Ganz große Kirmes: Rund 340.000 Besucher pilgerten nach Brakel, um an der größten Innenstadtkirmes zwischen Weser und Egge teil zu haben und ein buntes Wochenende in der Rummellandschaft zu verbringen. Es fehlte nicht an Sonne und angenehmen Temperaturen, während das Feiervolk die Annehmlichkeiten genoss, von Kettenkarussell, Riesenrad und Co. über Gourmet-Meile und Budenzauber bis hin zu den Festzelten mit ihren Stars und Sternchen.
Dem hohen Besucheraufkommen zum Trotz verzeichnete die Kreispolizeibehörde ein positives Fazit mit nur wenigen Einsätzen. Darunter fand sich überdies wenig Außergewöhnliches. Bemerkenswerter war ein Einsatz in der Samstagnacht, der das Delikt des Wildpinkelns und ein Luftgewehr beinhaltete.
Im Großen und Ganzen aber blieb das Feiern friedlich, und so konnten die Marktbeschicker, Einzelhändler und auch Marktmeister Erwin Leopold, der hiermit seine „Feuerprobe“ ablegte, sich über ein schönes Annentags-Wochenende freuen, vom Wirtschaftsfreitag mit Ehrengast und NRW Innenminister Herbert Reul über Feiersam- und -sonntag bis hin zum Viehmarkt-Montag.
Der Ursprung des Annentages ist übrigens – es steckt im Namen „Kirmes“ - vor allem kirchlicher Natur und geht aufs Jahr 1755 zurück: Zu diesem Zeitpunkt wurde nämlich die Annenkirmes eingeführt. Vorrangig, um die Versorgung auswärtiger Pilger zu gewährleisten. Drumherum entwickelte sich auch ein Krammarkt, und Schaustellungen aller Art gesellten sich nach und nach dazu. Das Feiern war damals allerdings noch eher zweitrangig. Inzwischen ist der Annentag natürlich genau dafür weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt und beliebt.