Elf Kommunen bündeln Kräfte für die Wärmewende im Weserbergland | OWZ zum Sonntag

Veröffentlicht am 06.07.2026 12:45

Elf Kommunen bündeln Kräfte für die Wärmewende im Weserbergland

EU-Förderung für das Umsetzungsprogramm Wärmewende im Weserbergland - die Klimaschutzagentur wird elf Kommunen bei den nächsten Schritten zum zukunftsfähigen Heizen begleiten. Es freuen sich darüber die Geschäftsführerin der Klimaschutzagentur Weserbergland Anja Lippmann-Krüger (li.) sowie die Projektverantwortlichen Franziska Dröge (mi.) und Patrick Bienstein (re.). (Foto: Klimaschutzagentur Weserbergland)
EU-Förderung für das Umsetzungsprogramm Wärmewende im Weserbergland - die Klimaschutzagentur wird elf Kommunen bei den nächsten Schritten zum zukunftsfähigen Heizen begleiten. Es freuen sich darüber die Geschäftsführerin der Klimaschutzagentur Weserbergland Anja Lippmann-Krüger (li.) sowie die Projektverantwortlichen Franziska Dröge (mi.) und Patrick Bienstein (re.). (Foto: Klimaschutzagentur Weserbergland)
EU-Förderung für das Umsetzungsprogramm Wärmewende im Weserbergland - die Klimaschutzagentur wird elf Kommunen bei den nächsten Schritten zum zukunftsfähigen Heizen begleiten. Es freuen sich darüber die Geschäftsführerin der Klimaschutzagentur Weserbergland Anja Lippmann-Krüger (li.) sowie die Projektverantwortlichen Franziska Dröge (mi.) und Patrick Bienstein (re.). (Foto: Klimaschutzagentur Weserbergland)
EU-Förderung für das Umsetzungsprogramm Wärmewende im Weserbergland - die Klimaschutzagentur wird elf Kommunen bei den nächsten Schritten zum zukunftsfähigen Heizen begleiten. Es freuen sich darüber die Geschäftsführerin der Klimaschutzagentur Weserbergland Anja Lippmann-Krüger (li.) sowie die Projektverantwortlichen Franziska Dröge (mi.) und Patrick Bienstein (re.). (Foto: Klimaschutzagentur Weserbergland)
EU-Förderung für das Umsetzungsprogramm Wärmewende im Weserbergland - die Klimaschutzagentur wird elf Kommunen bei den nächsten Schritten zum zukunftsfähigen Heizen begleiten. Es freuen sich darüber die Geschäftsführerin der Klimaschutzagentur Weserbergland Anja Lippmann-Krüger (li.) sowie die Projektverantwortlichen Franziska Dröge (mi.) und Patrick Bienstein (re.). (Foto: Klimaschutzagentur Weserbergland)

Elf Kommunen aus den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden haben in Zusammenarbeit mit der Klimaschutzagentur Weserbergland und der Zukunftsregion Weserbergland+ erfolgreich EU-Fördermittel eingeworben, um insbesondere Maßnahmen aus den kommunalen Wärmeplanungen umzusetzen und damit die nächsten Schritte der Wärmewende vor Ort voranzubringen. Für das Vorhaben haben sich die Kommunen zu einem Netzwerk zusammengeschlossen, das bis Ende 2028 fachlich von der Klimaschutzagentur begleitet wird.

Ziel der interkommunalen Kooperation ist es, in den beteiligten Kommunen die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass fossilfreies Heizen für alle Haushalte wirtschaftlich sinnvoll und passend zu den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger umgesetzt werden kann. Durch die enge Zusammenarbeit der Kommunen sowie den Austausch von Informationen, Know-how und Erfahrungen sollen Synergien entstehen, die eine schnellere und effizientere Umsetzung ermöglichen.

Das Projekt mit dem offiziellen Namen „Umsetzungsprogramm Wärmewende im Weserbergland“ wird mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), durch Kofinanzierungshilfen des Landes Niedersachsen sowie durch Eigenmittel der beteiligten Kommunen ermöglicht. Die Laufzeit beträgt rund zweieinhalb Jahre. Am Projekt beteiligt sind die Kommunen Aerzen, Bad Münder, Bevern, Bodenwerder-Polle, Boffzen, Delligsen, Emmerthal, Eschershausen-Stadtoldendorf, Hessisch Oldendorf, Holzminden und Salzhemmendorf.

Darüber hinaus begleiten die Energieversorgungsunternehmen Westfalen Weser, Avacon und die Stadtwerke Holzminden das Projekt als engagierte Partner. Zugleich ist die Zusammenarbeit mit weiteren Energieversorgungsunternehmen der Region ausdrücklich vorgesehen.

„Wir freuen uns sehr über die Unterstützung durch die EU. Damit können in der Region wichtige, zukunftsweisende Schritte zur Abkehr von fossilen Energien im Wärmesektor angegangen werden. Die Entwicklungen der vergangenen Jahre haben deutlich gemacht, dass fossile Energieträger keine langfristig tragfähige Lösung darstellen. Unser Ziel ist es, alle Akteure bestmöglich auf dem Weg zum zukunftsfähigen Heizen zu begleiten“, erklärt Projektleiterin Franziska Dröge von der Klimaschutzagentur Weserbergland.

Regionale Versorgungssicherheit

Inhaltlich setzt das Wärmewende-Projekt auf zwei zentrale Schwerpunkte: Zum einen wird ein langfristiges Wissens- und Transfernetzwerk aufgebaut, das Kommunen, regionale Energieversorger und Vertreter:innen aus der Zivilgesellschaft miteinander verbindet und bei der Realisierung gemeinsamer Wärmelösungen unterstützt. Zum anderen steht die konkrete Transformation hin zu nachhaltigen Heizlösungen auf der individuellen Gebäudeebene im Fokus – ein Thema, das alle Menschen in den beteiligten Kommunen betrifft. Entsprechend ist es ein zentrales Anliegen, die Bürgerinnen und Bürger aktiv einzubeziehen.

Durch das Projekt soll die regionale Energie-Resilienz langfristig gestärkt werden, indem lokale Energiequellen und -strukturen gezielt ausgebaut und genutzt werden. Das reduziert die Abhängigkeit von externen Energieimporten und erzeugt positive Effekte für die Region und ihre Wirtschaft: Das lokale Handwerk wird durch den intensivierten Ausbau von lokalen Lösungen gestärkt, und finanzielle Mittel, die bislang für den Import fossiler Energien aufgewendet wurden, verbleiben künftig stärker in der Region.

Insgesamt leistet das Vorhaben damit einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung und Attraktivität des Weserberglands. Gleichzeitig trägt das Projekt dazu bei, die Energieversorgung langfristig erneuerbar, verlässlich, bezahlbar und resilient aufzustellen.

north