Soldaten pflegen Kriegsgräbergedenkstätte | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 16.02.2026 12:01

Soldaten pflegen Kriegsgräbergedenkstätte

Dr. Hilko Linnemann (Kreisgeschäftsführer Volksbund, 2.v.l.), Henrik Berthold (Geschäftsführer Volksbund-Bezirksverband Hannover, 4.v.l.), Oberstleutnant Sebastian Busenthür (7.v.l.), Landrat Michael Schünemann als Vorsitzender des Volksbundes (7.v.r.) und Oberstleutnant a. D. Rainer Grygiel (Bundeswehrbeauftragter Volksbund Niedersachsen/Bremen, 2.v.r.) zusammen mit einigen Reservisten und freiwilligen Einsatzkräften des Kriegsgräberpflegeeinsatzes bei der Feierstunde. (Foto: Landkreis Holzminden)
Dr. Hilko Linnemann (Kreisgeschäftsführer Volksbund, 2.v.l.), Henrik Berthold (Geschäftsführer Volksbund-Bezirksverband Hannover, 4.v.l.), Oberstleutnant Sebastian Busenthür (7.v.l.), Landrat Michael Schünemann als Vorsitzender des Volksbundes (7.v.r.) und Oberstleutnant a. D. Rainer Grygiel (Bundeswehrbeauftragter Volksbund Niedersachsen/Bremen, 2.v.r.) zusammen mit einigen Reservisten und freiwilligen Einsatzkräften des Kriegsgräberpflegeeinsatzes bei der Feierstunde. (Foto: Landkreis Holzminden)
Dr. Hilko Linnemann (Kreisgeschäftsführer Volksbund, 2.v.l.), Henrik Berthold (Geschäftsführer Volksbund-Bezirksverband Hannover, 4.v.l.), Oberstleutnant Sebastian Busenthür (7.v.l.), Landrat Michael Schünemann als Vorsitzender des Volksbundes (7.v.r.) und Oberstleutnant a. D. Rainer Grygiel (Bundeswehrbeauftragter Volksbund Niedersachsen/Bremen, 2.v.r.) zusammen mit einigen Reservisten und freiwilligen Einsatzkräften des Kriegsgräberpflegeeinsatzes bei der Feierstunde. (Foto: Landkreis Holzminden)
Dr. Hilko Linnemann (Kreisgeschäftsführer Volksbund, 2.v.l.), Henrik Berthold (Geschäftsführer Volksbund-Bezirksverband Hannover, 4.v.l.), Oberstleutnant Sebastian Busenthür (7.v.l.), Landrat Michael Schünemann als Vorsitzender des Volksbundes (7.v.r.) und Oberstleutnant a. D. Rainer Grygiel (Bundeswehrbeauftragter Volksbund Niedersachsen/Bremen, 2.v.r.) zusammen mit einigen Reservisten und freiwilligen Einsatzkräften des Kriegsgräberpflegeeinsatzes bei der Feierstunde. (Foto: Landkreis Holzminden)
Dr. Hilko Linnemann (Kreisgeschäftsführer Volksbund, 2.v.l.), Henrik Berthold (Geschäftsführer Volksbund-Bezirksverband Hannover, 4.v.l.), Oberstleutnant Sebastian Busenthür (7.v.l.), Landrat Michael Schünemann als Vorsitzender des Volksbundes (7.v.r.) und Oberstleutnant a. D. Rainer Grygiel (Bundeswehrbeauftragter Volksbund Niedersachsen/Bremen, 2.v.r.) zusammen mit einigen Reservisten und freiwilligen Einsatzkräften des Kriegsgräberpflegeeinsatzes bei der Feierstunde. (Foto: Landkreis Holzminden)

Etwa zwölf Kilometer westlich von Saint-Lô befindet sich die kleine Gemeinde La Chapelle-en-Juger in der Normandie Frankreichs. Hier in dem knapp 650-Seelen-Ort liegt der Friedhof Marigny, auf dem 11.169 deutsche Soldaten bestattet sind. Die Soldaten kamen 1944 durch Bombenangriffe der Alliierten in der Region um. Um diesen Ort des Gedenkens weiterhin gut zu erhalten, haben im Juni letzten Jahres zehn Soldaten des Panzerpionierbataillons 1 aus Holzminden den Friedhof im Auftrag der Deutschen Kriegsgräberfürsorge wieder auf Vordermann gebracht – und das ehrenamtlich. Möglich gemacht wurde dies wiederum unter anderem durch die Haus- und Straßensammlung, in der Ehrenamtliche Spenden gesammelt hatten. Landrat Michael Schünemann als Vorsitzender des Kreisverbandes der Deutschen Kriegsgräberfürsorge hat jetzt das Engagement zusammen mit dem Kommandeur des Panzerpionierbataillons 1, Oberstleutnant Sebastian Busenthür, Oberstleutnant a.D. Rainer Grygiel als Bundeswehrbeauftragtem des Volksbundes und Henrik Berthold, Geschäftsführer des Volksbund-Bezirksverbandes Hannover, im Kreishaus gewürdigt.

„Es ist gerade in Zeiten wie diesen wichtig, dass wir etwas für das Miteinander, nicht etwas gegeneinander tun“, stellte der Landrat heraus, „zu so einem Miteinander haben auch die Soldaten mit dem Kriegsgräberpflegeeinsatz beigetragen. Sie halten Orte der Erinnerung instand, damit sich auch die Menschen nach uns erinnern können. Ihre Arbeit zeigt, dass die Zusammenkunft zwischen Völkern vielleicht viel Engagement fordert, aber nicht unmöglich ist.“ Auch Oberstleutnant Busenthür betonte den Aspekt der Verständigung: „Gerade der internationale Aspekt macht Ihre Arbeit so wertvoll: Sie ist ein klares Zeichen der Versöhnung, der Verantwortung und des Friedens.“ Mit dem Kriegsgräbereinsatz hätten die Soldaten über Ländergrenzen hinweg daran mitgewirkt, die Erinnerung an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft zu erinnern.

Woran genau bei dem Kriegsgräberpflegeeinsatz Hand angelegt wurde, stellte Stabsfeldwebel Stefan Lonn im Anschluss in einem kleinen Vortrag vor. Nicht nur wurde der Friedhof durch landschaftsgärtnerische Arbeiten geebnet, sondern auch etwa 100 Meter eines Gehwegs neu gepflastert und damit barrierefrei gestaltet. Darüber hinaus wurden Türen gestrichen und ein ganzes Kameradengrab wieder aufgebaut.

Damit nicht genug: Auch in diesem Jahr konnte Lonn wieder einen nicht unerheblichen Restbetrag des Verpflegungsgeldes in Form eines selbstgestalteten Schecks an den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zurückgeben, den er und seine Kameraden beim Einsatz zusammengespart hatten. Eine willkommene Unterstützung, bedenkt man, dass sich der Volksbund überwiegend über Mitgliederbeiträge und Spenden finanziert. Aus diesem Grund war dieses Mal auch die Ehrung von Reservisten, die jedes Jahr ehrenamtlich Spenden sammeln, Teil der Veranstaltung. Dabei wurden sowohl die anwesenden Reservisten als auch das Panzerpionierbataillons 1 für ihren persönlichen Einsatz bei der Haus- und Straßensammlung 2025 geehrt.

„Unsere ehrenamtlichen Spendensammlerinnen und -sammler sind sozusagen Botschafter mit Sammeldose und tragen das Erinnern und Gedenken, ein zentrales Anliegen des Volksbundes, in die Gesellschaft hinein“ unterstrich Hendrik Berthold. Er dankte den anlässlich des Volkstrauertages im Landkreis aktiv Sammelnden sowie dem Holzmindener Kreisverband für ihr Engagement, bei dem über 6.000 Euro Spenden zusammengekommen waren.

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