Am Mittwochvormittag, 24. Juni, wurde die Feuerwehr Warburg kurz vor 10:00 Uhr zu einem Einsatz an der Erdcharta-Schule bzw. dem Schulzentrum alarmiert. Zuvor war bei der Leitstelle ein Hinweis auf einen ungewöhnlichen Geruch im Bereich des Hallenbades eingegangen. Mehrere Schülerinnen und Schüler berichteten über Übelkeit und Unwohlsein. Entsprechende Beschwerden wurden auch aus Bereichen des Schulzentrums gemeldet.
Im Rahmen der Erkundung stellte die Feuerwehr mithilfe von Messgeräten geringe Spuren von Methangas im Bereich des Hallenbades sowie im Bereich der Toilettenanlagen auf dem Schulzentrum fest. Methangas wird unter anderem als Treibmittel in verschiedenen Alltagsprodukten verwendet.
Aus Vorsorgegründen wurden die Erdcharta-Schule und das Hallenbad geräumt. Gleichzeitig wurde der Rettungsdienst zur Unterstützung alarmiert. Die rund 500 Schülerinnen und Schüler wurden zunächst am Pädagogischen Zentrum und anschließend in der Stadthalle betreut. Insgesamt klagten 25 Schülerinnen und Schüler über Unwohlsein und Übelkeit. Drei Schülerinnen und Schüler wurden vorsorglich zur weiteren Untersuchung in die Zentrale Notaufnahme gebracht. Keines dieser Kinder wurde stationär aufgenommen.
Der Energieversorger Westnetz führte im Anschluss weitere Messungen mit hochsensiblen Geräten durch. Nach Belüftung der betroffenen Bereiche konnten keine erhöhten Werte mehr festgestellt werden. Die Eltern wurden informiert und konnten ihre Kinder an der Stadthalle abholen. Nach Abschluss der Einsatzmaßnahmen wurde das Schulgebäude wieder freigegeben.
Nach aktuellem Stand besteht keine Gefährdung mehr. Der Unterricht an der Erdcharta-Schule wird am Donnerstag, 25. Juni 2026, regulär fortgesetzt.