Verleihung der Auszeichnungen und Europässe am Tag der offenen Tür | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 07.01.2026 16:26

Verleihung der Auszeichnungen und Europässe am Tag der offenen Tür

. (Foto: privat)
. (Foto: privat)
. (Foto: privat)
. (Foto: privat)
. (Foto: privat)

Im Rahmen des diesjährigen Tags der offenen Tür wurden wieder zahlreiche Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte für die erfolgreiche Teilnahme an Projekten und Mobilitäten ausgezeichnet.

Frau Dominick hat in den zurückliegenden Sommerferien auf Teneriffa den Kurs „Effective Communication and Public Speaking for Teachers and Education Staff“ gemeinsam mit weiteren europäischen Lehrkräften belegt und setzt die dort erworbenen Kenntnisse nun gezielt in der Oberstufe ein. Sie vermittelt den Schülerinnen und Schülern Präsentationstechniken und unterstützt sie dabei, ihr Auftreten bei freien Vorträgen zu verbessern und kontinuierlich zu trainieren.

Frau Adam hat in den Herbstferien an der „Job Shadowing Week“ am „Colegio Santa María de los Volcanes“ in Arrecife auf Lanzarote teilgenommen und erhielt in dieser Woche vielfältige Einblicke in das offene Schulkonzept einer Gesamtschule in kirchlicher Trägerschaft, die ab dem Kindergartenalter besucht werden kann. Ihre facettenreichen Eindrücke hat sie für das Kollegium auf einer digitalen Pinnwand umfassend und anschaulich festgehalten.

Neben diesen Mobilitäten engagierter Lehrkräfte haben verschiedene (eTwinning-)Projekte, teilweise mit persönlichen Begegnungen an den Partnerschulen, stattgefunden.

Das im Rahmen einer Mobilität mit dem „Collège Louis-Pasteur“ in Villejuif (in der Pariser Banlieue) durchgeführte binationale eTwinning-Projekt „Erasmus+ Reporter at the Paralympics“, an dem 16 Schülerinnen und Schüler teilgenommen haben, ist mit folgendem Jury-Kommentar mit dem nationalen Qualitätssiegel ausgezeichnet worden:

„Das Projekt ‚Erasmus+ Reporter at the Paralympics‘ ist ein binationales eTwinning-Projekt zu den Themen Inklusion und Teilhabe mit zwei Partnerklassen aus Deutschland und Frankreich, das an eine Erasmus+-Mobilität zu den Paralympischen Spielen angeknüpft ist. Das Projekt ist ein Beispiel für gelebte Inklusion, denn auch wenn die französische Partnerschule aufgrund ihrer sozialen Lage nicht die Möglichkeit hatte, an vielen Online-Aktivitäten teilzunehmen, wurde das Mögliche unternommen, um digitale Zusammenarbeit zwischen den Schülerinnen und Schülern zu ermöglichen. Dies zeigen auch die gut dokumentierten Ergebnisse im TwinSpace (eine passwortgeschützte Homepage für die Projektpartner), die die große Freude und Motivation bei den teilnehmenden Lernenden widerspiegeln. Wir freuen uns, dieses schöne Projekt mit dem Qualitätssiegel würdigen zu können.“

Darüber hinaus hat die Erasmus-AG im Schuljahr 2024/25 mit 26 Schülerinnen und Schülern das multilinguale und fächerübergreifende Projekt „A Matter of Taste / Une question de goût / Geschmackssache“ mit dem Lycée Stella in Saint-Leu (La Réunion), dem „1st Gymnasio of Pyrgos“ in Pyrgos (Griechenland) sowie dem I.S.S. Bandini in Siena (Italien) durchgeführt und ist mit folgendem Jury-Kommentar mit dem nationalen Qualitätssiegel ausgezeichnet worden:

„Das multilinguale Projekt ‚Geschmackssache‘ zeichnet sich durch vielfältige interaktive Aufgaben in Gruppen, eine intensive inhaltliche Auseinandersetzung international gemischter Teams mit Fragen von Ernährung und Nachhaltigkeit, kollaborativ erstellte Produkte sowie eine über den gesamten Projektzeitraum andauernde große Beteiligung der Schülerinnen und Schüler der vier Partnerländer aus. Die beteiligten Lehrkräfte verstehen es, durch klare, nach Leistungsvermögen differenzierte Aufgabenstellungen sowie eine kontinuierliche, verbindliche Projektbegleitung die Arbeit der Schülerinnen und Schüler trotz heterogener Altersstruktur und unterschiedlicher zeitlicher Ressourcen zum Erfolg zu führen. Austausch und Zusammenarbeit haben mittels geeigneter alternativer kollaborativer Plattformen stattgefunden und sind zusammen mit den Ergebnissen übersichtlich dokumentiert. Die dokumentierten Interaktionen und Produkte sowie die engagierte und lustvolle Arbeit aller Beteiligten verdienen eine Auszeichnung mit einem Qualitätssiegel.“

Das Projekt ist in allen beteiligten Ländern mit dem nationalen eTwinning-Qualitätssiegel ausgezeichnet worden; die Auszeichnung mit dem europäischen Qualitätssiegel steht derzeit noch aus.

Als Anerkennung für ihre erfolgreiche Mitarbeit in den eTwinning-Projekten erhielten die Schülerinnen und Schüler Urkunden sowie Sachpreise.

Im Schuljahr 2024/25 haben 17 Schülerinnen und Schüler der beiden Spanischkurse im Jahrgang 9 am englisch-spanischen eTwinning-Projekt „A Travel through Time“ mit dem „IESO La Paz“ in Cintruénigo (Spanien) erfolgreich teilgenommen, das mit einem wechselseitigen Austausch verknüpft war. In ihrem Projekt beschäftigten sich die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler intensiv mit ihrer europäischen Identität, deren geschichtlichen Wurzeln sowie ihren gemeinsamen Zukunftsvisionen für ein friedvolles und zufriedenes Leben in Europa. Für diese erfolgreiche Teilnahme erhielten sie den „Europass Mobilität“.

In diesem Schuljahr arbeitet die Erasmus-AG am eTwinning-Projekt „W.E.L.L.-Being“. In Zusammenarbeit mit dem „1st Gymnasio of Pyrgos“ (Griechenland) entwickeln die Schülerinnen und Schüler gemeinsam Ideen und Aktivitäten, die ihnen helfen, gesunde Gewohnheiten zu etablieren, ihre mentalen Fähigkeiten zu stärken und mit stressigen Situationen besser umzugehen, um ihre Resilienz zu fördern. Dazu haben acht Schülerinnen bereits im Oktober vor Ort in Griechenland gemeinsam mit ihren Austauschpartnerinnen die inhaltliche Projektarbeit begonnen, die nun digital fortgeführt und Ende April mit dem Gegenbesuch der griechischen Schülergruppe am Campe abgeschlossen wird. Für die erfolgreiche Teilnahme an dieser Mobilität wurden diese Schülerinnen mit dem „Europass Mobilität“ ausgezeichnet.

Im Jahr 2021 haben wir am Campe mit der europäischen Projektarbeit begonnen. Seitdem haben – trotz Corona – rund 60 Schülerinnen und Schüler an Austauschfahrten sowie circa 100 Schülerinnen und Schüler an digitalen Austauschprojekten erfolgreich teilgenommen.

Die von der Bildungsministerkonferenz der KMK in Auftrag gegebene Studie der Technischen Universität (TU) Dortmund belegt, dass die Teilnahme am Erasmus+-Programm sich gewinnbringend auf die Schulentwicklung auswirkt:

„Die positiven Effekte zeigten sich demnach zunächst auf der individuellen Ebene der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler sowie ihrer Lehrkräfte, aber auch auf der Ebene der Einzelschule. So wurde deutlich, dass Erasmus+ neben der internationalen Vernetzung der Schulen auch deren Organisations-, Unterrichts- und Personalentwicklung stärkt“ (https://www.kmk.org/aktuelles/artikelansicht/studie-belegt-erasmus-wirkt-bildungsminister-der-laender-wollen-ausbau-des-programms.html).

Nachdem in den vergangenen Jahren der Schwerpunkt auf Gruppenmobilitäten und der Vernetzung mit europäischen Schulen lag, versuchen wir nun, darauf aufbauend, unseren Schülerinnen und Schülern auch längere wechselseitige Austauscherfahrungen im europäischen Ausland zu ermöglichen. Im Dezember konnten wir für einen Monat drei Gäste aus Siena in Italien begrüßen. Ab Februar werden zwei Schüler aus Arrecife auf Lanzarote sowie voraussichtlich zwei Schülerinnen aus Sourdan in Frankreich für einen Monat unsere Gäste im Unterricht am Campe sein. Unsere gastgebenden Schülerinnen und Schüler werden anschließend jeweils für einen Monat den Gegenbesuch an den dortigen Schulen antreten und mit vielfältigen Eindrücken unseren Schulalltag bereichern.

north