Innovative Technik bei Wirbelsäulen-OP | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 04.09.2026 11:39

Innovative Technik bei Wirbelsäulen-OP

Dr. Robert Luckner nutzt im St. Vincenz Hospital der KHWE in Brakel patientenspezifische 3D-Führungsschablonen für präzise Wirbelsäulenoperationen. (Foto: KHWE)
Dr. Robert Luckner nutzt im St. Vincenz Hospital der KHWE in Brakel patientenspezifische 3D-Führungsschablonen für präzise Wirbelsäulenoperationen. (Foto: KHWE)
Dr. Robert Luckner nutzt im St. Vincenz Hospital der KHWE in Brakel patientenspezifische 3D-Führungsschablonen für präzise Wirbelsäulenoperationen. (Foto: KHWE)
Dr. Robert Luckner nutzt im St. Vincenz Hospital der KHWE in Brakel patientenspezifische 3D-Führungsschablonen für präzise Wirbelsäulenoperationen. (Foto: KHWE)
Dr. Robert Luckner nutzt im St. Vincenz Hospital der KHWE in Brakel patientenspezifische 3D-Führungsschablonen für präzise Wirbelsäulenoperationen. (Foto: KHWE)

Bei Operationen an der Wirbelsäule können wenige Millimeter entscheidend sein. Schrauben müssen möglichst exakt positioniert werden, denn in unmittelbarer Nähe befinden sich empfindliche Strukturen wie Nerven und Blutgefäße. Im St. Vincenz Hospital der KHWE kommt deshalb eine moderne Technologie zum Einsatz: Patientenspezifische, im 3D-Druck hergestellte Führungsschablonen unterstützen die Neurochirurgen dabei, Schrauben präzise an der zuvor geplanten Position einzusetzen – ein Alleinstellungsmerkmal in OWL.

Das sogenannte Template Guided System (TGS) wird in Zusammenarbeit mit dem Medizintechnikunternehmen Medacta eingesetzt. Ausgangspunkt ist eine Computertomographie (CT) des Patienten. Aus den dabei gewonnen Daten entsteht ein dreidimensionales Modell der individuellen Anatomie. Mithilfe einer speziellen Software kann der Operateur den Eingriff bereits vor der eigentlichen Operation detailliert vorbereiten und Länge, Durchmesser, Position und Ausrichtung der benötigten Schrauben festlegen. Auf Basis dieser Planung wird in der Schweiz eine patientenspezifische Führungsschablone im 3D-Druckverfahren hergestellt. Während der Operation wird sie passgenau angesetzt und unterstützt den Operateur dabei, die zuvor festgelegte Schraubenposition präzise umzusetzen.

„Wir können uns bereits vor der Operation sehr genau mit der individuellen Anatomie des Patienten beschäftigen und die optimale Position der Schrauben festlegen“, erklärt Dr. Robert Luckner, niedergelassener Neurochirurg aus dem Medicum in Detmold, der seit 2017 am St. Vincenz Hospital in Brakel operiert. „Die individuell hergestellte Schablone hilft uns dabei, diese Planung während des Eingriffs mit einem sehr hohen Maß an Präzision umzusetzen.“

Am St. Vincenz Hospital in Brakel wird die Technik bislang insbesondere bei Eingriffen an der Lendenwirbelsäule eingesetzt. Sie ergänzt dort die moderne OP-Ausstattung, mit der Dr. Luckner gemeinsam mit seinem Kollegen Dr. Rainer Lüttmann ein breites Spektrum an Wirbelsäulenoperationen anbietet. Behandelt werden unter anderem Bandscheibenvorfälle, Spinalkanalstenosen, Wirbelgleiten, Gelenkzysten und Tumore. Auch stabilisierende Eingriffe und Operationen nach Verletzungen gehören zum Leistungsspektrum.

Die Zusammenarbeit zwischen dem St. Vincenz Hospital Brakel und den niedergelassenen Neurochirurgen des Medicums in Detmold besteht bereits seit vielen Jahren. Ambulante und stationäre Versorgung greifen dabei eng ineinander. Untersuchungen, Diagnostik und die Entscheidung über eine mögliche Operation erfolgen in der Praxis in Detmold, der Eingriff selbst erfolgt im St. Vincenz Hospital. Mit den patientenspezifischen 3D-Schablonen ergänzt nun eine weitre innovative Technik diese bewährte Zusammenarbeit.

„Das Besondere ist, dass wir unseren Patienten diese moderne Technik direkt hier anbieten können“, sagt Dr. Robert Luckner. „Wir sind derzeit die einzigen, die das Verfahren in den Kreisen Höxter und Lippe einsetzen. Für unsere Patienten bedeutet das, dass sie für diese Form der individuellen Operationsplanung keine weiten Wege auf sich nehmen müssen.“

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