkt um den Hals zu legen oder einen Ring anzustecken, stellen die Täter engen Körperkontakt her. Während sie den wertlosen Modeschmuck umlegen, öffnen oder entwenden sie mit flinken Fingern blitzschnell die echte Goldkette oder das Armband des Opfers.

Besonders ältere Menschen werden häufig gezielt angesprochen. Deshalb empfiehlt es sich, auch mit Angehörigen und Nachbarn regelmäßig über aktuelle Betrugsmaschen zu sprechen und bei Unsicherheiten Unterstützung anzubieten.

Bei Verdacht oder Tat: 110 wählen

Wer den Verdacht hat, Opfer eines Betrugsversuchs geworden zu sein oder eine verdächtige Person im Wohnumfeld bemerkt, sollte sich umgehend an die Polizei wenden. Wer bereits bestohlen wurde oder sich bedroht fühlt, sollte sofort den Polizeinotruf 110 wählen.

Weitere Informationen erhalten Interessierte bei den kriminalpolizeilichen Beratungsstellen sowie beim Netzwerk „Zuhause sicher“: www.zuhause-sicher.de.

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