Ausbildung zum Straßenwärter beim Kreis | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 29.09.2026 14:55

Ausbildung zum Straßenwärter beim Kreis

Julius Oesselke aus Brakel macht beim Kreis Höxter eine Ausbildung zum Straßenwärter. Für sichere Straßen zu sorgen, gehört zu seinem Berufsalltag – dazu kann auch der Austausch einer Brückenbohle gehören. (Foto: Kreis Höxter)
Julius Oesselke aus Brakel macht beim Kreis Höxter eine Ausbildung zum Straßenwärter. Für sichere Straßen zu sorgen, gehört zu seinem Berufsalltag – dazu kann auch der Austausch einer Brückenbohle gehören. (Foto: Kreis Höxter)
Julius Oesselke aus Brakel macht beim Kreis Höxter eine Ausbildung zum Straßenwärter. Für sichere Straßen zu sorgen, gehört zu seinem Berufsalltag – dazu kann auch der Austausch einer Brückenbohle gehören. (Foto: Kreis Höxter)
Julius Oesselke aus Brakel macht beim Kreis Höxter eine Ausbildung zum Straßenwärter. Für sichere Straßen zu sorgen, gehört zu seinem Berufsalltag – dazu kann auch der Austausch einer Brückenbohle gehören. (Foto: Kreis Höxter)
Julius Oesselke aus Brakel macht beim Kreis Höxter eine Ausbildung zum Straßenwärter. Für sichere Straßen zu sorgen, gehört zu seinem Berufsalltag – dazu kann auch der Austausch einer Brückenbohle gehören. (Foto: Kreis Höxter)

Eine alte Brückenbohle ist durchgebrochen und muss ersetzt werden: Für Julius Oesselke gehört auch so etwas zum Ausbildungsalltag. Gemeinsam mit seinen Kollegen steht der Auszubildende an einer Brücke in Vinsebeck. Gemeinsam messen der ausgebildete Straßenwärter und der angehende Straßenwärter den neuen Balken aus, zeichnen ihn an und schneiden ihn auf das passende Maß. Anschließend werden die alten Schrauben gelöst, das alte Holz entfernt, die neue Bohle eingesetzt und festgeschraubt. „Die handwerkliche Arbeit ist vielseitig. Jeden Tag gibt es eine neue Aufgabe. Genau diese Abwechslung gefällt mir“, sagt der 17-Jährige, der seine Ausbildung zum Straßenwärter auf dem Kreisbauhof in Rolfzen absolviert.

Der Einsatz an einer Brücke ist eine von den vielseitigen Aufgaben eines Straßenwärters. Von Bau- und Instandhaltungsarbeiten an Straßen über Pflege und Wartung der Entwässerungseinrichtungen, das Aufstellen von Verkehrszeichen, die Pflege von Gehölzbeständen und Grünflächen bis hin zum Winterdienst mit den großen Räumfahrzeugen: „In diesem Ausbildungsberuf lerne ich als junger Mensch viele verschiedene Bereiche kennen“, erzählt Julius Oesselke. Auch die Einsatzorte und Teams wechseln regelmäßig. Morgens wird er einem Team zugeteilt. Manche Einsätze sind nach einem Tag abgeschlossen, andere dauern länger. „Dadurch ist kein Tag wie der andere.“

Dass sich Julius Oesselke für die Ausbildung zum Straßenwärter entschied, hat er seinem Vater zu verdanken. Der arbeitet selbst beim Kreis Höxter und brachte seinen Sohn auf die Idee, den Beruf kennenzulernen. Bei einem zweiwöchigen Schülerpraktikum auf dem Bauhof in Rolfzen konnte Julius Oesselke dann ausprobieren, ob die Arbeit tatsächlich zu ihm passt. „Mir hat es sofort Spaß gemacht. Wir arbeiten draußen, arbeiten mit den Händen und vor allem in einem guten Team. Ich bin im Team des Kreisbauhofs in Rolfzen mit dem ersten Tag gut aufgenommen worden und habe mich mit allen super verstanden.“ Nach dem Praktikum war für den Jugendlichen klar, dass er sich für die Ausbildung beim Kreis Höxter bewerben würde.

Wichtig sei, von Beginn an motiviert zu sein, mit anzupacken und Interesse zu zeigen. Bei seinem Einsatz an der Brücke konnte Julius Oesselke beispielsweise beim Tragen des Balkens helfen, Schrauben mit dem Schlagschrauber lösen und neue Schrauben wieder einsetzen sowie den neuen Balken ausmessen.

Im Laufe der Ausbildung kommen weitere Qualifikationen hinzu. Bestimmte Tätigkeiten dürfen erst nach entsprechenden Lehrgängen und Einweisungen übernommen werden, etwa der Umgang mit der Motorsense, der Kettensäge und größeren Fahrzeugen. Für Letzteres absolvieren die Auszubildenden im dritten Lehrjahr auch den Lkw-Führerschein.

Voraussetzung für den Lkw-Führerschein ist wiederum ein Pkw-Führerschein (Klasse B). Auch die Kosten für den B-Führerschein werden vom Kreis Höxter für die Auszubildenden zum Straßenwärter übernommen.

Wer sich für die Ausbildung interessiert, sollte vor allem Motivation und handwerkliches Geschick mitbringen. „Wenn man schon mal einen Akkuschrauber in der Hand hatte, gerne mit anpackt und ein Teamplayer ist, sind das gute Voraussetzungen“, erklärt Julius Oesselke. Auch Offenheit für unterschiedliche Aufgaben und die Bereitschaft, Neues zu lernen, seien wichtig.

Neben dem Kreisbauhof in Rolfzen gibt es den Kreisbauhof in Warburg. Für diesen sucht der Kreis Höxter aktuell Auszubildende zum Straßenwärter oder zur Straßenwärterin. Die Ausbildung beginnt am 1. August 2027 und dauert drei Jahre. Zu den theoretischen Ausbildungsinhalten gehören unter anderem die Verkehrsflächeninstandhaltung, die Straßenverkehrssicherung sowie Wirtschafts- und Betriebslehre. Voraussetzung für die Ausbildung ist mindestens ein Hauptschulabschluss.

„Wer Freude an praktischer Arbeit hat und gleichzeitig einen Beruf sucht, bei dem kein Tag wie der andere ist, findet bei uns ein vielfältiges Aufgabenfeld“, stellt Heike Lockstedt-Macke, Abteilungsleiterin Straßen beim Kreis Höxter, heraus.

Wer die Arbeit eines Straßenwärters zunächst kennenlernen möchte, kann sich außerdem für einen Schnuppertag oder ein Praktikum auf einem der Bauhöfe des Kreises Höxter melden. Die detaillierte Stellenbeschreibung und Informationen zur Bewerbung sind auf der Homepage der Kreisverwaltung unter www.azubi.kreis-hoexter.de zu finden. Fragen zum Bewerbungsprozess beantwortet Ausbildungsleiterin Michaela Busche telefonisch unter 05271/965-6410.

Auch auf der Berufseinstiegsmesse STEP1 vom 8. bis 10. Oktober im Kolping-Berufsbildungswerk in Brakel informiert der Kreis Höxter über die Ausbildungsmöglichkeiten und gibt Einblicke in verschiedene Ausbildungsberufe.

north