Gedenktag an Opfer des NS-Regimes | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 19.01.2026 12:53

Gedenktag an Opfer des NS-Regimes

Gedenkstein. (Foto: Landkreis Holzminden)
Gedenkstein. (Foto: Landkreis Holzminden)
Gedenkstein. (Foto: Landkreis Holzminden)
Gedenkstein. (Foto: Landkreis Holzminden)
Gedenkstein. (Foto: Landkreis Holzminden)

Auch in diesem Jahr laden der Landkreis Holzminden, die Gemeinde Holzen und der Heimat- und Geschichtsverein des Landkreises und der Stadt Holzminden (HGV) wieder gemeinsam zur Gedenkveranstaltung für die Opfer des NS-Regimes am Sonntag, 1. Februar, ein. Auf dem Ehrenfriedhof in Holzen wird der Bürgermeister Delligsens, Stephan Willudda, die Ansprache vor den Kranzniederlegungen halten. Bei der anschließenden Veranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus Holzen referiert Professor Manfred Grieger über den „Hils als Ort der Judenverfolgung 1944/45“.

Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus ist in Deutschland seit 1996 ein bundesweiter, gesetzlich verankerter Gedenktag. Er wurde am 3. Januar jenes Jahres durch Proklamation des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog eingeführt und auf den 27. Januar festgelegt. An diesem Tag im Jahr 1945 wurden die Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau und der beiden anderen dortigen Vernichtungslager von der nach Westen vordringenden Roten Armee befreit. Die Versammlung der Vereinten Nationen hatte denselben Tag dann 2005 auch zum Internationalen Tag des Gedenkens an alle Opfer des Holocaust erklärt. Im Landkreis Holzminden wird traditionell der dem 27. Januar folgende Sonntag für das feierliche Gedenken genutzt.

Die Veranstaltung auf dem Ehrenfriedhof beginnt wie üblich um 14.30 Uhr. Parkmöglichkeiten gibt es auf dem DASAG-Gelände vor dem Stollen Gustav. Der unbefestigte Platz ist über die Abfahrt von der Landestraße L484 von Holzen in Richtung Grünenplan zu erreichen. Eine Stunde später, um 15.30 Uhr, folgt dann die Veranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus mit dem Vortrag Griegers. Manfred Grieger ist langjähriger Chefhistoriker der Volkswagen AG gewesen und hat in diesem Zusammenhang auch die Geschichte der versuchten Untertageverlagerung der deutschen Rüstungsindustrie in den letzten Kriegsmonaten maßgeblich mit erforscht. Er ist ein wissenschaftlicher Experte in Bezug auf die Aufarbeitung der Rolle der deutschen Industrie in der Zeit von 1933 bis 1945. Die Veranstalter laden alle Interessierten herzlich zu dem Vortrag ein.

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