Am westlichen Rand der Warburger Kernstadt entsteht mit der Laurentiushöhe ein neues integratives Stadtquartier. Der heutige Standort des Heilpädagogischen Therapie- und Förderzentrums (HPZ) St. Laurentius und die angrenzenden Freiflächen werden zu einem inklusiv gelebten Stadtteil weiterentwickelt werden. Ziel ist ein Quartier, das Wohnen, Arbeiten und Leben miteinander verbindet und Raum für unterschiedliche Lebensentwürfe bietet.
Für die weitere Entwicklung hat die Hansestadt Warburg nun einen Förderbescheid über 452.000 Euro aus dem Städtebauförderprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung” erhalten. Übergeben wurde der Förderbescheid von Anna Katharina Bölling, Regierungspräsidentin im Regierungsbezirk Detmold, bei der Eröffnung der Gewerbe- und Verkaufsausstellung der 77. Warburger Oktoberwoche. Anna Katharina Bölling ist zugleich Schirmherrin der diesjährigen Oktoberwoche.
„Dank der REGIONALE 2022 konnten die Weichen für das integrierte Stadtentwicklungskonzept gestellt werden, um die Laurentiushöhe mit klarem Fokus auf die Menschen in Warburg zu gestalten. Schrittweise entsteht ein nachhaltiges und inklusives Quartier, unter anderem mit einem Sport- und Klimapark. In Zukunft wird das Quartier auf der Laurentiushöhe die Hansestadt noch attraktiver machen für Menschen, die in Warburg leben, wohnen und arbeiten wollen”, erklärt Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling.
Mit der Entwicklung der Laurentiushöhe soll das südlich der neuen Siedlungsflächen gelegene Gelände des HPZ St. Laurentius stärker für die gesamte Stadtgesellschaft geöffnet und in das künftige Quartier integriert werden. Es soll ein vielfältiger Stadtteil entstehen, in dem Menschen mit unterschiedlichen Lebensentwürfen gemeinsam wohnen, arbeiten und leben.
Die Laurentiushöhe hat damit auch Modellcharakter für inklusive Quartiersentwicklungen im ländlich-kleinstädtischen Raum und soll neue Möglichkeiten eines zukunftsfähigen Zusammenlebens aufzeigen.
„Mit der Laurentiushöhe entwickeln wir ein Quartier, in dem Inklusion nicht nur mitgedacht, sondern im täglichen Zusammenleben ganz selbstverständlich gelebt werden soll. Wir öffnen einen bisher in besonderer Weise geprägten Standort stärker für die gesamte Stadtgesellschaft und schaffen gleichzeitig neue Möglichkeiten für Wohnen, Arbeiten, Begegnung und Freizeit. Damit wollen wir ein vielfältiges und lebendiges Quartier schaffen, das Menschen mit unterschiedlichen Lebensentwürfen zusammenbringt und langfristig ein fester Bestandteil unserer Stadt wird”, sagt Bürgermeister Tobias Scherf.
Die jetzt bewilligten Fördermittel in Höhe von 452.000 Euro können für verschiedene Teilmaßnahmen eingesetzt werden. Dazu gehören die Gestaltung von Sport- und Landschaftsangern, der zweite Bauabschnitt des Sport- und Klimaparks, die Schaffung von Begegnungsgärten und die Erarbeitung eines Handlungskonzeptes zur Mobilität.
Gefördert werden können außerdem der Rückbau der Aula und die Neugestaltung des Standortes sowie ein Konzept für ein Quartierszentrum und die zentrale Platzgestaltung. Ein Verfügungsfonds soll die aktive Mitwirkung der Bewohnerschaft ermöglichen. Ergänzt werden die Maßnahmen durch ein Quartiersmanagement.
Grundlage der Entwicklung ist das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) Laurentiushöhe. Die vorgesehenen Maßnahmen berücksichtigen neben den städtebaulichen Anforderungen auch die wirtschaftlichen, demografischen, sozialen und ökologischen Herausforderungen der Quartiersentwicklung.
Bereits mit dem Zuwendungsbescheid aus November 2024 wurden für die Gesamtmaßnahme „Wachstum und nachhaltige Erneuerung – Laurentiushöhe Warburg” Fördermittel in Höhe von 178.000 Euro bewilligt. Mit dem Zuwendungsbescheid aus 28. September 2026 kommen nun weitere 452.000 Euro hinzu.
Für die Gesamtmaßnahme wurde eine vorläufige Förderobergrenze von 3.687.773 Euro an zuwendungsfähigen Ausgaben festgesetzt. Bei einem Fördersatz von 60 Prozent entspricht dies einer Gesamtzuwendung von bis zu 2.213.000 Euro.