Zu Ostern werden in der Hansestadt Warburg wieder die traditionellen Osterfeuer entzündet. Für viele Dörfer gehört dieses Brauchtum fest zum Jahreslauf. In 14 Warburger Ortschaften werden die Osterfeuer am 4. und 5. April wieder Familien und Freunde zusammenbringen.
Die Tradition der Osterfeuer reicht weit zurück: Schon im Mittelalter wurden zur Osterzeit große Feuer entzündet, um den Winter zu vertreiben und den Frühling zu begrüßen. Gleichzeitig steht das Osterfeuer im christlichen Sinne für Hoffnung, neues Leben und die Auferstehung. Gerade in den Warburger Dörfern wird diese Tradition bis heute mit viel Herzblut gepflegt.
Vereine, Dorfgemeinschaften und viele engagierte Helferinnen und Helfer bereiten die Veranstaltungen oft über Wochen hinweg vor – und machen die Osterfeuer zu einem Treffpunkt für alle Generationen.
Bürgermeister Tobias Scherf freut sich über das große Engagement vor Ort: „Es ist schön zu sehen, dass dieses wichtige Brauchtum in unserer Stadt lebendig bleibt. Dass sich so viele Bürgerinnen und Bürger in den Dörfern einbringen, verdient großen Respekt. In diesem Jahr veranstalten 14 Dörfer im Stadtgebiet ihr eigenes Osterfeuer – das zeigt, wie stark Gemeinschaft und Zusammenhalt bei uns gelebt werden.”
Neben der Tradition spielt auch die Sicherheit eine wichtige Rolle. Die Veranstalter achten darauf, dass die Feuer an geeigneten Orten aufgebaut werden und genügend Abstand zu Gebäuden, Straßen und Pflanzen besteht. Verbrannt wird ausschließlich geeigneter Strauchschnitt – Abfälle oder behandeltes Material haben im Osterfeuer nichts zu suchen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist das sogenannte Umschichten des Brandguts. Wird Holz oder Grünschnitt bereits Tage oder Wochen im Voraus aufgeschichtet, dient das angehäufte Brandgut oft Tieren wie Igeln, Kaninchen oder Vögeln als Unterschlupf.
Damit durch die Feuer keine Tiere zu Schaden kommen, werden die Osterfeuer kurz vor dem Entzünden noch einmal vollständig umgesetzt. Dabei wird der Haufen auseinandergezogen und anschließend neu aufgeschichtet, sodass sich eventuell darin befindliche Tiere rechtzeitig in Sicherheit bringen können. Zudem sorgt das Umschichten für eine bessere Durchlüftung des Materials, wodurch das Feuer sauberer und gleichmäßiger abbrennt. So werden Rauch, Schadstoffe und Schwelbrände reduziert und die Umwelt zusätzlich geschont.
Während der Veranstaltungen sorgen Brandsicherheitswachen der örtlichen Löschgruppen dafür, dass alles sicher abläuft und bei Bedarf schnell reagiert werden kann.
Die Hansestadt Warburg bedankt sich herzlich bei allen Organisatorinnen und Organisatoren sowie den vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die dieses schöne Brauchtum möglich machen. Alle Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste aus der Region sind herzlich eingeladen, die Osterfeuer in den Ortsteilen zu besuchen und gemeinsam einen stimmungsvollen Start in das Osterfest zu erleben.
• Germete: Grünfläche hinter d. Schützenhalle, ab 18 Uhr
• Dalheim: Grundstück der Fam. Albersmeier, ab 19 Uhr
• Hohenwepel: im Heierweg, ab 19 Uhr
• Nörde: Feuerwehrhaus Nörde, ab 19 Uhr
• Herlinghausen: Auf dem oberen Holz, ab 19 Uhr
• Bonenburg: Wiese (nördlich d. neuen Sportplatzes) ab 18 Uhr
• Calenberg: Auf dem Osterberg, ab 20 Uhr
• Daseburg: Sportplatz Daseburg, ab 19.30 Uhr
• Dössel: Schulhof der alten Schule Dössel, ab 18 Uhr
• Menne: ehem. Kinderbecken, Freibad, ab19 Uhr
• Ossendorf: nördlich d. Sportplatzes Ossendorf, ab 18 Uhr
• Rimbeck: Diemelbauers Busch, ab 19 Uhr
• Welda: Weggabelung Laukerweg – Wanneweg, ab 19.30 Uhr
• Wormeln: zw. Wormeln und Calenberg, ab 19 Uhr