Dorf zwischen Geschichte und Zukunft | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 02.02.2026 12:10

Dorf zwischen Geschichte und Zukunft

Klaus Kuderer (2.vl) im Interview mit Rainer Mues (1. vl). (Foto: Gerhard Brast)
Klaus Kuderer (2.vl) im Interview mit Rainer Mues (1. vl). (Foto: Gerhard Brast)
Klaus Kuderer (2.vl) im Interview mit Rainer Mues (1. vl). (Foto: Gerhard Brast)
Klaus Kuderer (2.vl) im Interview mit Rainer Mues (1. vl). (Foto: Gerhard Brast)
Klaus Kuderer (2.vl) im Interview mit Rainer Mues (1. vl). (Foto: Gerhard Brast)

Borgholz stand am 28. Januar 2026 im Fokus des Westdeutschen Rundfunks. Bei anhaltendem Schneefall und in einer winterlich verschneiten Landschaft drehte ein WDR-Team für die Sendung Servicezeit einen Beitrag über das Dorf. Trotz erschwerter Verkehrsbedingungen auf der Anreise aus Köln erreichte Klaus Kuderer, freier Mitarbeiter des WDR, pünktlich seinen ersten Drehort: die Synagoge Borgholz. Dort wurde er vom Ortsvorsteher Harald Brechtken begrüßt.

Kuderer, der durch seine jahrzehntelange Tätigkeit für den WDR zahlreiche Synagogen kennengelernt hat, zeigte sich beeindruckt von der Borgholzer Synagoge. Schnell wurde deutlich, dass es sich um ein besonderes Bauwerk handelt – nicht nur in Nordrhein-Westfalen, sondern auch darüber hinaus. Im Gespräch mit Rainer Mues, dem Vorsitzenden des Freundeskreises Synagoge Borgholz, standen vor allem die Herausforderungen, aber auch die Chancen der Mittelbeschaffung für den Erhalt historisch wertvoller Gebäude im Mittelpunkt.

Nach dem historischen Auftakt führte der Drehtag in die Gegenwart. In den Räumen der ehemaligen Volksbank besuchte das WDR-Team die SoftwarePioniere. Geschäftsführer Michael von Detten stellte die Arbeit des Unternehmens vor, das unter anderem für mehrere Bundesliga-Vereine tätig ist. Zudem berichtete er über die Ausbildungssituation eines iranischen Flüchtlings und präsentierte ein neu entwickeltes Tool zur Abbildung von Großveranstaltungen.

Das Mittagessen nahm das Team in der Pizzeria Borgholz ein. Dabei sorgten sowohl die kurzen Wege zwischen den einzelnen Drehorten als auch die umfangreiche Speisekarte der Pizzeria für positive Überraschung.

Anschließend ging es weiter zur Burg Borgholz. Auf dem Weg dorthin nutzte das Kamerateam die Gelegenheit, weitere Sehenswürdigkeiten wie den Marktplatz und die Kirche filmisch festzuhalten. Besonders ins Auge fielen die „Digitalpunkte Borgholz“, über die Besucher per QR-Code und Smartphone Informationen zu zahlreichen interessanten Orten erhalten können. Digitallotse Gerhard Brast informierte über die vielfältigen Aktivitäten des DZD-Teams im Ort.

In der Burg selbst standen die Spielscheune, das Burggebäude sowie der imposante Lindenbaum, der bereits 1648 gepflanzt wurde, im Mittelpunkt der Aufnahmen. Präsentiert wurden diese von „Burgherrn“ Jan-Gerrit Möltgen. An allen Stationen gab es so viel zu sehen, dass die Zeit knapp wurde. Dennoch konnte der Zeitplan eingehalten werden, auch wenn einzelne Szenen mehrfach gedreht werden mussten. „Ich habe eine Zeitlang mit Frank Plasberg gearbeitet“, erklärte Klaus Kuderer, „da lernt man, effektiv zu arbeiten.“

Ein weiterer Programmpunkt durfte nicht fehlen: der Hybride Markt in Borgholz. Beate und Wolfgang Wulf berichteten über die Einführung und die ersten Erfahrungen mit dem Einkaufsmodell, das es ermöglicht, insbesondere abends und am Samstagnachmittag ohne Personal einzukaufen. Wie das System funktioniert, demonstrierte „Testkunde“ Lukas Ewen.

Mit all diesen Stationen präsentierte sich Borgholz als ein „cleveres Dorf“, in dem historische Identität, modernes Unternehmertum, digitale Innovationen und neue Versorgungsmodelle selbstverständlich miteinander verbunden sind. Kurze Wege, engagierte Akteure und pragmatische Lösungen zeigen, wie Zukunftsfähigkeit auch im ländlichen Raum gelingen kann.

Der Beitrag soll Ende Februar in der Servicezeit im WDR ausgestrahlt werden. Unter dem Titel „Clevere Dörfer“ werden dort neben Borgholz fünf weitere Orte aus Nordrhein-Westfalen vorgestellt, die beispielhaft zeigen, wie kleinere Ortschaften die Zukunft für die Landbevölkerung aktiv gestalten.

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