Kreis Höxter setzt auf Vernetzung und Innovation | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 13.05.2026 09:09

Kreis Höxter setzt auf Vernetzung und Innovation

Freuten sich über die gute Beteiligung beim zweiten ZukunftsForum Berufliche Bildung (v.l.): Michael Stolte, GfW, Gabriele Böker, Leiterin der Abteilung Schule und Kultur des Kreises Höxter, Michael Urhahne, Schulleiter Berufskolleg Kreis Höxter, Kreisdirektorin Manuela Kupsch, Matthias Gehle, Schulleiter Johann-Conrad-Schlaun Berufskolleg, Gastrednerin Prof. Dana Mietzner, TH Wildau, Landrat Michael Stickeln und Birgit Klennert, Leiterin der Geschäftsstelle des RBZB. (Foto: Kreis Höxter)
Freuten sich über die gute Beteiligung beim zweiten ZukunftsForum Berufliche Bildung (v.l.): Michael Stolte, GfW, Gabriele Böker, Leiterin der Abteilung Schule und Kultur des Kreises Höxter, Michael Urhahne, Schulleiter Berufskolleg Kreis Höxter, Kreisdirektorin Manuela Kupsch, Matthias Gehle, Schulleiter Johann-Conrad-Schlaun Berufskolleg, Gastrednerin Prof. Dana Mietzner, TH Wildau, Landrat Michael Stickeln und Birgit Klennert, Leiterin der Geschäftsstelle des RBZB. (Foto: Kreis Höxter)
Freuten sich über die gute Beteiligung beim zweiten ZukunftsForum Berufliche Bildung (v.l.): Michael Stolte, GfW, Gabriele Böker, Leiterin der Abteilung Schule und Kultur des Kreises Höxter, Michael Urhahne, Schulleiter Berufskolleg Kreis Höxter, Kreisdirektorin Manuela Kupsch, Matthias Gehle, Schulleiter Johann-Conrad-Schlaun Berufskolleg, Gastrednerin Prof. Dana Mietzner, TH Wildau, Landrat Michael Stickeln und Birgit Klennert, Leiterin der Geschäftsstelle des RBZB. (Foto: Kreis Höxter)
Freuten sich über die gute Beteiligung beim zweiten ZukunftsForum Berufliche Bildung (v.l.): Michael Stolte, GfW, Gabriele Böker, Leiterin der Abteilung Schule und Kultur des Kreises Höxter, Michael Urhahne, Schulleiter Berufskolleg Kreis Höxter, Kreisdirektorin Manuela Kupsch, Matthias Gehle, Schulleiter Johann-Conrad-Schlaun Berufskolleg, Gastrednerin Prof. Dana Mietzner, TH Wildau, Landrat Michael Stickeln und Birgit Klennert, Leiterin der Geschäftsstelle des RBZB. (Foto: Kreis Höxter)
Freuten sich über die gute Beteiligung beim zweiten ZukunftsForum Berufliche Bildung (v.l.): Michael Stolte, GfW, Gabriele Böker, Leiterin der Abteilung Schule und Kultur des Kreises Höxter, Michael Urhahne, Schulleiter Berufskolleg Kreis Höxter, Kreisdirektorin Manuela Kupsch, Matthias Gehle, Schulleiter Johann-Conrad-Schlaun Berufskolleg, Gastrednerin Prof. Dana Mietzner, TH Wildau, Landrat Michael Stickeln und Birgit Klennert, Leiterin der Geschäftsstelle des RBZB. (Foto: Kreis Höxter)

Wie kann die Ausbildung der Fachkräfte von morgen im Kreis Höxter noch bedarfsgerechter gestaltet werden? Diese zentrale Frage stand im Mittelpunkt des zweiten ZukunftsForums Berufliche Bildung des Kreises Höxter, das kürzlich im BildungsCampus Handwerk in Brakel stattfand. 70 Expertinnen und Experten aus Bildung, Wissenschaft, Betrieben, Kammern und Innungen sowie der Berufskollegs kamen zusammen, um Strategien für eine starke Bildungsregion zu entwickeln. Auch Schülerinnen, Schüler und Auszubildende waren mit dabei und brachten ihre Perspektive mit ein. Ziel des zweiten ZukunftsForums Berufliche Bildung war der übergreifende Dialog auf Augenhöhe und die gemeinsame Weiterentwicklung des Bildungsangebotes an den Berufskollegs des Kreises Höxter.

„Die berufliche Bildung junger Menschen bleibt eine der wichtigsten Investitionen in die Zukunft unseres Heimatkreises“, betonte Landrat Michael Stickeln in seiner Begrüßung. Einen zentralen Beitrag zum Austausch leistete Prof. Dana Mietzner von der Technischen Hochschule Wildau. In ihrem Impulsvortrag stellte sie als Beispiel für gelungene Innovation, Vernetzung und aktive Beteiligung der Bürgerschaft in einer ländlichen Region den Gewerbehof Luckenwalde vor. „Menschen sind Mitgestaltende. Im ländlichen Raum funktioniert Innovation nicht Top-down. Sie entsteht dann, wenn Menschen selbst aktiv werden“, so Prof. Dana Mietzner.

Praxistaugliche Lösungen

In sechs Workshops tauschten sich die Teilnehmenden des Forums intensiv über aktuelle Herausforderungen im Kreis Höxter aus und entwickelten Ideen für innovative und praxistaugliche Lösungen. Im Fokus standen Themen wie die Verknüpfung von beruflicher und regionaler Wirtschaftskraft, die Chancen der Energiewende für die berufliche Zukunft im Kreis Höxter und die Stärkung junger Menschen für ihren Berufs- und Bildungsweg.

Die fünfjährige Laborphase, die Schulministerin Dorothee Feller ermöglicht hat, bietet einen Experimentierraum für die duale Ausbildung. Das fand große Zustimmung bei den Anwesenden. Erfahrungen mit individueller Begleitung, Coaching und Tandemgespräche auf Augenhöhe haben sich laut den Teilnehmenden bewährt und sollen ausgebaut werden. Die Schülerinnen und Schüler der Berufskolleg formulierten den Wunsch nach mehr Berührung mit vielfältigen, beruflichen Erfahrungsfeldern und Betrieben. Ein weiterer Wunsch waren persönliche Rückmeldungen in der Schule und den Ausbildungsbetrieben. Dies sei der Schlüssel für eine erfolgreiche Entwicklung, so die Schülerinnen und Schüler.

Der Kreis Höxter hat bereits wichtige Projekte angestoßen, um die Attraktivität der beruflichen Ausbildung zu steigern. Dazu zählt die erfolgreiche Etablierung des Regionalen Bildungszentrums der Berufskollegs (RBZB) ebenso wie die fünfjährige Laborphase zur Entwicklung innovativer Konzepte zur Sicherung der Fachklassenbeschulung im ländlichen Raum. Ausbildungs- und Arbeitsplätze sollen so weiterhin wohnortnah im Kreis erreichbar sein. Darüber hinaus wird der Kreis weiter in die Ausstattung der Berufskollegs investieren. Mit einer Förderung des Landes NRW in Höhe von 2,6 Millionen Euro werden hochmoderne, technologiegestützte Lernräume in den Berufskollegs geschaffen.

Gemeinsam die Bildungsregion gestalten

Trotz der bereits erreichten Erfolge wurde beim ZukunftsForum deutlich, dass die Sicherung von Fachkräften im Kreis Höxter eine Daueraufgabe bleibt. „Das zweite ZukunftsForum hat gezeigt, wie wichtig die enge Vernetzung aller Beteiligten ist. Unser gemeinsames Ziel ist es, jungen Menschen attraktive Ausbildungsmöglichkeiten zu bieten, die sich ganz konkret am Bedarf der heimischen Unternehmen orientieren“, sagte Kreisdirektorin Manuela Kupsch abschließend.

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