Ausstellung erinnert an lebendige Tradition der Klus-Prozession in Borgholz | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 14.09.2026 10:37

Ausstellung erinnert an lebendige Tradition der Klus-Prozession in Borgholz

Bürgermeister Nicolas Aisch Begrüßt die Besucher der Ausstellung. (Foto: Christian Riefling)
Bürgermeister Nicolas Aisch Begrüßt die Besucher der Ausstellung. (Foto: Christian Riefling)
Bürgermeister Nicolas Aisch Begrüßt die Besucher der Ausstellung. (Foto: Christian Riefling)
Bürgermeister Nicolas Aisch Begrüßt die Besucher der Ausstellung. (Foto: Christian Riefling)
Bürgermeister Nicolas Aisch Begrüßt die Besucher der Ausstellung. (Foto: Christian Riefling)

Mit einer Ausstellung in der ehemaligen Synagoge in Borgholz ist am Samstag die Veranstaltungsreihe zum 350-jährigen Bestehen der Lobeprozession zur Klus Eddessen eröffnet worden. Zahlreiche Besucher, überwiegend aus Borgholz, nutzten die Gelegenheit, sich über die lange Geschichte der Prozession und ihre Bedeutung für den Ort zu informieren.

Die Ausstellung trägt den Titel „„Es ist Klustag - 350 Jahre Lobeprozession zur Klus Eddessen““ und zeichnet die Entwicklung der Tradition von ihren Anfängen bis in die Gegenwart nach. Im Mittelpunkt stehen dabei historische Dokumente, Fotografien und Erinnerungsstücke, die die Geschichte der Prozession und des damit verbundenen Gelübdes lebendig werden lassen.

Durch die Eröffnung führte Dorothee Gievers-Heinrich. Sie erläuterte die Inhalte der Ausstellung und stellte ausgewählte Exponate vor.

Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf der Auseinandersetzung von Kindern und Jugendlichen mit dem Thema Gemeinschaft. Eine Gruppe junger Borgholzer hat sich gestalterisch mit der Frage beschäftigt, was Gemeinschaft bedeutet und wie sie mit der Tradition der Lobeprozession verbunden ist. Annerose Weber stellte die Arbeiten und die dahinterstehenden Ideen vor. Das Motto „Gemeinschaft“ verbindet dabei die heutige Lebenswelt der Kinder mit dem Gedanken des gemeinsamen Gelübdes, das seit 350 Jahren Menschen miteinander verbindet. Zu den besonderen Stücken gehört ein Aufsatzheft der damals zwölfjährigen Anna Micus aus dem Jahr 1908. Darin beschreibt sie die Lobeprozession und die nach Borgholz kommenden Kostgänger. Das historische Dokument vermittelt einen anschaulichen Einblick in die damalige Bedeutung der Prozession und das Geschehen rund um den Besuch der Wallfahrer.

An der Vorbereitung und Gestaltung der Ausstellung waren Kinder und Jugendliche aus Borgholz sowie ein Team des Freundeskreises Synagoge Borgholz beteiligt. Bürgermeister Nikolas Aisch und Ortsvorsteher Harald Brechtken würdigten in ihren Grußworten das Engagement der Beteiligten. Ihr besonderer Dank galt dem Freundeskreis Synagoge Borgholz, der sich für die Bewahrung der Geschichte und die Aufrechterhaltung der örtlichen Traditionen einsetzt.

Dass die Ausstellung auch persönliche Erinnerungen weckt, zeigte die Reaktion des früheren Bürgermeisters Bernhard Temme. „Bei Betrachtung der Fotos wurden doch wieder viele Erinnerungen wach“, sagte er und machte damit deutlich, wie eng die Lobeprozession mit der Geschichte und den persönlichen Erlebnissen vieler Borgholzer verbunden ist.

Die Ausstellung macht damit nicht nur ein Stück Vergangenheit sichtbar. Sie zeigt zugleich, dass die Lobeprozession auch nach 350 Jahren ein Teil des örtlichen Gemeinschaftslebens geblieben ist und von einer Generation an die nächste weitergegeben wird.

Am kommenden Sonntag steht die Tradition selbst wieder im Mittelpunkt: Dann findet die Lobeprozession zur Klus Eddessen statt. Gleichzeitig wird der Kostgängerverbandstag gefeiert. Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht. Damit erreicht das Jubiläumsjahr einen weiteren Höhepunkt und führt die Geschichte der vergangenen 350 Jahre unmittelbar in die Gegenwart.

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