Ende Januar 2026 fand der 7. ökumenische Karnevalsgottesdienst in der St. Marien Kirche in Steinheim statt. Und auch in diesem Jahr zeigte sich: Kirche und Karneval passen wunderbar zusammen. Das bewies schon das prall gefüllte Kirchenschiff, in dem sich zahlreiche Närrinnen und Narren in bunten Kostümen versammelt hatten, um gemeinsam zu singen, zu beten und zu feiern.
Geleitet wurde der Gottesdienst wieder von den Pfarrern Ansgar Heckeroth und Holger Nolte-Guenther, die einen fröhlichen und zugleich nachdenklichen Abend gestalteten. Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Orgel sowie Christian Menne und Bernhard Leifeld an den Gitarren begleitet. Neu in diesem Ensemble war Friedhelm Hanewinkel am Akkordeon. Mit karnevalistischem Liedgut sorgten sie dafür, dass die ausgelassene Stimmung schnell auf alle Besucher übersprang und kräftig mitgesungen wurde.
Höhepunkt des Abends war die Predigt der Gruppe „Clowns und Helden“, bestehend aus Marcel Dirkes, Andreas Volmer, Jürgen Stehr, Alexander Hannibal und Frank Birkenfeld. Auf humorvolle, aber zugleich tiefgründige Weise widmeten sie sich der Frage: Was bedeutet eigentlich ökumenisch? Dabei erinnerten sie daran, dass sich die unterschiedlichen christlichen Konfessionen im Laufe der Geschichte nicht immer gut verstanden haben. Genau hier zogen sie die Parallele zum Karneval. So wie beim ökumenischen Gottesdienst verschiedene Konfessionen zusammenkommen, spielt im Karneval Herkunft, Stand oder Glaubensrichtung keine Rolle. Alle feiern gemeinsam, lachen gemeinsam und stehen friedlich Seite an Seite. Der Karneval wurde so zum Sinnbild gelebter Ökumene – bunt, offen und verbindend.
Die Fürbitten wurden in diesem Jahr von Vize-Präsident André Evers, Kirsten Volmer von den Kump(el)stilzchen, Laura Schlütz von der Prinzengarde sowie Rainer Krekler von der Garde der StKG vorgetragen. Sie gaben dem Gottesdienst eine weitere karnevalistische Note und zeigten einmal mehr, wie stark Kirche und närrisches Brauchtum in Steinheim miteinander verbunden sind.
Mit einem gemeinsamen Segen endete der offizielle Teil des Gottesdienstes. Für viele war der Abend damit jedoch noch lange nicht vorbei. Im Anschluss ging es ganz traditionell weiter zu Annas Bistro & Bar, wo bei der After-Show-Party noch ausgiebig gefeiert, gelacht und angestoßen wurde.