Am 1. März wurde die Ausstellung der Bundesstiftung für Aufarbeitung „Frauen im geteilten Deutschland“ in der „Alte Waage“ in Brakel eröffnet. Die Ausstellung stellt die Frage, ob Frauen in beiden deutschen Staaten trotz unterschiedlicher politischer und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen ein gemeinsames Streben nach Selbstbestimmung in einem männlich geprägten System verbindet.
Viele informative Themenbereiche der Ausstellung werden durch besondere Exponate wie z.B. eine DDR-Gedenkmünze von Clara Zetkin aus dem Jahr 1971 bereichert. „Heiraten als Lebensentwurf‘ ist beispielsweise ein Kapitel der Ausstellung übertitelt, in dem ein Hochzeitkleid aus den 1970er Jahren präsentiert wird. Als Beleg früher politischer Selbstbestimmung kann in der Ausstellung als besondere Leihgabe des Archivs der Deutschen Frauenbewegung die Puppe „Jettchen“ als Geschenk der Frauen Berlins an die Delegierten des Frauenkongresses der DDR im Juni 1964 angesehen werden. Die Vorsitzende, Evelyn Walker-Fimmel, und Bürgermeister Alexander Kleinschmidt konnten bereits über 80 Interessierte bei der Ausstellungseröffnung begrüßen.
„Über zahlreiche Infotafeln können Besucherinnen und Besucher sich über verschiedenste Themen aus dieser Zeit umfassend informieren und die entsprechenden QR-Codes auf den einzelnen Tafeln liefern darüber hinaus noch weitergehende Details“, so Brakels Bürgermeister Alexander Kleinschmidt.
Die Ausstellung arbeite aber nicht nur mit Daten und Fakten, sondern biete anhand von Alltagsgegenstände die Möglichkeit, sich in die Zeit hineinzudenken, so die Einladung des Bürgermeisters zum Besuch der Ausstellung, die noch bis Sonntag, 5. April 2026, immer dienstags, mittwochs, donnerstags und sonntags von 14 bis 16 Uhr, oder nach Vereinbarung, geöffnet ist. Der Eintritt ist frei.