Liebe sei Tat | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 12.05.2026 12:18

Liebe sei Tat

Nachdem am 2. Mai der Film ‚Versprechen für die Ewigkeit‘ von Sinah und Julian Jakobsmeyer mit großem Erfolg im Warburger Kino zu sehen war, kommt nun auch das Theaterstück ‚Liebe sei Tat‘, welches die Geschichte des von Paderborn aus tätigen Ordens beleuchtet, in der Hansestadt zur Aufführung. Hier ist die Genossenschaft der Barmherzigen Schwestern kein unbekannter Orden. Die Vincentinerinnen haben neben ihrer Tätigkeit im Warburger Krankenhaus (seit 1844) auch eine Nähstube im Arnoldihaus betrieben und waren im Altstädter Kindergarten Im Josephshaus aktiv. 1988 legten sie ihre Aufgaben in der Kernstadt Warburg nieder, waren aber noch weiterhin im Jugendhaus Hardehausen tätig, wo unzählige junge Frauen eine Ausbildung zur Hauswirtschafterin durchliefen.

Neben dem 185-jährigen Jubiläum der Schwestern feiert gleichzeitig das vom Orden errichtete St. Vincenz-Krankenhaus sein 125-jähriges Bestehen mit dem Theaterstück. Den Monolog, der Ende April in der Mutterhauskapelle der Vincentinerinnen in Paderborn Premiere feierte, sahen in 10 Aufführungen bisher bereits über 1000 Zuschauern.

Der 90-minütige Monolog aus der Feder von Stephan Rumphorst (Jakobs Weg, Romeo & Julia) wird gehalten von Gabriele Arens aus Scherfede. Als Schwester Apollonia erzählt sie auf heitere und ernste Art Episoden aus dem Alltag der Schwestern, aus deren Anfangszeit in Paderborn und verlinkt auch hier und da zur Wirkungsstätte Warburg. So ganz nebenbei wird dabei westfälische Geschichte sichtbar, betrieb die Genossenschaft in ihrer Hochzeit doch rund 150 Filialen mit fast 2500 Ordensschwestern in ganz Westfalen und auch darüber hinaus. Die Kernfrage des Monologs ist ‚Was bleibt, wenn man geht?‘. Im Stück stellt sich die Frage, da Schwester Apollonia einen sterbenden Mann im Krankenhaus begleitet, gleichzeitig steht er aber auch stellvertretend für das Entschwinden des Ordens auf breiter Ebene.

Gezeigt wird das Stück am Dienstag, 19. Mai, und Mittwoch, 20. Mai, jeweils um 19.30 Uhr in der Kapelle des Jugenddorfes Warburg, Silberbrede 25. Karten zu 10 Euro kann man unter https://www.vincenz.de/jubilaeumsjahr-2026/ reservieren und bei der Aufführung vor Ort bezahlen.

Der Film ‚Versprechen für die Ewigkeit‘ wird übrigens im Warburger Cineplex am Sonntag, 10. Mai, um 17.05 Uhr und am Dienstag, 12. Mai, um 19.25 Uhr noch einmal zu sehen sein. Den Dokumentarfilm sahen bereits über 4000 Menschen im Kino! Vielleicht eröffnet auch gerade die Kombi aus Film und Live-Theater einen komplexen Einblick in das Wirken des Ordens.

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