Offenlegung des Gewässers „Siechenbach“ | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 02.04.2026 09:20

Offenlegung des Gewässers „Siechenbach“

Die Projektbeteiligten (v.l.): Ines Koßmann (Stadt Brakel Planen und Bauen), Bürgermeister Alexander Kleinschmidt, Johannes Schönhoff (Fa. Gebr. Schönhoff), Dirk Ihmor (Ing.-Büro Turk), Tobias Bielefeld (Stadt Brakel), Landschaftsarchitektin Anja Multhaup und Dr. Michael Turk vom Ing.-Büro Turk. (Foto: Stadt Brakel)
Die Projektbeteiligten (v.l.): Ines Koßmann (Stadt Brakel Planen und Bauen), Bürgermeister Alexander Kleinschmidt, Johannes Schönhoff (Fa. Gebr. Schönhoff), Dirk Ihmor (Ing.-Büro Turk), Tobias Bielefeld (Stadt Brakel), Landschaftsarchitektin Anja Multhaup und Dr. Michael Turk vom Ing.-Büro Turk. (Foto: Stadt Brakel)
Die Projektbeteiligten (v.l.): Ines Koßmann (Stadt Brakel Planen und Bauen), Bürgermeister Alexander Kleinschmidt, Johannes Schönhoff (Fa. Gebr. Schönhoff), Dirk Ihmor (Ing.-Büro Turk), Tobias Bielefeld (Stadt Brakel), Landschaftsarchitektin Anja Multhaup und Dr. Michael Turk vom Ing.-Büro Turk. (Foto: Stadt Brakel)
Die Projektbeteiligten (v.l.): Ines Koßmann (Stadt Brakel Planen und Bauen), Bürgermeister Alexander Kleinschmidt, Johannes Schönhoff (Fa. Gebr. Schönhoff), Dirk Ihmor (Ing.-Büro Turk), Tobias Bielefeld (Stadt Brakel), Landschaftsarchitektin Anja Multhaup und Dr. Michael Turk vom Ing.-Büro Turk. (Foto: Stadt Brakel)
Die Projektbeteiligten (v.l.): Ines Koßmann (Stadt Brakel Planen und Bauen), Bürgermeister Alexander Kleinschmidt, Johannes Schönhoff (Fa. Gebr. Schönhoff), Dirk Ihmor (Ing.-Büro Turk), Tobias Bielefeld (Stadt Brakel), Landschaftsarchitektin Anja Multhaup und Dr. Michael Turk vom Ing.-Büro Turk. (Foto: Stadt Brakel)

Am Dienstag, 7. April, beginnt in der Kernstadt Brakel ein umfassendes Projekt zur ökologischen Aufwertung des Gewässers Siechenbach. Im Mittelpunkt dieser Maßnahme stehen die Renaturierung des Gewässers, die Errichtung eines grünen Klassenzimmers und der Hochwasserschutz.

„Die Offenlegung des Siechenbaches ist ein weiterer wichtiger Schritt, um den Hochwasserschutz in Brakel zukunftssicher aufzustellen“, so Bürgermeister Alexander Kleinschmidt. Zudem werde ein naturnaher Lernort für Kinder und Jugendliche geschaffen und das Gewässer, auch mit Blick auf die zukünftigen Generationen, für die Bevölkerung erlebbar gemacht, so der Bürgermeister.

Ziel der Maßnahme ist es, Natur, Bildung und Hochwasserschutz miteinander zu verbinden und den Siechenbach langfristig widerstandsfähiger zu machen. Im Mittelpunkt stehen die Förderung der Biodiversität, die Verbesserung der Wasserqualität und die Stärkung der natürlichen Gewässerdynamik. Kernstück des Projekts ist eine umfassende Renaturierung des Gewässers. Das Gewässerbett wird dabei aufgeweitet und in Teilbereichen vertieft, Uferzonen naturnah umgestaltet und standortgerechte Vegetation gepflanzt. Durch das Einbringen von Kiesstrukturen entsteht so ein vielfältiger Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Ökologische Funktionen und die natürliche Dynamik des Wassers werden dadurch gestärkt. Ein Hauptziel der Maßnahme ist zudem eine Verbesserung des Hochwasserschutzes, denn durch die Aufweitung und Schaffung zusätzlicher Retentionsräume kann sich das Wasser bei Starkregenereignissen besser ausbreiten. Dadurch werden angrenzende Siedlungsbereiche entlastet und das Risiko von Überflutungen nachhaltig reduziert.

Auch die Errichtung eines „grünen Klassenzimmers“ ist unmittelbar am Gewässer geplant. Dieser neue Lernort im Freien wird mit Sitzgelegenheiten aus Naturmaterialien, geeigneten Aufenthaltsbereichen sowie sicheren Zugängen zum Wasser ausgestattet. Schulen, Kitas und weitere Bildungseinrichtungen können hier ökologische Zusammenhänge direkt vor Ort erleben und den Siechenbach als außerschulischen Lernort in ihren Unterricht integrieren.

„Mit dem Projekt schaffen wir einen echten Mehrwert für Mensch und Natur. Nicht nur der ökologische Gewässerzustand kann verbessert werden, auch für die Bürgerinnen und Bürger wird das Gewässer künftig erlebbar“, so Ines Koßmann, Fachbereichsleiterin Planen und Bauen. Die Gesamtinvestition liegt bei rund 1,4 Mio. Euro und wird durch Mittel des Bundes im Rahmen der Maßnahme „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen (NKK)“ in Höhe von rund 1,1 Mio. Euro gefördert.

Verkehrseinschränkungen

Die Bauarbeiten zur Offenlegung des Gewässers sollen voraussichtlich im Spätherbst 2026 abgeschlossen sein. Während der gesamten Bauphase müssen allerdings der Parkplatz „Im Schild“ sowie der Fußweg zwischen der Straße „Im Schild“ und der „Bahnhofstraße“ voll gesperrt werden. Der Zugang zur Gesamtschule über die Straße „Im Schild“ ist daher in diesem Zeitraum nicht möglich. Eine Umleitung für den Fußverkehr ist entsprechend ausgeschildert. Die Verkehrsteilnehmer/innen werden gebeten, das Gelände der Gesamtschule während der gesamten Bauzeit von der Straße „Am Bahndamm“ aus Richtung Ostheimer Straße anzufahren (aufgrund der ab Mai anstehenden Sanierungsarbeiten an der K 50). Die Stadt Brakel bittet alle Verkehrsteilnehmer/innen um Verständnis für die durch die Baumaßnahme entstehenden Unannehmlichkeiten.

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